RSS
 

Posts Tagged ‘whisky’

Sherry: Die Fässer und der Fasshandel

13 Mrz

Glenfiddich Malt Master's Edition SherryLiebe Drinkology-Leser,

im ersten Artikel unserer kleinen Sherry-Reihe haben wir Sie in die Geschichte des Sherrys eingeführt und auf die bereits seit rund 3000 Jahren bestehenden Tradition des Weinbaus in der Region um Jerez de la Frontera hingewiesen.

Auf einen Punkt sind wir dabei allerdings nicht eingegangen: Die Aufbewahrung und Lagerung der Sherrys. Die für diesen Zweck genutzten Behältnisse haben sich nämlich im Laufe der Zeit verändert und den Stil und Geschmack der heutigen Sherrys wesentlich geprägt. Während in den ersten ca. 2000 Jahren Keramikbehälter wie Krüge oder Amphoren zu Aufbewahrung genutzt wurden, werden ungefähr seit dem Mittelalter Fässer aus Holz genutzt. Diese hatten den großen Vorteil, dass sie sich verhältnismäßig leicht in der Größe anpassen ließen und somit individuell auf das Raumangebot in den Kellern der jeweiligen Bodegas anpassen ließen. Holz war zudem leichter, bruchsicherer und günstiger als Keramik. Neben den genannten Vorteilen, war der eigentlich Meilenstein durch die Verwendung von Holzfässern jedoch, dass sich Struktur und Eigenschaften der Weine durch die Lagerung in Holz veränderte, da dieses sauerstoffdurchlässig und der Wein geschmackliche Merkmale des verwendeten Holzes annimmt. Read the rest of this entry »

 

Sherry: Die verschiedenen Sherry-Typen

26 Feb

PX Sherry Don Guido

Liebe Drinkology-Leser,

vor zwei Wochen haben wir Sie an dieser Stelle mit auf eine kleine Reise durch die Geschichte des Sherrys genommen. Heute möchten wir etwas tiefer in die spannende Materie des Sherrys eindringen und uns mit der Vielfalt der verschiedenen Sherry-Typen befassen.

Soviel vorweg: Es gibt sehr viele verschiedene Sherry-Stile, die von zahlreichen Faktoren wie etwa dem Standort der Bodega abhängen.

Grundsätzlich sind die meisten Sherrys trocken. Um die hierzulande beliebten halbtrockenen oder süßen Sherrys zu erhalten, werden diesen dann geringe Menge an Süßwein oder -most hinzugefügt. Es gibt jedoch auch andere Wege Süße in den Sherry zu bringen, weshalb wir die verschiedenen Sherry-Typen übersichtshalber in die Kategorien „Trockene Sherrys“, „Halbtrockene Sherrys“ und „Süße Sherrys“ unterteilen möchten.

Trockene Sherrys

Fino

Der wohl bekannteste Sherry-Typ ist der hellgelbe, trockene Fino Sherry. Fino Sherry reift für mind. drei Jahre nach dem Solera-Verfahren und unter einer dicken Florschicht wodurch er sein typisches dezentes Mandelaroma erhält. Den Fino Sherry gibt es in den Varianten: Dry, Very Dry und Very Pale Dry. Read the rest of this entry »

 
 

Sherry: Die Geschichte des Sherry

12 Feb
Sherry

Sherry

Liebe Drinkology Leser,

es gibt viele Themen über die wir auf diesem Blog schon berichtet haben: Single Malt Whisky, Irish Whiskey, American Whiskey, Rum, Gin und Wodka.

Ein Thema ist bisher allerdings relativ kurz gekommen: Sherry!

Dabei ist Sherry wohl einer der berühmtesten und vielseitigsten Weine der Welt, weshalb wir diesen in den kommenden Artikeln näher betrachten möchten. Während wir uns bei diesem Blog-Eintrag mit der Geschichte des Sherrys beschäftigen, werden wir im zweiwöchigen Abstand Artikel zu den verschiedenen Typen des Sherrys sowie Sherryfässern und den Handel mit diesen veröffentlichen.

Bevor wir in die spannende Geschichte des Sherrys einsteigen, möchten wir jedoch noch einmal kurz festhalten, was Sherry eigentlich ist.

Sherry ist ein Wein. Genauer gesagt ein gespriteter Wein. Gespriteter Wein ist auch als Südwein bzw. Likörwein bekannt und beschreibt eine Weinkategorie, bei der der Gärprozess des Weins durch die Zugabe von hochprozentigem Alkohol gestoppt wird. Auf diese Weise entstehen entsprechend alkoholstarke Weine, die oft über eine Restsüße verfügen. Read the rest of this entry »

 
 

Professor Cornelius Ampleforth Branded Spirits

27 Sep

Professor Cornelius Ampleforth Rumbullion Navy StrengthProfessor Cornelius Ampleforth Branded Spirits

In der internationalen Spirituosen-Szene ist Cornelius Ampleforth seit Jahren als „verrückter Professor“ bekannt. Der Engländer experimentierte in den heimischen vier Wänden schon lange mit außergewöhnlichen Zutaten und Herstellungsmethoden und konnte sich mit seinen Produkten schnell einen guten Ruf in den lokalen Bars erarbeiten. Die positive Resonanz ermutigte ihn ihm Herbst 2011 schließlich den Weg in die Selbstständigkeit zu wagen. Seitdem brodelt und blubbert es in seiner kleinen Manufaktur rund um die Uhr in zahlreichen Fässern und Gefäßen. Der Erfindergeist des Professors scheint dabei keine Grenzen zu kennen und er überrascht die Konsumenten und die Konkurrenz mit stets neuen und innovativen Produkten. Seinen Fokus legt Professor Cornelius Ampleforth dabei auf alte Spirituosen-Kategorien die er qualitativ ins 21. Jahrhundert bringt. Qualität ist ein wichtiges Stichwort in den Laboratorien von Cornelius Ampleforth. So sucht er die Zutaten für seine Produkte stets selbst aus und achte darauf nur die besten Ingredienzien einzukaufen. Desweiteren werden seine Spirituosen größtenteils in extrem kleinen Chargen von nur 30-60 Flaschen hergestellt. Durch diese Form der Limitierung ist es dem Professor möglich durch ständige sensorische Kontrolle den Zustand seiner Alkoholika ständig optimal zu überwachen. Die Abfüllung kann dann zum bestmöglichen Zeitpunkt erfolgen und Sie als Kunde haben die Gewissheit steht das beste Produkt in der Flasche zu haben. Gerne möchten wir Ihnen einige Abfüllungen von Professor Cornelius Ampleforth näher vorstellen. Einen Überblick über das gesamte Portfolio des „verrückten Professors“ finden Sie HIER.

Read the rest of this entry »

 
 

Käse und Hochprozentiges

31 Mai

Liebe Drinkology-Leser,

wir alle schätzen die guten Dinge im Leben. Dabei hat für viele ein gutes Essen den gleichen Stellenwert wie ein Glas exquisiter Whisky oder Cognac. Und wenn wir ganz ehrlich sind – Was wäre ein gutes Menü ohne einen kleinen (oder großen) Käseteller?

Käse ist eines der wenigen verarbeiteten Nahrungsmittel die wir schon seit Urzeiten essen. Der erste Nachweis der Käseherstellung stammt aus der Jungsteinzeit und auch im Leben der alten Griechen hatten bereits verschiedene Käsesorten ihren festen Platz. Mittlerweile ist die Anzahl der weltweit produzierten Käsesorten schier unüberschaubar. Allein in Frankreich werden über 500 verschiedenen Sorten produziert (wenn man die handgemachten, regionalen Käse NICHT mitzählt). Mindestens so groß wie die Vielfalt an Käsen ist auch die Kombinationsmöglichkeit der einzelnen Sorten mit Getränken.

Die klassische Kombination ist wohl Käse und Wein. Dabei wird Käse oft mit Rotwein in Verbindung gebracht, was wohl daher rührt, dass Käse oft am Ende eines Menüs gereicht wird, wenn es schwer ist zu einem leichteren Weißwein zurückzukehren. In Wahrheit passen Weißweine, gerne auch mit leichter Restsüße, oft viel besser zum Käse als ein kräftiger, trockener Rotwein. Die Anzahl der zu Käse kombinierbaren Weine ist jedoch grenzenlos und beruht oft auf traditionellen, regionalen Verbindungen. Wein ist allerdings nicht das einzige Getränk, welches man zu Käse genießen kann. So trinkt man in Gegenden in denen kein oder wenig Wein angebaut wird auch gerne ein gutes einheimisches Bier, Cidre oder sogar Kaffee zum Käse. Es gibt jedoch auch spannende Kombinationen von Käse mit Spirituosen und Likören, von denen wir Ihnen gerne einige vorstellen möchten.

Bedenken Sie bitte vorweg, dass alle Getränkeempfehlungen nur als Tipps und Anregungen gedacht sind und jeder seinen persönlichen Geschmack und seine persönliche Vorliebe finden muss. Read the rest of this entry »

 
 

Ein paar interessante und außergewöhnliche Fakten aus dem Reich der alkoholischen Getränke

30 Mrz

Wussten Sie eigentlich, dass …?

Absinth

  • ein Schuss der grünen Fee in jede echte Bouillabaisse gehört?

Arrak

  • die aus Palmzuckersaft und vergorener Reismaische gewonnene Spirituose in keinem Dresdner Stollen fehlen darf?

Bier

  • das erste Dosenbier 1935 in den Handel gebracht wurde? Die amerikanische Brauerei Gottfried Krueger Brewing Company füllte damals ein cream ale in Dosen aus dickem Weißblech ab. Da die ersten Bierdosen noch keinen integrierten Verschluss enthielten, mussten diese mit einem Hebelwerkzeug (dem sogenannten Wagenheber) aufgestochen werden. Die uns bekannte Aufreißlasche wurde erst 1973 eingeführt und ebnete den Erfolg des Dosenbieres.

Black Velvet

  • Barflys ist der Champagner-Drink „Black Velvet“ nur allzu bekannt. Bei diesem außergewöhnlichen Drink wird Guinness mit Champagner aufgegossen. Die wenigsten wissen jedoch um die Entstehungsgeschichte des Drinks: Als 1861 der britische Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg und Gotha verstarb, trauerte das Volk um den Ehemann von Queen Victoria. Als Trauergetränk wurde damals sowohl von der normalen Bevölkerung als auch von den Royals Guinness getrunken, da dessen tiefschwarze Farbe die Trauer zum Ausdruck bringen sollte. Um der High Society den Genuss des geliebten Champagners trotzdem nicht zu verwehren,  kreierte der Barkeeper des „Brook’s Club“  den maskierten Drink.

Caipirinha

  • die Caipirinha ursprünglich zur Prophylaxe gegen die spanische Grippe erfunden wurde?

Champagner

  • mittlerweile ist bekannt, dass man eine Champagner-Flasche mit einem Säbel öffnen kann. Aber wussten Sie, dass diese Art des Öffnens und der beliebte Ausruf „Sabrer le Champagne!“ („Säbeln wir den Champagner“) ursprünglich von Napoleons Offizieren erfunden wurde?

Edeldestillate

  • für eine Flasche Williamsbrand, je nach Qualität, bis zu 15 kg Früchte benötigt werden?

Kräuterbitter

  • Jägermeister der erste Trikotsponsor einer deutschen Fußballmannschaft war?

Mocktail

  • es sich um eine scherzhafte Wortschöpfung aus den Worten „Cocktail“ und dem englischen Wort „to mock“ („nachahmen; vortäuschen“) handelt? Mit Mocktails werden seit den 1960er Jahren alkoholfreie Cocktails bezeichnet.

Noilly Prat

  • es ist kein Geheimnis mehr, dass der beliebte französische Wermut neben Cocktails auch gerne in der Küche verwendet wird. Wussten Sie jedoch um seine Vielseitigkeit in eben jener? So kann Noilly Prat nicht nur helle Saucen, Suppen, Eintöpfe und Fischgerichte verfeinern, sondern wird von vielen Gourmets auch bei der Zubereitung des beliebten Coq au Vins verwendet.

Rum

  • von 1655 bis 1970 jeder Seemann der Royal Navy eine tägliche Portion Rum erhielt? Ursprünglich wurde pro Mann und Tag ein Pint (ca. 0,6 Liter!) Rum ausgeschenkt. Dies hatte auf Grund der miserablen Trinkwasserqualität auf den Schiffen jedoch auch sinnvolle Gründe. Die Matrosen versetzten ihr Trinkwasser mit Rum und konnten so schädliche Mikroorganismen abtöten. Im Laufe der Jahre wurde die Ration laufend gesenkt und hatte schließlich nur noch Traditionscharakter.

Verkostungen

  • der auf Fachmessen dringend benötigte „Spucknapf“ fachlich korrekt als Crachoir bezeichnet wird?

Vorkühlen

  • das Vorkühlen von Gläsern und Tellern in Kühlfächern unter Fachleuten als frappieren bezeichnet wird? Wird das Glas oder z.B. eine Küchenform jedoch mit Eiswürfeln vorgekühlt, so spricht man vom givrieren.

Whisky/Whiskey

  • Indien quantitativ der weltweit größte Whiskyproduzent ist?
 
 

Die perfekte Hausbar Teil 3

06 Jan

Liebe Leser,

in den ersten beiden Teilen der Reihe „Die perfekte Hausbar“, beschäftigten wir uns mir der Grundausstattung und der erweiterten Ausstattung der eigenen Hausbar. In diesem dritten und abschließenden Teil geht es darum, die Ausstattung zu perfektionieren und damit auch den anspruchsvollsten Gästen gerecht zu werden.

Aber was trinkt der anspruchsvolle Gast? Eine Frage die nicht pauschal zu beantworten ist. Sie werden jedoch merken, dass Ihre Gäste neben Cocktails auch oft nach bestimmten Produkten zum pur trinken fragen. Da es Ihnen, mit den in Teil 2 vorgestellten Produkten, bereits möglich ist, nahezu jeden relevanten Cocktail zu mixen, möchten wir Ihnen in diesem Artikel interessante Spirituosen vorstellen, die von Kennern gerne bestellt werden.

Whisk(e)y

Whisk(e)y ist und bleibt eine der beliebtesten Spirituosen in Bars. In den letzten Jahren wurden Single Malt Whiskys aus Schottland immer beliebter. Dabei handelt es sich um Whiskys, die aus einer einzigen Brennerei stammen und bei denen als Getreide ausschließlich gemälzte Gerste verwendet wird. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, sollte eine perfekte Hausbar deshalb um eine repräsentative Auswahl an Single Malt Whiskys verfügen. Da es hunderte verschiedene Single Malts gibt, ist es oft schwer hier eine sinnvolle Auswahl zu treffen und die Sammelleidenschaft kann auch schnell zur Sucht werden. Um den meisten Ansprüchen gerecht zu werden, reicht es jedoch aus jeweils einen Whisky aus den wichtigsten Whiskyregionen Schottlands anzubieten.

Lowlands:

Die Lowlands umfassen das Gebiet von der schottischen Grenze bis zu einer gedachten Linie zwischen Edinburgh und Glasgow. Im Vergleich zu den restlichen Regionen Schottlands wird in den Lowlands meistens ungetorfte Gerste verwendet und dreifach destilliert, was zu einem hellen und sanften Whisky führt, der von der Charakteristik eher an einen Irish Whiskey erinnert. Ein gutes Beispiel für einen Lowland-Whisky ist der Auchentoshan Single Malt Whisky 12 Jahre, 1 L, 40%. Dieser dreifach destillierte Lowland Single Malt Whisky hat eine lebendige und verlockende Nase mit Pfeffer-, Zitrus und Vanillearomen. Read the rest of this entry »