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Archive for the ‘Spirituosen’ Category

Erfolgreiche Destillerie

11 Nov

The Macallan
Aus der Region der schottischen Highlands kommt ein besonderer Whisky, der mittlerweile gar nicht mehr aus der Whiskyszene wegzudenken ist. Die Magie des Macallan Whisky begann in den frühen 1800er Jahren.  Man nimmt an, dass oben auf einem Hügel über der Telford Brücke, die über die Spey führt, ein gewöhnlicher Farmer namens Alexander Reid, begann aus seiner eigens angebauten Gerste Whisky zu brennen. Schon 1824 wurde diese ‚Destillerie‘ legalisiert. 
Der Geschmack – Gerste
Erst deutlich später, zur Jahrhundertwende in den späten 1990er Jahren wurde der Betrieb der Farm wieder aufgenommen und man begann dort Gerste der speziellen Sorte Golden Promise anzubauen. Diese Inbetriebnahme hatte wohl mehr Symbolischen Charakter, als dass es für die Produktion für Macallan ausreichen wäre. Dennoch prägt diese ganz besondere Gerstensorte den typischen Macallan Charakter, dieser wird geprägt von nussig-öligem und zugleich samtigen Aroma. Da die Sorte Golden Promis jedoch im Vergleich zu anderen Getreidesorten deutlich weniger Ertragsreich beim Anbau sowie bei der Whiskyproduktion ist, sank der Anteil dieser Sorte ab 1994 auf nur noch 20-30%, dazu kamen geläufigere, ertragsreichere Sorten wie: Chariot oder Optic.
Die Hefe
Ein weiterer Punkt, der den speziellen Charakter des Macallan prägt, ist die Verwendung der Hefe. Üblicherweise werden ein, max. zwei Sorten verwendet. Macallen setzte in den Anfängen sogar auf vier verschiedene Sorten, derzeit aber eher auf zwei begrenz. Dies solle den Whiskys laut eigenen Aussagen ein fruchtigeres und würzigeres Aroma verleihen.
Die Produktion
In der Produktion setzt man seit jeher auf kleine Brennblasen, also nur kleinen Abfüllungen der Jahrgänge. Da man jedoch breit im Sortiment aufgestellt sein wollte, wurden die Brennblasen zwischen 1965 und 1975 von nur 6 auf stolze 21 erweitert! So konnten über die Jahrhunderte hinweg unwahrscheinlich viele Abfüllungen gebrannt werden, von denen es auch viele immer noch in den Lagerhäusern der Brennerei zu finden gibt, denn bei Macallan wurde in den Jahren stets nur eine Version auf den Markt gebracht, der Rest wurde unter Verschluss gehalten und nun, nach Verkostungen von Brennmeister David Robertson und dem Whiskyhersteller Bob Dalgarno, als Jahrgangsabfüllungen herausgebracht.
Die Fässer
Auch die Lagerung überlässt man bei Macallen nicht dem Zufall. Hier wird ein besonderes Augenmerk auf die Fässer geworfen. Bei Verkostungen stellte man fest, dass besonders die Whiskys sehr schmackhaft und aromatisch sind, die aus Fässern stammten in denen zuvor trockener Olorosso Sherry lagerte. Man nahm an, dass dies kein Zufall war und die Reaktion von Holz mit Sherry und anschließend mit Whisky eine bedeutende Rolle spielte. So ergab es sich, dass Macallen eng mit spanischen Unternehmen zusammenarbeitet, die nicht nur die Fässer herstellen, sondern den ganzen weg von Herstellung über Befüllung und Lagerung mit Sherry bis hin zur Verschiffung der Fässer nach Schottland.
Eine besondere Serie
Um das Geheimnis und die Magie um Macallan besser zu verstehen, können wir nur wärmstens die ‚The Macallan Edition Serie’ empfehlen.
Sie zeigt deutlich, welchen Einfluss verschiedenste Fasstypen haben und sich deutlich von den typischen Macallan Traditionsaromen unterscheidet. Jedes Jahrs gibt es eine neue Abfüllung, mit einer besonderen Fass- Auswahl, die über einen speziellen Charakter verfügt.

 

Angel’s Nectar Whisky

17 Okt

Blended Malt Whisky
Whisky unter dem Namen Angles Nectar ist der Kategorie ‚Blended Malt Whisky‘ zuzuordnen. Was heißt das genau? Deutlich wird der Unterschied im direkten Vergleich zum Blended Whisky. Beim ‚normalen‘ Blended Whisky können die verwendeten Whisky aus den verschiedensten Ländern stammten und miteinander vermählt werden, dabei kann jeder Whisky aus gemälztem Getreide (Grain Whisky) oder ungemälztem Getreide(Malt Whisky) hergestellt werden Für einen Blended Malt Whisky wird ausschließlich Whisky aus schottischen Brennereien, zum Teil auch aus unterschiedlichen Regionen, verwendet und miteinander vermählt.
Highfern Ltd
Highfern ist ein unabhängiger Abfüller für Whisky, Gin & Rum. Unter den bekanntesten Marken ist neben Langatun Swiss Single Malt Whisky oder Strane London Dry Gin auch der Angel’s Nectar Blended Malt Whiksy. Zuzuordnen ist dieser eben der eher kleinen Kategorie der Blended Malt Whiskys.Um dieser Kategorie mehr Aufschwung zu verleihen, hat es sich Robert Ransom als unabhängiger Abfüller mit Highfern zur Aufgabe gemacht, einen besonderen Whisky zu kreieren, der die verschiedenen Stile von Scotch Whisky präsentiert.
Namensgebung

Den Namen ‚Angel’s Nectar‘ hat der Whisky dem sogenannten Angel’s share. Dies ist der Teil des Whiskys, der bei der Lagerung in den Holzfässern auf natürliche Weise verdunstet. Ins Deutsche übersetzt bedeutet es so viel wie ‚Engelsanteil‘ oder ‚Schluck der Engel‘. Wie hoch dieser Anteil ist, hängt von mehreren Faktoren wie Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit oder der Größe es Fasses ab.
Zu Beginn der Whisky Herstellung konnte man sich diesen natürlichen Vorgang noch nicht plausibel erklären, aber es brauchte eine Erklärung für den verschwindenden Whisky. Da man zur damaligen Zeit bekannterweise sehr gläubig war, wurden schnell die durstigen Engel für den fehlenden Anteil verantwortlich gemacht.
Mit dem Angel’s Nectar soll dieser Anteil bei der Verkostung wieder zum Leben erweckt werden.
Die Abfüllungen
Die erste Abfüllung des Angel’s Nectar – Original wurde als Blended Malt Whisky abgefüllt. Dazu bediente man sich sorgfältig ausgewählter Speyside sowie Highland Malt Whisky. Mit einer Stärke von 40%vol. ist er recht mild im Geschmack und wirkt nicht zu alkoholisch. Das Aroma dieses Malt’s bewegt sich zwischen leichten Noten von Vanille und gedünsteten Äpfeln. Im Hintergrund sind Noten von Heidehonig und Zitrone wahrnehmbar. 

Eine weitere Abfüllung präsentiert sich mit dem Namen Angel’s Nectar – Rich Peat Edition. Dieser wurde mit einem etwas höheren Alkoholgehalt, genau genommen 46%vol, abgefüllt. Der Name sagt den Unterschied zum Original bereits aus: der Rich Peat ist stark getorft. Es wurde für den Blend eine feine Auswahl an Highland Malts getroffen, die für ihren starken Torf Charakter bekannt sind. Diese kräftigen Noten stehen auch deutlich im Vordergrund, erinnern an ein wärmendes Kaminfeuer und irgendwo im Haus werden Bratäpfel zubereitet. Auch etwas süßliche Zartbitterschokolade ist zu vernehmen.

Die letzte auf dem Markt erschienene Abfüllung ist eine Islay Edition, ein Single Malt mit deutlichen aber zugleich sanften Torf- und Rauchnoten. Die Whiskys stammen alle aus tollen Islay Destillerien und ergeben zusammen einen 47%vol. Blended Malt. Torfnoten sind auch hier im Focus, jedoch zeigen diese sich im Vergleich zum Rich Peat deutlich sanfter. Ein feines Aroma von gebackenen Bisquits bringen eine süßliche Note mit.

 

Die Wessex Destillerie

28 Sep

Wer steckt hinter der Wessex Destillerie
2017 wurde eine neue Destillerie in der Region Wessex, heutiges Hampshire Südengland, mit dem Ziel eröffnet einige besondere Auswahl an außergewöhnliche Gins mit angelsächsischen Wurzeln zu schaffen. Gründer der Destillerie für Gins mit außergewöhnlichem Charakter ist im Haupt Jonathan Clark, besser bekannt als Produzent des City of London Gin, der zusammen mit seiner Familie Lust auf neue, oder alte, Wege hatte. Zu Beginn der Brennerei destillierte man nur kleinste Chargen und etablierte sich langsam auf dem englischen Markt. Als jedoch 2019 eine Flasche des Wessex Gin bei der Surrey County Show, einer Regionalen Veranstaltung mit Tierausstellung, Wettbewerben sowie Essens- und Getränkeständen, verkauft wurde, konnte sich die Familie vor Aufträgen kaum retten.

Das Konzept
Die Wessex Destillerie verfolgt ein besonderes Konzept, und zwar das Mittelalterliche Wessex und allem voran die Regierungszeit, um Alfred den Großen wieder zum Leben zu erwecken. Dies fällt besonders beim Anblick der Wessex Spirituosenflaschen auf, an dessen Flaschenhals neben einem kleinen Anhänger auch eine Münze hängt. Dies ist eine exakte Nachbildung einer seltenen Münze aus den Zeiten von Alfred dem Großen.
Auch die besondere Flaschengestaltung selbst, lässt uns an Mittelalterliche Zeit erinnern. Angelehnt an eine alte Zaubertrankflasche wurde diese mit einem Korkstopfen getoppt und verleiht so der heilenden Wirkung von Kräutern und Blüten noch mehr Ausdruck.
Für die Auswahl der richtigen Kräuter, Blüten oder Früchte bedient man sich alter mittelalterlicher Kräuterlektüren sowie alten Herbarien, in denen sämtliche Botanicals aus verschiedenen Epochen getrocknet und gepresst gesammelt werden. Einigen der verwendeten Kräuter und Gewürze sagt man bis heute Heilende Wirkungen nach, andere wirken wohl eher nur mit einem gewissen Mü an den Glauben in Magie und Hexerei.

Das Sortiment
Nachdem die Familie Clark ihren Durchbruch mit dem Wessex Gin hatten folgten weitere Produkte. Heute umfasst das Sortiment an Gin insgesamt sieben Produkte, die wir Ihnen gerne näher vorstellen möchten und die Sie ebenfalls in unserem Shop finden.
Der Oldie:
Zu Ehren von Alfred dem Großen musste natürlich auch ein Gin her. Dieser ist erstaunlich weich und klassisch im Geschmack gehalten. Wacholder, Koriander und Zitrus sind die Kernaromen.
Der Würzige:
Der Wyvern’s Spiced Gin bietet eine aufregende Exotische Mischung aus scharfem Ingwer, würzigem Kardamom sowie kräftigem Wacholder. Das Highlight bieten Aromen wie Gewürznelke in Kombination mit Zitrusfrische und ein anschließend überraschend weiches Finish.
Der Fruchtige:
Im Sortiment befindet sich ein super fruchtiger Gin, der Stachelbeer- & Holunderblüten. Er vereint ein süß- säuerliches Aroma sowie kräftige Wacholdernoten.
Der Traditionelle:
Sloe Gin, der traditionell englische Schlehengin reift über sieben Monate und entfaltet seine kräftig fruchtigen Noten und gehen eine tolle Verbindung mit Wacholder und anderen Botanicals ein.
Der Blumige:
Mit deinem blumigen Charakter eignet sich der Saxon Garden Gin besonders für gemütliche Frühlings- oder Sommerabende. Das Aroma stammt von Rosenblättern, Hibiskus und intensivem Lavendel aber auch die typischen trockenen London Dry Gin Noten bleiben erhalten.
Die Neuen:
Seit kurzer Zeit erst umfasst das Sortiment zwei weitere Gin Sorten. Zum einen den ‚Wyner’s Classic‘, ein erstklassiger London Dry Gin mit vollmundigem Charakter. Die Botanicals hier dürfen für 12 Stunden im Alkohol mazerieren, um ihr volles Aroma abzugeben und einen weichen Körper zu erhalten.
Zum anderen gibt es den ‚Sicilian Lemon & Ginger Gin‘, perfekt gereifte sizilianische Zitronen finden in diesem fruchtigen Sommergin Verwendung. Frischer Ingwer rundet das Geschmackserlebnis ab und erinnert an frische Zitronenlimonade.

 

Spencerfield Spirit Company

10 Aug


Mit einer zurückliegenden Geschichte von 250 Jahren kann die Spencerfield Spirit Company mit Recht behaupten, dass Sie einer der Brennereien mit der meisten Erfahrung sind. Angefangen hat alles im 16. Jahrhundert umgeben von prächtigen Weizen- und Gerstenfeldern und mit der Produktion von Whisky. Mit Stolz kann man ebenso behaupten, seit der Gründung von Whisky Liebhaber Alex Nicol, der ebenfalls Marketingdirektor bei Glenmorangie war, seit jeher ein eng mit dem Lang verbundenes und mit Leidenschaft geführtes Familienunternehmen zu sein.
Edinburgh Gin
Nachdem es viele Jahre verboten war, Gin herzustellen bekam die Spencerfield Spirit Company als einzige von acht Destillerien eine Lizenz für die Legale Herstellung vom Wacholderbrand. Unter dem Namen Edinburgh Gin wird seit 2010 der gleichnamige Edinburgh Gin vertrieben. Bei diesem Produkt setzt man neben den typischen, klassischen Botanicals wie Wacholder oder Koriandersamen auch typisch schottische Pflanzen ein. Das sind unter anderem Heidekraut oder aber auch Mariendistel aus den schottischen Highlands. Ebenfalls sehr bemerkenswert ist, dass die Rezeptur mindestens genau so alt wie die Geschichte der Brennerei sein soll und im Herstellungsprozess auch ein Kupferkessel verwendet wird, der ebenfalls an die 200 Jahre alt ist.

Produktportfolio
Neben dem ganz klassischen Edinburgh Gin hat es sich die Brennerei jedoch zur Aufgabe gemacht, den künstlerischen Tough den die Stadt durch Wissenschaftler, Künstler, Philosophen und Erfinder hat, im Gin wieder zu spiegeln und in der Herstellung stets innovativ zu sein.
Über die Jahre entstand so verschiedenste Geschmacksrichtung, einige davon sind bereits in unserem Shop zu finden.  Grob kann man die Sorten in zwei Kategorien einordnen: Fruchtig und Herb.

Fruchtige Gin Sorten:
Edinburgh Rhubarb & Ginger Gin
Dieser Gin spricht eher ein Publikum an, welches auf fruchtige und nicht so herbe Gin Sorten steht. Durch die Mazeration von frisch geerntetem Rhabarber im Frühjahr zusammen mit frischem Ingwer und Zitronenschalen entsteht ein Gin mit feinem, fruchtig- saurem Aroma. Dabei ist es den Master Destillern gelungen, eine perfekte Harmonie zwischen den ja an sich bereits sehr kräftigen Aromen zu finden.
Edinburgh Raspberry Gin
Für den Edinburgh Raspberry Gin wurden zu 100 Prozent schottische Himbeeren verwendet! Die Region um Perthshire ist besonders bekannt für das perfekte Klima, um Himbeeren anzubauen. Sie werden in der Erntezeit von Hand verlesen und anschließend einen Monat im Basis- Gin mazeriert. So kann der Gin den natürlichen Farbstoff der Beeren lösen und eine Zugabe von Farbstoff wird hinfällig. Auch das fruchtig- süße Aroma der Himbeeren kann in Ruhe seinen feinen Geschmack abgeben.
Edinburgh Gooseberry & Elderflower
Auf Deutsch übersetzt steht Gooseberry für Stachelbeere und Elderflower für Holunderblüten.  Entstanden ist ein spritziger, aromatischer Gin, der sich bestens für einen leichten Gin Tonic an warmen Sommertagen eignet.

Herbe Gin Sorten:
Edinburgh Seaside Gin
Dieser Gin ist in Kooperation mit dem Brau- und Destillationszentrum MSC der Heriot- Watt University, Edinburgh entstanden. Sie spiegelt den rauen Geschmack der Ostküste wider. Besondere Botanicals die hier Verwendung fanden sind unter anderem Bodenefeu oder Blasentang. Geschmacklich ist der Seaside Gin sehr mineralisch und Kräuter lastig, jedoch sind hier auch dezente florale Noten erkennbar.
Edinburgh Lemon & Jasmin
Auch beim Lemon und Jasmin Gin bildet zunächst der Edinburgh Gin die Basis. Bei dieser Variante wurde dieser mit frischen Noten von Zitrone sowie würzigem Aroma von Jasmin verfeinert. So bietet sich ein herbes- florales Aroma, begleitet von bitter- fruchtigen Noten durch Zitrone.
Edinburgh Distillers Cut
Der für den Travel Retail Markt entwickelte Distillers Cut wurde mit Botanicals aus bis zu 11 Ländern verfeinert. Geschmacklich bewegt er sich zwischen fruchtig- herben Noten, die durch Botanicals wie Valence Orange, Lavendel und weiteren Gewürzen stammt.
Edinburgh Cannonball
Hierbei handelt es sich um einen Navy Strength Gin. Er zeichnet sich durch kräftig Wacholder- sowie Zitronenaromen aus, die bis ins Finish von einer anhaltenden Würze begleitet werden. Er soll den Historischen Gin- Stil wiederaufleben lassen sowie an das Erbe der Marine Kanonen und der berühmten ‚Ein- Uhr Kanone‘ erinnern.

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Und nun noch ein kleiner Trip- Tip zuletzt:
Sollten Sie einmal einen Reise in die Highlands und vor allem aber nach Edinburgh machen, sollten sie unbedingt Ausschau nach der ‚Heads & Tales Bar‘ im lebhaften Zentrum der schottischen Hauptstadt Edinburgh halten, denn diese Bar gehört ebenfalls zur Edinburgh Gin Destillerie und zieht nicht nur Einheimische durch seinen urigen, gemütlichen Charm ein.  

 

Domaine Eyguebelle – Ælred

20 Jul

Drôme Provencale entdecken
Die wunderschöne Landschaft, geprägt von Olivenhainen, Lavendelfeldern und Rebgärten, die nach dem Erreichen von Montélimar das Auge erfreuen, deuten auf den Anfang der Drôme Provencale hin. Durch die Breitengrade befindet man sich bereits in mediterranem Klima und hört man hier die Einheimischen sprechen merkt man schnell, wie südlich man hier unten ist. Nicht nur die kleinen, verzauberten Dörfer, das Schloss von Grignan oder die bekannte Wein- Universität sind hier beheimatet. Auch viele Kirchen und Klöster aus längst vergangenen Zeiten, allen voran die Abtei von Aiguebelle, sind sehr sehenswert.
Abtei Notre Dame d’Aiguebelle
In der Gemeinde Montjoyer in einem Naturschutzgebiet, auf dem Weg von Montélimar nach Grignan, liegt das bereits im
12. Jahrhundert gegründete Kloster.Für den Namen des Klosters gibt es aufgrund seiner Lage am Zusammenfluss von drei Bächen, eine ganz einfache und vor allem eindeutige Übersetzung: EYQUE, bedeutet Wasser und ist aus dem Lateinischen Aqua abgeleitet, ebenso bezieht sich EYQUE auf den Namen eines Flusses, welcher durch Nyons fließt. BELLE bedeutet Schönheit/Reinheit.
In seinem Jahrhundertelangen Bestehen hat das Kloster viel miterleben müssen, z.B. wurde es während der Konfessionalisierung im 16. Jahrhundert zum Teil schwer beschädigt und war oftmals auch lange Zeit unbewohnt. Erst nach 1815 ließen sich dort wieder fest eine Gemeinschaft der Zisterzienser- Trappistenmönche nieder. In dieser Zeit diente das Kloster den verschiedensten Zwecken:
Im ersten Weltkrieg als Krankenhaus für Soldaten, als Unterkunft für jüdische Flüchtlinge oder aber auch als Produktionsort für diverse Lebensmittel wie Schokolade, Marmelade oder eben Kräuterspirtuosen für die die Destillerie heute Weltbekannt ist.
Von Aiguebelle nach Eyguebelle
Seit der Entstehung des Klosters beschäftigten sich die Ordensbrüder mit der Natur, die sie umgibt, daher sind die seit über 1000 Jahren Spezialisten im Umgang mit Kräutern und Pflanzen. Viel wurde ausprobiert und Rezepturen über Generationen weitergegeben, sodass man heute noch nach Original Rezepten der Mönche arbeitet. Mit ihren Produkten richtet sich die Destillerie an ein anspruchsvolles Publikum und Produkte sind von aller höchster Qualität.  
1996 wurde das ‚Unternehmen‘ Aiguebelle zu einer Fabrik, in der der Religiöse Einfluss weniger von Bedeutung war. In diesem Zuge änderte sich auch der Name von Aiguebelle nach Eyguebelle, was heute die neuen Alkoholmarke Aelred symbolisiert.
Viel Wert wird aber weiterhin auf Regionale Produkte in der Produktion gelegt, also bliebt man trotz der Änderungen innerhalb der Abtei tätig, denn seit Jahren werden Partnerschaften zu umliegenden Obstbauern gepflegt. Eyguebelle kann so ein authentisches, französisches Produkt liefern, verzichtet so dabei auf jegliche Art von Aroma- oder Farbstoffen. Und selbst auf das kleinste Detail kommt es an: In den Spirituosen finden z.B. auch kein herkömmlicher Kristallzucker Verwendung, selbst hier setzt man auf unbehandelten Rohrzucker von Partnern.
2006 war es nötig, neue Wege zu gehen. Wenige Kilometer von Klostergeländer entfernt, in Valaurie wurde ein neuer Standort eröffnet mit mehr technischem Einfluss.
Keinesfalls hat die Destillerie dadurch jedoch die Leidenschaft zur Tradition und zur Lebensweise Südfrankreichs verloren – Leidenschaft für Handwerkliche Arbeit und exquisite und authentische Produkte mit dem typisch Provenzalischen Charakter bleiben erhalten!

Produktportfolio Eyguebelle
Das Augenmerk liegt auf Sirup sowie Likören. Das Herzstück der Destillerie sind die Kräuterliköre. Sie werden nach Originalrezepturen der alten Ordensbrüder destilliert. Besonderheit: für einen einzigen Likör werden bis zu 55 verschiedene Pflanzen und Kräuter für destilliert, die aus einem großen Herbarium von an die 100 unterschiedlicher Pflanzen, Kräuter und Gewürzen stammen.

Die neue Alkoholmarke von Eyguebelle – Aelred steht hingegen für hochprozentigere Spirituosen. Dieses Portfolie erstreckt sich über eine größere Auswahl:
Von Fruchtbasierten Appetitiven über Anisapperitiven, wie dem in Frankreich sehr bekannten Pastis, bis hin zu hochprozentigen Fruchtlikören oder gar Gin.

 

The Legendary Silkie Irish Whisky

02 Jun


Drioglann Shliabh Liag Destillerie
James Doherty, der auf der Suche nach Arbeit über Glasgow rüber nach England siedelte und sogar mit einer Frau in Malawi für 6 Jahre auf einer Teeplantage arbeitet, hat nie seine wahren Wurzeln vergessen, nämlich die im Südwesten Donegals irgendwo bei Carrick und Kilcar. Immer war da ein Gefühl von Heimatlosigkeit. Der erste Schritt zurück war nach Englan, um für William Grant & Sons zu arbeiten, auch bei Glenfiddich hatte er seine Finger mit im Spiel. Einige weitere Stationen folgten, bis er letztlich jedoch den Schritt zurück wagte und in seine Heimat zurück kehrte um dort seinen um den Wunsch nachzugehen eine eigene Brennerei zu bauen und dann noch in seiner Heimat Donegal, die bereits eine Whisky Geschichte hat. Seit über 175 Jahren ist die Whisky Brennerei nun also erstmals die ‚Erste‘ Whisky Destillerie in Donegal und diese soll natürlich auch den alten Charakter von damals wiederbringen. Angefangen haben James und seine Frau jedoch mit Gin ‚An Dulaman‘ heißt dieser, denn erst nach einem Standortwechsel und der Vergrößerung der Destillerie konnte man sich auch der Herstellung von Whisky widme.

Zwei besonders zu erwähnender Whisky Produkte aus dem Sortiment der Shliabh Liag Destillerie sind der The Legendary Silkie Irish Whisky sowie der The Legendary Silkie Whisky Dark.

The Legendary Silkie Irish Whisky
Der unvergleichlich weiche irische Whisky mit einem leichten Charakter ist inspiriert von den Geschichten um die mythischen ‚Selkies‘ – Robben, die rund um die Küste von Donegal lebten. Es wird erzählt, dass sie ihr Fell ablegen und sich an Land in Menschen verwandeln. Diesen wandlungsfähigen, leichten Mischwesen ist dieser Whisky gewidmet. Es ist ein Blend aus doppelt sowie dreifach destilliertem Single Malt, Soft Grain Whisky und etwas getorftem Malz, wofür die Region bekannt ist. Durch den Verzicht auf Kühlfilterung ist der Silkie Irish Whisky behält er seinen vielfältigen Charakter und sein weiches Mundgefühl.
Der Focus wurde hier auf ein frisches- fruchtiges Aroma gesetzt: grüner Apfel und reife rote Früchte mit sanftem Rauchen bilden das Bouquet, welches in ein wärmend würziges Finish übergeht.

Ein Tipp für die Verköstigung:
Probieren Sie doch mal einen Silkie Rua aus, ein Cocktail bestehend aus The Legendary Silkie Irish Whisky und einem guten Schluck hochwertigem Ginger Ale. Etwas Eis für die Frische und on Top einige Orangenzesten.

The Legendary Silkie Irish Whisky Dark
‚Dark‘ ist das zweite Produkt in der Collection mit dem Namen ‚The Legendary Silkie Irish Whisky‘. Er unterscheidet sich insofern vom Anfangsprodukt Silkie Whisky, dass diese nach der Destillation in Sherryfässern reift. Er wird außerdem mit einem Phenolgehalt von 22 ppm abgefüllt und hat einen süß-rauchigen Charakter. Wie auch das erste Whisky Produkt der Destillerie ist der Silkie Irish Whisky Dark ein Blend, so wird dieser mit einem doppelt Destilliertem Single Malt aus Bourbonfässern sowie einem Soft Grain Whisky vermählt.
Beim Nosing zeigen sich erstmals frische Noten von Äpfeln darauf folgen herbe Aromen wie Tabak und auch das Raucharoma kommt deutlich zur Geltung. Am Gaumen dann zeigt sich der Silkie Dark sehr weich und bietet süße Aromen wie Salzbutterkaramell oder dunkle Schokolade aber auch die gehoffte würzige Rauchigkeit gepaart mit Leder und Eichenholznoten kommen zum Vorschein. Im Finish dann wirkt der Silkie Dark leicht wärmend und erinnert an rauchiges Malz und Erdnussbutter.


Was jedoch wiederum beide Whiskys verbindet, ist die handwerkliche Herstellung, denn jede Flasche, die die Brennerei verlässt, ist von Hand abgefüllt und ebenfalls beschriftet.

 

Ein Ausflug nach Italien

29 Apr


Passend zu den ersten länger anhaltenden sonnigen Tagen und dem bevorstehenden Sommer, möchten wir eine kleine Wein- und Spirituosen Destillerie aus Italien vorstellen. Sie stellt Grappa, der Traditionell italienische Tresterbrand sowie diverse andere Schnäpse nach alter friaulischer Tradition her. Wie alles begann und welche Leidenschaft hinter ihren Produkten steckt, erfahren Sie im nachfolgenden Text:

Italien 1943
Als Kenner der Friaulen Landschaft und seinen Gebräuchen gründete der junge Destillateut Bepi Tosolini 1943 im alter von 25 Jahren die Bepi Tosolini Destillerie in der Gemeinde Povoletto. Dies liegt im Nordosten Italiens in direkter Nähe zu den Alpen.
Bepi Tosolini war ein Anhänger seiner Region und dort handwerklich hergestellter Produkte. Auch Grappa zählte zu diesen Regionalen Produkten, damals jedoch aber oftmals ein sehr rustikales und grobes Destillat, welches vor allem für die Arbeiterklasse, die sich keine teuren Spirituosen leisten konnten, aus Resten der Weinherstellung destilliert wurde.
Vom Ehrgeiz ergriffen beschloss Tosolini, aus dem zweitklassigen, billigen ‚Bauernfusel‘ ein besseres, raffinierteres und hochwertigeres Produkt zu kreieren, welches nicht nur die Region besser repräsentiert, sondern auch ein Produkt für ein anspruchsvolleres Publikum sein sollte.


Neue Wege
Damit sich seine Produkte von denen der Konkurrenz abhebten, ließ Bepi eine Dampf Still mit manueller Bedienung installieren, die auch heute noch in der Produktion verwendet wird, um ein delikateres Aroma zu erhalten. Ebenfalls eine Neuerung in der Grappa Herstellung war, das Bepi einen klaren und keinen wie bis dato bekannten trüben Brand produzierte. Dazu verwendete er Eschefässer, anstelle von Eichenfässer, die die Trübung erzeugen und auch den Geschmack beeinflussen.
Die Nähe zu den Alpen macht sich Familie Tosolinie ebenfalls zu nutze. Aus diesem Alpenvorland bezieht die Brennerei ihre hochwertigen Rohstoffe, die für die Produktion der Qualitäts- Spirituosen unverzichtbar sind. Bepi hat sich bereits in den Anfängen der Brennerei ein großes Netzt an vertrauenswürdigen Lieferanten aus dem friaulischen Land aufbauen können, auf die man auch heute noch zurückgreift. Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Familie ist es, nur während der Erntezeit zu destillieren und so den ausgewählten Botanicals ausreichen Zeit zur Reife und Regeneration zu geben.
Giovanna, Bepi Tosolinis Ehefrau, war ein weiter wichtiger Aspekt in der erfolgreichen Geschichte der Destillerie. In dem sie Bepi den Rücken frei und die Brennerei am Laufen hielt, war es Bepi möglich durch das Land zu reisen und so seine Spirituosen selbst zu präsentieren und zu verkaufen. Bereits in den 1950er Jahren liefen die Geschäfte so gut, dass es möglich war eine neue Destillerie in Udine zu bauen.
Grappa Agricola
Eins der wohl bekanntesten Produkte der Tosolini Brennerei. Ein fraulischer Grappa bei dem innerhalb von 48 nach dem Zerkleinern die Trester von roten Refosco-, Cabernet sowie Merlottrauben destilliert werden. Geschmacklich zeigen sich Noten von Rosinen und reifen, süßen Beeren.
Grappe Di Vinaccia Vitigni Classici
Diese Grappa Sorten sind Sortenreine Grappa- Spezialitäten. Dabei gibt es fünf verschiedene Rebsortenreine Grappa: Cabernet, Chardonnay, Pinot Grigio, Prosecco sowie Merlot.

Gerade für die anstehende Sommersaison bietet sich jedoch ein Produkt der Tosolini Brennerei besonders an:

Likör Limoncello
Der Limoncello der Tosolini Brennerei unterscheidet sich im Wesentlichen durch seine Natürlichkeit von anderen kommerziellen Produkten. Das Produkt enthält weder künstliche Farbstoffe noch Aroma- oder Konservierungsstoffe.
Für den Limoncello werden nur die besten Zitronen aus Italien verwendet, die Femminello St. Teresa Zitronen oder auch besser bekannt unter dem Namen Sorrento- oder Sfusato Zitronen aus Küstenregion Amalfi. Ausschließlich die Schalen gelber Sommer- sowie grüner Winterzitronen finden im Limoncello Verwendung. Diese werden in neutralem Traubenbrand eingeweicht, um die Ätherischen Öle aus den Zitronenschalen zu lösen. Zum Schluss wird dem Zitronenalkohol für den Ausgleich der Säure noch ein Zuckersirup zugefügt.

Der Klassiker mit einem italienischen Makeover:

Limoncello Margarita
1 EL Zitronenschale
1 EL Salz
60 ml Tequila
60 ml Limoncello
60 ml Zitronensaft
60 ml Limettensaft
2 El Zuckersirup
Sodawasser


Auf einem Teller die Zitronenschalen mit dem Salz mischen. Mit einer Zitronenspalte um den Rand des Glases fahren, welches zum Servieren des Cocktails benutz werden soll und tauchen sie den Glasrand anschließend in das Zitronensalz. Für den Cocktail in einen Shaker Eis und alle weiteren Zutaten bis auf das Sodawasser mixen, in das vorbereitete Glas füllen und mit Sodawasser auffüllen.