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Archive for the ‘Lexikon’ Category

Tenü – Finnischer Premium Gin

06 Dez

Tenu Gin – Geist des Waldes
Ursprünglich wurde dieser wirklich besondere Gin von einer finnischen Bruderschaft von Mönchen Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt. Sie brachten als Kreuzfahrer das Destillieren von Arabien nach Europa.
Sie hatten Zugang zur fast unberührten finnischen Taiga um dort die außergewöhnlichen Zutaten für ihren Gin zu sammeln, daher wird der Tenü Gin auch mit dem Titel ‚Geist des Waldes‘ beworben. In ihrem Kloster Destillierten sie dann mit viel Leidenschaft und Hingabe die Botanicals zum Tenu Gin. Auch heute noch wird der Gin in der renommierten Valamo Monastery Distillery in Heinävesi, Finnland von einem Experten Team produziert sowie abgefüllt. Neben den besonderen Botanicals  wird ebenfalls reinstes Quellwasser als Grundlage für den Tenü Gin verwendet. Read the rest of this entry »

 

Karibischer Flair – Gosling Rum aus Bermuda

07 Okt

Karibischer Rum

Gosling’s Bermuda Rum – since 1806
Heute existiert das Unternehmen bereits in der 8. Generation. Alles begann 1806 als James Gosling mit seinem Schiff von England nach Amerika reisen wollte. Irrtümer von Besatzern waren zu damaliger Zeit kein allzu großes Wunder. Aber auch unglückliche Zufälle spielten beim ‚falschen‘ Anlegepunkt eine entscheidende Rolle: Windstille und eine auslaufende Charterfrist nach 91 Tagen auf See zwangen die Besatzung den nächstgelegensten Hafen anzusteuern. In diesem Fall war das der Harfen St. Georgs, Bermuda. Anstatt abzuwarten und weiter zu reisen, entschloss man sich einfach kurzerhand hier zu bleiben. Und da James ein Mann er Taten war, eröffnete er gleich im Dezember 1806 auf der Kings Road von St. George sein Geschäft. Als Sohn eines Spirituosen- und Weinhändler aus London war James natürliche bereits mit der Materie bekannt und schnell viel sein Interesse auch auf das Lieblingsgetränk der Einheimischen: Rum. Read the rest of this entry »

 

Norwegischer Harahorn Gin

01 Aug

Newcomer aus Norwegen
Heute gibt es einen ganz besonderen Bericht über einen Gin aus Norwegen. Allein schon diese Herkunft hebt den Gin von der Masse ab, denn aus den skandinavischen Ländern kommen nicht viele Wacholderbrände.
Harahorn Gin fasziniert nicht nur durch einen außergewöhnlichen, nordischen Geschmack, sondern bringt auch eine besondere Geschichte mit, die sich hinter dem Namen Harahorn versteckt.

Harahorn
Ein außergewöhnlicher Name, der gleich zwei Bedeutungen hat:
Zum einen steht er für einen Berg in Hemsedal, zum anderen ist das Harahorn ein sagenumworbenes Fabelwesen aus der norwegischen und nordamerikanischen Mythologie (hier ist er als Jackalope bekannt). Es ist ein Hase mit dem Geweih eines Gabelbockes, dem man nachsagt sehr scheu zu sein und der deshalb allerdings nie von einem Menschen gesehen worden ist. Read the rest of this entry »

 

Miodula Presidential Vodka Likör

30 Jun

Miodula Presidential Vodka Liqueur 0,5L 40%

Liebe Drinkology Leser/innen,

wenn Sie an Wodka denken, mit welchem Lands assoziieren Sie diesen dann? Den meisten fällt das wohl als erstes Russland oder zumindest eins der Osteuropäischen Länder ein. In dieser Richtung sind Sie da auch genau richtig, denn in unserem heutigen Artikel geht es um einen Wodka der aus Polen kommt. Um genau zu sein um den Miodula Presidential Vodka.

Miodula
Die Geschichte von Miodula reicht weit zurück, man kann sagen bis ins 5. Jahrhundert v. Chr. Miodula steht nämlich in enger Verbindung zum Teschener Land und den dort lebenden Menschen der Lausitzer Kultur. Das Herzogtum der Teschen entstand in der Zeit der Piasten-Könige, welches der östliche Teil des heutigen Schlesiens ist. Dieses Land war sehr war sehr beliebt, denn zum sicheren Leben ist so ein Burgberg natürlich zu damaliger Zeit enorm von Bedeutung gewesen. Deshalb wurden die Teschener nach Jahrhunderten von den Skythen aus Asien ihrer Heimat beraubt, diese mussten dann wiederum aber den Kelten weichen. Die eigentliche Geschichte ist aber auf die umliegenden Bewohner der Siedlungen zurückzuführen. Sie waren Jäger und Sammler und erkannten schnell, dass Bienen ganz schön nützlich sein können. So begannen sie den Honig aus den Baumstämmen zu sammeln und eine Art Trank daraus herzustellen. Damals war dieser natürlich noch nicht so wie Miodula heute ist, aber man sagte ihm heilende Kräfte nach und es war so ein süßer, heilender Honigsirup, der mit frischem Regenwasser vermischt war. Read the rest of this entry »

 

Flüssiges Gold aus Japan

08 Jun

The Hakushu Single Malt Whisky 12 Jahre

Japanischer Whisky

Wer nach einem ganz besonderen Whisky sucht, wird nicht nur in der Abteilung der schottischen & irischen Whiskys fündig. Denn wo zuvor noch in größerem Stil genau diese Whiskys nach Japan importiert wurde, findet heute immer mehr innländischer Whisky Einzug in die Regale. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich eine eigene Whiskykultur und Industrie. So hat japanischer Whisky nicht nur auf dem Weltmarkt immer mehr Aufmerksamkeit bekommen, sondern auch von den Japanern selbst immer mehr Zuspruch bekommen. Zurück zu führen ist dieses Interesse wohl auf eine lokale Seifenoper ‚Massan‘ die über die Anfänge der japanischen Whiskey-Produktion geschrieben wurde. Diese Anfänge gehen zurück bis ins Jahr 1899, wo Shinjiro Torii die ersten Imitationsversuche von importiertem Whisky startete, denn bis da galt Whisky als Statussymbol und war nicht für jedermann erschwinglich. Torii, der Gründer der Destillerien und sein Masterblender hatten einen außergewöhlichen Geruchssinn, der zu Beginn von großem Wert war. Shinjiro Torii wurde auch als „Die Nase von Osaka“ bekannt, was er seiner großen Nase zu verdanken hatte. Read the rest of this entry »

 

Citadelle Gin

31 Jan

Die Flut der Gins die auf den Markt drängen scheint nicht abzureißen… Nahezu wöchentlich erscheinen neue Produkte und selbst Sammler und Spirituosenliebhaber tun sich schwer hier den Überblick zu bewahren. Doch genauso laut wie viele Produkte auf dem Markt erscheinen, so leise verschwinden sie auch wieder. Nur wenige Gin-Marken haben es in den letzten Jahren geschafft sich nachhaltig zu etablieren und haben sich ihren festen Platz in den Backboards der international Top-Bars gesichert.

Eine dieser Marken ist der französische Citadelle Gin!

Hinter Citadelle Gin steht der französische Unternehmer und Master Blender Alexandre Gabriel, welcher sich auch für Cognac Pierre Ferrand und Plantation Rum verantwortlich zeichnet. Dieser schloss sich 1989 mit einer der eingesessensten Winzerfamilien der Cognac-Region zusammen um dem altehrwürdigen Château de Bonbonnet neues Leben einzuhauen und von diesem als Sitz des Unternehmens seine Produkte international zu vertreiben.

Eines der wichtigsten Produkte des Hauses ist dabei der Citadelle Gin, dessen aktuelles Rezept auf eine Rezeptur aus dem 18. Jahrhundert zurückgeht. Damals – genauer gesagt 1775 – verlieh nämlich König Louis XVI den Herren Stival und Carpeau das Recht die erste französische Gin-Destillerie in der alten Zitadelle von Dünkirchen zu eröffnen. Wichtig war Alexandre Gabriel von Anfang an, die althergebrachten und sehr traditionellen Destillationsmethoden der Region zu bewahren, weshalb für den Citadelle Gin dieselben Brennblasen wie bei der Cognac Produktion zum Einsatz kommen. Diese speziellen „Charentaiser Brennblasen“ fassen dabei nur ca. 200 Liter und werden durch offenes Feuer beheizt, was ein gewisses Feingefühl bei der Produktion erfordert. Read the rest of this entry »

 

Die Geschichte von Seagram’s

14 Jan

Auch wenn der Seagram’s Konzern nicht mehr existiert, möchten wir in unserem heutigen Blogeintrag gerne auf die Geschichte dieser einst so großen Firma zurückblicken aus deren Portfolio viele auch heute noch weltweit bekannte Marken hervorgegangen sind.

Die Geschichte von Seagram’s reicht zurück bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts, als Joseph Emm Seagram – ein Sohn englischer Einwanderer –  Leiter der Granite und Waterloo Mill in Kanada wurde, in denen, wie zu der damaligen Zeit üblich, der Getreideüberschuss zu Alkohol destilliert wurde. Die Brennerei hierzu wurde im Jahr 1857 errichtet und Joseph E. Seagram war als Partner beteiligt, bevor er das Unternehmen 1883 übernahm und in Joseph E. Seagram & Sons umbenannte. Im gleichen Jahr wurde der Seagram’s 83 auf den Markt gebracht, welcher als erster Blend und Markenwhisky des Landes gilt und von dem die damals noch junge Firma große Mengen in die USA exportierten. Im Jahr 1911 erfolgte schließlich eine Umbenennung in Joseph E. Seagram & Sons Ltd. und der auch heute noch gefragte Whisky Seagram’s V.O. wurde auf den Markt gebracht. Ein vollmundiger Blended Whisky, der insbesondere durch seine charaktervollen Würzaromen und Zitrusnoten zu überzeugen weiß. Joseph Seagram starb im Jahr 1919 und seine Söhne verkauften die Firma an den Geschäftsmann Samuel Bronfman, welcher 1928 eine Kooperation mit der schottischen Firma Distillers Company Ltd. einging, wobei vermutet wird, dass die Prohibiton eine große Rolle bei dieser Entscheidung spielte, da kanadische und schottische Whiskies in dieser Zeit entsprechend gefragt waren. In dieser Zeit erwarb Canadian Whisky einen hervorragenden Ruf in den USA, was Seagram’s zu weiteren Expansionen verhalf und sicherlich ein Grund dafür war, dass der Seagram’s Seven Crown Whisky im Nachbarland eingeführt wurde. Der Seagram’s Seven Crown Whisky hat insbesondere in Europa eine große Anhängerschaft und besitzt einen würzigen Roggengeschmack.

Daraufhin folgten boomende Jahre für Seagram’s und es wurde u.a. in Louisille, Kentucky eine neue Destillerie gebaut und in den folgende Jahren weitere Brennereien übernommen. In diesen Destillerien wurden u.a. der Four Roses Bourbon Whiskey sowie der Eagle Rare Bourbon erzeugt. Mit insgesamt sieben Destillerien in den USA wurde ein florierender Umsatz erwirtschaftet, was es erlaubte 1959 an der noblen Park Avenue in New York ein imposantes Verwaltungsgebäude zu errichten. In dieser Zeit wurden wiederum neue Marken wie der legendäre Crown Royal Whisky geschaffen, welcher vielen als Flaggschiff von Seagram’s galt. Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde schließlich Chivas Brothers erworben, womit der Einstieg in Schottland geebnet wurde, wo Seagram letztendlich neun Destillerien und mehrere Abfüllanlagen besaß. Die Expansion sollte allerdings weitergehen und so wurden Joint Ventures in Thailand, China und Japan eingegangen, Whisky in Neuseeland gebrannt und Gin, Wodka und Sekt (z.B. Mumm) vermarktet.

Der Konzern blieb allerdings nicht allein im Getränkebereich tätig, sondern versuchte sich auch im Filmgeschäft und bekannten Firmen wie Universal Studios und deren Mutter MCA wurden in den Konzern eingegliedert und um dieses zu stärken große Marken wie Mumm und Sandeman veräußert. Letztendlich entschied sich das Management allerdings dazu, die gesamte Firma zu veräußern und die Wettbewerbshüter der USA stimmten am 21.12.2001 der Übernahme durch ein Konsortium aus Diageo und Pernod Ricard zu, was die französische Firma zum drittgrößten Getränkekonzern der Welt aufstiegen ließ und die Geschichte von Seagram’s enden ließ.