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Archive for the ‘Lexikon’ Category

Angel’s Nectar Whisky

17 Okt

Blended Malt Whisky
Whisky unter dem Namen Angles Nectar ist der Kategorie ‚Blended Malt Whisky‘ zuzuordnen. Was heißt das genau? Deutlich wird der Unterschied im direkten Vergleich zum Blended Whisky. Beim ‚normalen‘ Blended Whisky können die verwendeten Whisky aus den verschiedensten Ländern stammten und miteinander vermählt werden, dabei kann jeder Whisky aus gemälztem Getreide (Grain Whisky) oder ungemälztem Getreide(Malt Whisky) hergestellt werden Für einen Blended Malt Whisky wird ausschließlich Whisky aus schottischen Brennereien, zum Teil auch aus unterschiedlichen Regionen, verwendet und miteinander vermählt.
Highfern Ltd
Highfern ist ein unabhängiger Abfüller für Whisky, Gin & Rum. Unter den bekanntesten Marken ist neben Langatun Swiss Single Malt Whisky oder Strane London Dry Gin auch der Angel’s Nectar Blended Malt Whiksy. Zuzuordnen ist dieser eben der eher kleinen Kategorie der Blended Malt Whiskys.Um dieser Kategorie mehr Aufschwung zu verleihen, hat es sich Robert Ransom als unabhängiger Abfüller mit Highfern zur Aufgabe gemacht, einen besonderen Whisky zu kreieren, der die verschiedenen Stile von Scotch Whisky präsentiert.
Namensgebung

Den Namen ‚Angel’s Nectar‘ hat der Whisky dem sogenannten Angel’s share. Dies ist der Teil des Whiskys, der bei der Lagerung in den Holzfässern auf natürliche Weise verdunstet. Ins Deutsche übersetzt bedeutet es so viel wie ‚Engelsanteil‘ oder ‚Schluck der Engel‘. Wie hoch dieser Anteil ist, hängt von mehreren Faktoren wie Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit oder der Größe es Fasses ab.
Zu Beginn der Whisky Herstellung konnte man sich diesen natürlichen Vorgang noch nicht plausibel erklären, aber es brauchte eine Erklärung für den verschwindenden Whisky. Da man zur damaligen Zeit bekannterweise sehr gläubig war, wurden schnell die durstigen Engel für den fehlenden Anteil verantwortlich gemacht.
Mit dem Angel’s Nectar soll dieser Anteil bei der Verkostung wieder zum Leben erweckt werden.
Die Abfüllungen
Die erste Abfüllung des Angel’s Nectar – Original wurde als Blended Malt Whisky abgefüllt. Dazu bediente man sich sorgfältig ausgewählter Speyside sowie Highland Malt Whisky. Mit einer Stärke von 40%vol. ist er recht mild im Geschmack und wirkt nicht zu alkoholisch. Das Aroma dieses Malt’s bewegt sich zwischen leichten Noten von Vanille und gedünsteten Äpfeln. Im Hintergrund sind Noten von Heidehonig und Zitrone wahrnehmbar. 

Eine weitere Abfüllung präsentiert sich mit dem Namen Angel’s Nectar – Rich Peat Edition. Dieser wurde mit einem etwas höheren Alkoholgehalt, genau genommen 46%vol, abgefüllt. Der Name sagt den Unterschied zum Original bereits aus: der Rich Peat ist stark getorft. Es wurde für den Blend eine feine Auswahl an Highland Malts getroffen, die für ihren starken Torf Charakter bekannt sind. Diese kräftigen Noten stehen auch deutlich im Vordergrund, erinnern an ein wärmendes Kaminfeuer und irgendwo im Haus werden Bratäpfel zubereitet. Auch etwas süßliche Zartbitterschokolade ist zu vernehmen.

Die letzte auf dem Markt erschienene Abfüllung ist eine Islay Edition, ein Single Malt mit deutlichen aber zugleich sanften Torf- und Rauchnoten. Die Whiskys stammen alle aus tollen Islay Destillerien und ergeben zusammen einen 47%vol. Blended Malt. Torfnoten sind auch hier im Focus, jedoch zeigen diese sich im Vergleich zum Rich Peat deutlich sanfter. Ein feines Aroma von gebackenen Bisquits bringen eine süßliche Note mit.

 

Spencerfield Spirit Company

10 Aug


Mit einer zurückliegenden Geschichte von 250 Jahren kann die Spencerfield Spirit Company mit Recht behaupten, dass Sie einer der Brennereien mit der meisten Erfahrung sind. Angefangen hat alles im 16. Jahrhundert umgeben von prächtigen Weizen- und Gerstenfeldern und mit der Produktion von Whisky. Mit Stolz kann man ebenso behaupten, seit der Gründung von Whisky Liebhaber Alex Nicol, der ebenfalls Marketingdirektor bei Glenmorangie war, seit jeher ein eng mit dem Lang verbundenes und mit Leidenschaft geführtes Familienunternehmen zu sein.
Edinburgh Gin
Nachdem es viele Jahre verboten war, Gin herzustellen bekam die Spencerfield Spirit Company als einzige von acht Destillerien eine Lizenz für die Legale Herstellung vom Wacholderbrand. Unter dem Namen Edinburgh Gin wird seit 2010 der gleichnamige Edinburgh Gin vertrieben. Bei diesem Produkt setzt man neben den typischen, klassischen Botanicals wie Wacholder oder Koriandersamen auch typisch schottische Pflanzen ein. Das sind unter anderem Heidekraut oder aber auch Mariendistel aus den schottischen Highlands. Ebenfalls sehr bemerkenswert ist, dass die Rezeptur mindestens genau so alt wie die Geschichte der Brennerei sein soll und im Herstellungsprozess auch ein Kupferkessel verwendet wird, der ebenfalls an die 200 Jahre alt ist.

Produktportfolio
Neben dem ganz klassischen Edinburgh Gin hat es sich die Brennerei jedoch zur Aufgabe gemacht, den künstlerischen Tough den die Stadt durch Wissenschaftler, Künstler, Philosophen und Erfinder hat, im Gin wieder zu spiegeln und in der Herstellung stets innovativ zu sein.
Über die Jahre entstand so verschiedenste Geschmacksrichtung, einige davon sind bereits in unserem Shop zu finden.  Grob kann man die Sorten in zwei Kategorien einordnen: Fruchtig und Herb.

Fruchtige Gin Sorten:
Edinburgh Rhubarb & Ginger Gin
Dieser Gin spricht eher ein Publikum an, welches auf fruchtige und nicht so herbe Gin Sorten steht. Durch die Mazeration von frisch geerntetem Rhabarber im Frühjahr zusammen mit frischem Ingwer und Zitronenschalen entsteht ein Gin mit feinem, fruchtig- saurem Aroma. Dabei ist es den Master Destillern gelungen, eine perfekte Harmonie zwischen den ja an sich bereits sehr kräftigen Aromen zu finden.
Edinburgh Raspberry Gin
Für den Edinburgh Raspberry Gin wurden zu 100 Prozent schottische Himbeeren verwendet! Die Region um Perthshire ist besonders bekannt für das perfekte Klima, um Himbeeren anzubauen. Sie werden in der Erntezeit von Hand verlesen und anschließend einen Monat im Basis- Gin mazeriert. So kann der Gin den natürlichen Farbstoff der Beeren lösen und eine Zugabe von Farbstoff wird hinfällig. Auch das fruchtig- süße Aroma der Himbeeren kann in Ruhe seinen feinen Geschmack abgeben.
Edinburgh Gooseberry & Elderflower
Auf Deutsch übersetzt steht Gooseberry für Stachelbeere und Elderflower für Holunderblüten.  Entstanden ist ein spritziger, aromatischer Gin, der sich bestens für einen leichten Gin Tonic an warmen Sommertagen eignet.

Herbe Gin Sorten:
Edinburgh Seaside Gin
Dieser Gin ist in Kooperation mit dem Brau- und Destillationszentrum MSC der Heriot- Watt University, Edinburgh entstanden. Sie spiegelt den rauen Geschmack der Ostküste wider. Besondere Botanicals die hier Verwendung fanden sind unter anderem Bodenefeu oder Blasentang. Geschmacklich ist der Seaside Gin sehr mineralisch und Kräuter lastig, jedoch sind hier auch dezente florale Noten erkennbar.
Edinburgh Lemon & Jasmin
Auch beim Lemon und Jasmin Gin bildet zunächst der Edinburgh Gin die Basis. Bei dieser Variante wurde dieser mit frischen Noten von Zitrone sowie würzigem Aroma von Jasmin verfeinert. So bietet sich ein herbes- florales Aroma, begleitet von bitter- fruchtigen Noten durch Zitrone.
Edinburgh Distillers Cut
Der für den Travel Retail Markt entwickelte Distillers Cut wurde mit Botanicals aus bis zu 11 Ländern verfeinert. Geschmacklich bewegt er sich zwischen fruchtig- herben Noten, die durch Botanicals wie Valence Orange, Lavendel und weiteren Gewürzen stammt.
Edinburgh Cannonball
Hierbei handelt es sich um einen Navy Strength Gin. Er zeichnet sich durch kräftig Wacholder- sowie Zitronenaromen aus, die bis ins Finish von einer anhaltenden Würze begleitet werden. Er soll den Historischen Gin- Stil wiederaufleben lassen sowie an das Erbe der Marine Kanonen und der berühmten ‚Ein- Uhr Kanone‘ erinnern.

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Und nun noch ein kleiner Trip- Tip zuletzt:
Sollten Sie einmal einen Reise in die Highlands und vor allem aber nach Edinburgh machen, sollten sie unbedingt Ausschau nach der ‚Heads & Tales Bar‘ im lebhaften Zentrum der schottischen Hauptstadt Edinburgh halten, denn diese Bar gehört ebenfalls zur Edinburgh Gin Destillerie und zieht nicht nur Einheimische durch seinen urigen, gemütlichen Charm ein.  

 

Domaine Eyguebelle – Ælred

20 Jul

Drôme Provencale entdecken
Die wunderschöne Landschaft, geprägt von Olivenhainen, Lavendelfeldern und Rebgärten, die nach dem Erreichen von Montélimar das Auge erfreuen, deuten auf den Anfang der Drôme Provencale hin. Durch die Breitengrade befindet man sich bereits in mediterranem Klima und hört man hier die Einheimischen sprechen merkt man schnell, wie südlich man hier unten ist. Nicht nur die kleinen, verzauberten Dörfer, das Schloss von Grignan oder die bekannte Wein- Universität sind hier beheimatet. Auch viele Kirchen und Klöster aus längst vergangenen Zeiten, allen voran die Abtei von Aiguebelle, sind sehr sehenswert.
Abtei Notre Dame d’Aiguebelle
In der Gemeinde Montjoyer in einem Naturschutzgebiet, auf dem Weg von Montélimar nach Grignan, liegt das bereits im
12. Jahrhundert gegründete Kloster.Für den Namen des Klosters gibt es aufgrund seiner Lage am Zusammenfluss von drei Bächen, eine ganz einfache und vor allem eindeutige Übersetzung: EYQUE, bedeutet Wasser und ist aus dem Lateinischen Aqua abgeleitet, ebenso bezieht sich EYQUE auf den Namen eines Flusses, welcher durch Nyons fließt. BELLE bedeutet Schönheit/Reinheit.
In seinem Jahrhundertelangen Bestehen hat das Kloster viel miterleben müssen, z.B. wurde es während der Konfessionalisierung im 16. Jahrhundert zum Teil schwer beschädigt und war oftmals auch lange Zeit unbewohnt. Erst nach 1815 ließen sich dort wieder fest eine Gemeinschaft der Zisterzienser- Trappistenmönche nieder. In dieser Zeit diente das Kloster den verschiedensten Zwecken:
Im ersten Weltkrieg als Krankenhaus für Soldaten, als Unterkunft für jüdische Flüchtlinge oder aber auch als Produktionsort für diverse Lebensmittel wie Schokolade, Marmelade oder eben Kräuterspirtuosen für die die Destillerie heute Weltbekannt ist.
Von Aiguebelle nach Eyguebelle
Seit der Entstehung des Klosters beschäftigten sich die Ordensbrüder mit der Natur, die sie umgibt, daher sind die seit über 1000 Jahren Spezialisten im Umgang mit Kräutern und Pflanzen. Viel wurde ausprobiert und Rezepturen über Generationen weitergegeben, sodass man heute noch nach Original Rezepten der Mönche arbeitet. Mit ihren Produkten richtet sich die Destillerie an ein anspruchsvolles Publikum und Produkte sind von aller höchster Qualität.  
1996 wurde das ‚Unternehmen‘ Aiguebelle zu einer Fabrik, in der der Religiöse Einfluss weniger von Bedeutung war. In diesem Zuge änderte sich auch der Name von Aiguebelle nach Eyguebelle, was heute die neuen Alkoholmarke Aelred symbolisiert.
Viel Wert wird aber weiterhin auf Regionale Produkte in der Produktion gelegt, also bliebt man trotz der Änderungen innerhalb der Abtei tätig, denn seit Jahren werden Partnerschaften zu umliegenden Obstbauern gepflegt. Eyguebelle kann so ein authentisches, französisches Produkt liefern, verzichtet so dabei auf jegliche Art von Aroma- oder Farbstoffen. Und selbst auf das kleinste Detail kommt es an: In den Spirituosen finden z.B. auch kein herkömmlicher Kristallzucker Verwendung, selbst hier setzt man auf unbehandelten Rohrzucker von Partnern.
2006 war es nötig, neue Wege zu gehen. Wenige Kilometer von Klostergeländer entfernt, in Valaurie wurde ein neuer Standort eröffnet mit mehr technischem Einfluss.
Keinesfalls hat die Destillerie dadurch jedoch die Leidenschaft zur Tradition und zur Lebensweise Südfrankreichs verloren – Leidenschaft für Handwerkliche Arbeit und exquisite und authentische Produkte mit dem typisch Provenzalischen Charakter bleiben erhalten!

Produktportfolio Eyguebelle
Das Augenmerk liegt auf Sirup sowie Likören. Das Herzstück der Destillerie sind die Kräuterliköre. Sie werden nach Originalrezepturen der alten Ordensbrüder destilliert. Besonderheit: für einen einzigen Likör werden bis zu 55 verschiedene Pflanzen und Kräuter für destilliert, die aus einem großen Herbarium von an die 100 unterschiedlicher Pflanzen, Kräuter und Gewürzen stammen.

Die neue Alkoholmarke von Eyguebelle – Aelred steht hingegen für hochprozentigere Spirituosen. Dieses Portfolie erstreckt sich über eine größere Auswahl:
Von Fruchtbasierten Appetitiven über Anisapperitiven, wie dem in Frankreich sehr bekannten Pastis, bis hin zu hochprozentigen Fruchtlikören oder gar Gin.

 

The Legendary Silkie Irish Whisky

02 Jun


Drioglann Shliabh Liag Destillerie
James Doherty, der auf der Suche nach Arbeit über Glasgow rüber nach England siedelte und sogar mit einer Frau in Malawi für 6 Jahre auf einer Teeplantage arbeitet, hat nie seine wahren Wurzeln vergessen, nämlich die im Südwesten Donegals irgendwo bei Carrick und Kilcar. Immer war da ein Gefühl von Heimatlosigkeit. Der erste Schritt zurück war nach Englan, um für William Grant & Sons zu arbeiten, auch bei Glenfiddich hatte er seine Finger mit im Spiel. Einige weitere Stationen folgten, bis er letztlich jedoch den Schritt zurück wagte und in seine Heimat zurück kehrte um dort seinen um den Wunsch nachzugehen eine eigene Brennerei zu bauen und dann noch in seiner Heimat Donegal, die bereits eine Whisky Geschichte hat. Seit über 175 Jahren ist die Whisky Brennerei nun also erstmals die ‚Erste‘ Whisky Destillerie in Donegal und diese soll natürlich auch den alten Charakter von damals wiederbringen. Angefangen haben James und seine Frau jedoch mit Gin ‚An Dulaman‘ heißt dieser, denn erst nach einem Standortwechsel und der Vergrößerung der Destillerie konnte man sich auch der Herstellung von Whisky widme.

Zwei besonders zu erwähnender Whisky Produkte aus dem Sortiment der Shliabh Liag Destillerie sind der The Legendary Silkie Irish Whisky sowie der The Legendary Silkie Whisky Dark.

The Legendary Silkie Irish Whisky
Der unvergleichlich weiche irische Whisky mit einem leichten Charakter ist inspiriert von den Geschichten um die mythischen ‚Selkies‘ – Robben, die rund um die Küste von Donegal lebten. Es wird erzählt, dass sie ihr Fell ablegen und sich an Land in Menschen verwandeln. Diesen wandlungsfähigen, leichten Mischwesen ist dieser Whisky gewidmet. Es ist ein Blend aus doppelt sowie dreifach destilliertem Single Malt, Soft Grain Whisky und etwas getorftem Malz, wofür die Region bekannt ist. Durch den Verzicht auf Kühlfilterung ist der Silkie Irish Whisky behält er seinen vielfältigen Charakter und sein weiches Mundgefühl.
Der Focus wurde hier auf ein frisches- fruchtiges Aroma gesetzt: grüner Apfel und reife rote Früchte mit sanftem Rauchen bilden das Bouquet, welches in ein wärmend würziges Finish übergeht.

Ein Tipp für die Verköstigung:
Probieren Sie doch mal einen Silkie Rua aus, ein Cocktail bestehend aus The Legendary Silkie Irish Whisky und einem guten Schluck hochwertigem Ginger Ale. Etwas Eis für die Frische und on Top einige Orangenzesten.

The Legendary Silkie Irish Whisky Dark
‚Dark‘ ist das zweite Produkt in der Collection mit dem Namen ‚The Legendary Silkie Irish Whisky‘. Er unterscheidet sich insofern vom Anfangsprodukt Silkie Whisky, dass diese nach der Destillation in Sherryfässern reift. Er wird außerdem mit einem Phenolgehalt von 22 ppm abgefüllt und hat einen süß-rauchigen Charakter. Wie auch das erste Whisky Produkt der Destillerie ist der Silkie Irish Whisky Dark ein Blend, so wird dieser mit einem doppelt Destilliertem Single Malt aus Bourbonfässern sowie einem Soft Grain Whisky vermählt.
Beim Nosing zeigen sich erstmals frische Noten von Äpfeln darauf folgen herbe Aromen wie Tabak und auch das Raucharoma kommt deutlich zur Geltung. Am Gaumen dann zeigt sich der Silkie Dark sehr weich und bietet süße Aromen wie Salzbutterkaramell oder dunkle Schokolade aber auch die gehoffte würzige Rauchigkeit gepaart mit Leder und Eichenholznoten kommen zum Vorschein. Im Finish dann wirkt der Silkie Dark leicht wärmend und erinnert an rauchiges Malz und Erdnussbutter.


Was jedoch wiederum beide Whiskys verbindet, ist die handwerkliche Herstellung, denn jede Flasche, die die Brennerei verlässt, ist von Hand abgefüllt und ebenfalls beschriftet.

 

Santiago de Cuba Rum

16 Mrz

Santiago de Cuba – die Wiege des kubanischen Rum’s
Im warmen Südosten der Insel Kuba, direkt am Naturhafen gelegen, befindet sich die ehemalige Hauptstadt der Insel. Durch die 1529 entdeckten Kupferminen erlangte die Stadt damals einiges an Reichtum und Bedeutung. Aber bereit 30 Jahre später, verlegte man die Hauptstadt in das damals ebenfalls sehr florierende, aber knapp 900 km entfernte Havanna und Santiago de Cuba verlor an Bedeutung.
Erst zum Ende des 18. Jahrhunderts erlangte die Stadt durch französische Einwanderer, die vor der Sklaverei auf Haiti geflohen waren, neue ökonomische Anreize. Es handelte sich bei den Einwanderern hauptsächlich um Zucker- sowie Kaffeefarmer, die ein ausgeprägtes Wissen um den Anbau beider Produkte mitbrachten. Schnell entwickelte sich Santiago de Cuba wieder zu einem der wichtigsten Anlaufpunkte für Sklavenschiffe aus Westafrika.
Der Spanier Facundo Barcadi wittere seine Chance, hier mit einer Rum Fabrik Fuß zu fassen und wie jeder weiß, lag er damit goldrichtig. Innerhalb kürzester Zeit wurde Barcadi Rum zu einem weltweit gefragten Exportprodukt.

Rum seit Ende des 17. Jahrhunderts
Die Ursprüngliche Form von Rum hat mit den Produkten, die wir heute kennen, nichts mehr zu tun. Damals war es ein Zufallsprodukt, das bei der Gärung von Melasse ein Destillat entstand. Ohne Alterung und man vermutet mit vollem Alkoholgehalt, wurde der damalige ‚Rum‘ konsumiert. Erst zu einem sehr viel späteren Zeitpunkt, Mitte des 19. Jahrhunderts, gelang es Brennmeistern aus von Santiago de Cuba diesen Zuckerbrand mit einem ausgeklügelten Destillationsverfahren, heute bekannt als Kolonnen, einen süßeren und feiner schmeckenden Brand zu bekommen. Die offiziell erste Destillerie Kubas war Ron S.A., die 1862 mit der Produktion und Vermarktung ihres raffinierten Rums begannen. Santiago de Cuba Rum wird heute noch in der ältesten Destillerie hergestellt, gelagert sowie abgefüllt.
In der von den Kubanern selbst liebevoll genannten ‚Kathedrale des Rums‘ werden Santiago de Cuba Rums in kontinuierlichem Destillationsverfahren aus vergorener Melasse hergestellt und die Reifephasen finden im noch heute sehr gut erhaltenen Keller des Don Pancho Lagerhauses statt.

Den Geschmack der kubanischen Tradition
Extra Anejo 12 Jahre
Schon Fidel Castro soll ein Liebhaber des Santiago de Cuba Extra Anejo 12 Jahre Rum gewesen sein.
Er ist sehr mild und steht für fruchtigen Genuss. Süße und Würze sind super ausbalanciert, so ist er sehr weich im Geschmack.
Anejo Rum
Der jüngere Buder des 12- jährigen brauch sich keinesfalls verstecken. Er glänzt mit Aromen von Vanille, Toffee und dunkler Schokolade. Als Beiklang erinnert es teilweise an Noten von Tabak, was eine deutliche kubanische Note verkörpert.
Blanca Rum
Auch einen weißen Rum präsentiert die Destillerie. Hier bekommt man einen ausgewogenen und klaren Geschmack geboten. Ein Hauch Vanille und Zitrus sind die dominantesten Aromen.

 

Absinth – nicht nur von der Bar Szene wieder neu entdeckt!

21 Jan

Absinth – Eine faszinierende Spirituose
Und das nicht nur wegen seiner einprägsamen, giftig wirkenden Farbe. Seit jeher löst die gelblich- grüne Spirituose Faszination aus. Aber was genau ist es, was sie so interessant macht? In diesem Blog- Artikel möchten wir Ihnen die einst verbannte Kräuter- Spirituose etwas näherbringen und Ihr Interesse wecken.

Bekanntwerden von Absinth
Bereits um das 18. Jahrhundert rum wurde Absinth erstmals in Val de Travers, heute das Schweizer Kanton Neuenburg, als Heilmittel hergestellt und wird seit jeher vor allem in der Schweiz sowie in Frankreich hergestellt. Vor Beginn des 20. Jahrhunderts war Absinth in aller Munde und traditionell mit Wasser vermischt als die Spirituose schlecht hin erlangte sie vor allem in Frankreich große Beliebtheit. Sie war dort als ‚La fée verte‘ – zu Deutsch ‚Grüne Fee‘ bekannt und Mitte des 19. Jahrhunderts existierte die sogenannte ‚Heure verte‘ die ‚Grüne Stunde‘. In der Zeit wischen 5 und 7 Uhr am Abend galt das Trinken von Absinth als absoluter Trend. Gerade in der Künstlerszene und bei bekannten Literaten war die Kultspirituose sehr beliebt.
Einige der bekanntesten Absinth Liebhaber der damaligen Zeit waren neben Charles Baudelaire auch Vincent van Gogh, Ernest Hemingway oder Ocsar Wilde.

Die Wirkung von Absinth
So schnell es als Kultgetränk berühmt geworden war und weltweit verbreitet wurde, so schnell erlangte es auch den Ruf, eine Droge zu sein von der man abhängig würde. Auch schwerwiegende Gesundheitliche Schäden sagt man ihr zu dieser Zeit wegen des Thujon Gehalts nach. Die damals noch recht unerforschten Thujone sind Nervengifte die, und das wusste man zu damaligen Zeiten eben noch nicht, nur in höheren Dosierungen Verwirrtheit und sogar epileptische Krämpfe verursachen können. So war das Getränk also von 1915 bis fast zur Jahrhundertwende 1991 in vielen europäischen Ländern sowie der USA verboten. Heute weiß man eben, dass eine solch dramatische Schädigung der Gesundheit nicht durch Absinth direkt zustande kam, sondern dies schlichtweg auf die schlechte Qualität von Spirituosen in der damaligen Zeit sowie auf den übertriebenen Alkoholkonsum zurückzuführen war. Eine berauschende Wirkung wird also nicht durch das enthaltene Thujon im Wermut ausgelöst. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass Absinth grundsätzlich immer mit einem sehr hohen Alkoholgehalt produziert wird. Das Minimum liegt hier bei um die 55- 60 %vol. was so die üblichen Abfüllungen sind. Einige Produzenten setzten jedoch auf einen sehr viel höheren Alkoholgehalt von um die 80%vol.
Nach diesen neusten, modernen Studien wurde Absinth 1998 in den aller meisten europäischen Ländern wieder erlaubt.

Geschmackliche Zuordnung
Zuerst sollte geklärt werden, in welchen Bereich sich Absinth eigentlich einordnen lässt. Ab bestes lässt es sich als Wermutähnliche – Spirituose beschreiben. Dabei enthält sich aber deutlich mehr und ausschlaggebende Kräuter als ein eigentlicher Wermut. Zu diesen Kräutern und Gewürzen zählen sowohl Fenchel und Anis, welches hier deutlich an Lakritz erinnert. Aber wie auch bei anderen Spirituosen sind der Zugabe von Kräutern und Gewürzen hier keine Grenzen gesetzt. So gibt es Absinth mit den unterschiedlichsten Aromastoffen wie Koriander, Muskat oder Kalmus. Hauptbestandteile sind jedoch immer Wermut Anis und Fenchel.


Trinkrituale
Bis heute existieren die verschiedensten Trinkrituale für Absinth. Eine der bekanntesten dabei ist die tschechische Trinkweise oder auch unter Kennern das ‚Feuerritual‘ genannt. Hierbei wird der Absinth vor dem Verzehr angezündet. Um dieses Ritual zu zelebrieren, benötigt man ein Glas mit einem Gemisch aus Absinth und Eiswasser. Hier gilt ein übliches Mischungsverhältnis von 1:3, wer es nicht ganz so stark mag liegt mit 1:5 gut. Nun gibt man je nach Geschmack ein bis zwei Stück Würfelzucker auf einen speziellen Absinthlöffel. Der Zucker wird nun angezündet, karamellisiert und wird flüssig. Jetzt wird die Flamme gelöscht und der Löffel in das mit Absinth befüllte Glas gegeben.
Das französische Trinkritual hingegen ist etwas anders. Hier benötigt ihr wieder den speziellen Absinthlöffel. Legt ihn auf das Glas und darauf wieder nach Geschmack ein bis zwei Zuckerwürfel. Nun lasst ihr langsam 2-4 cl Absinth über den Zucker ins Glas laufen. Anschließend füllt ihr das Glas mit Eiswasser auf, welches ihr ebenfalls ganz langsam über den Zucker gießt, sodass sich dieser auflöst. Dabei opalisiert (also trübt) sich der Absinth.

Deutsche Produkte
Die Absinth Marke TABU von Felix Rauter ist das erste deutsche Unternehmen, welches sich nach dem Absinthverbot wieder auf dem Mark etablieren konnte. Man hat sich dabei auf die Herstellung nach Jahrhunderte alter Rezepturen und die Verwendung ausschließlich Natürlicher Zutaten berufen.
Weitere Top Marken, die für Absinth von sehr hoher Qualität stehen sind Eichelberger, Neuzeller sowie der Corvus Absinthe

 

Deutsche Whisky Brennereien

18 Dez

Deutscher Whisky
Wer sich etwas mit Whisky auskennt oder gar ein Liebhaber/Sammler auf diesem Gebiet ist weiß, dass es genau drei Länder gibt, die die eigentliche Whisky Branche prägen. Dazu zählt neben Irland und Schottland auch Amerika. Aber auch in Deutschland gibt es immer öfters auch Whiskys von Heimischen Brennereien in den Regalen zu Entdecken. Hier haben wir für alle Leser mal eine kleine Zusammenfassung von einigen bereits sehr bekannten deutschen Whisky Produzenten zusammengestellt, denn es gibt bereits mehr als 150 Brennereien in Deutschland, die sich auch auf die Herstellung von Whisky konzentriert haben.


Bavarian Single Malt Whisky
Die Bayern halten es wie Engländer und Schotten. Jeder will der erste gewesen sein, der mit Whisky in Verbindung gebracht wurde. So zeigt sich dies auch im Süden Deutschlands zwischen den Bayern und den Franken. Genauer gesagt betrifft dies den ‚Slyrs‘ Whisky, der vom oberbayrischen Schliersee stammt und von dem die Brennerei Lantenhammer behauptet, er sei der seit 1999 erste (und einzige!) bayrische Whisky im klassischen Rauh- und Feinbrandverfahren. Allerdings gibt es da noch Robert Fleischmann, in Franke, der bereits in paar Jahre länger, nämlich seit 1984 auf dem Gebiet der Whisky Herstellung tätig ist.
Slyrs
Getreu dem Namensgebenden Kloster das im Jahr 779, angeblich von schottischen Mönchen gegründet wurde und nachdem auch der Schliersee selbst benannt ist, hat man sich bei der Lantenhammer Brennerei dazu entschlossen Whisky fast getreu nach dem schottischen Vorbild herzustellen. Das beinhaltet, dass der Whisky aus reinem, über Buchenholz gedarrtem Gersternmalz gemacht wird und in neuen Eichenfässern für mindestens 3 Jahre reift.
Fleischmann, Robert
Er ist der direkte Konkurrent zur Slyrs Brennerei und arbeitet im fränkischen Eggolsheim mit seiner Frau zusammen. Im Frankenland ist es üblich, ein Recht auf in begrenz hergestellten Mengen Brände zu produzieren. Streng kontrolliert natürlich von den Behörden, widmen sich jedoch die meistern von Fleischmanns Kollegen der Herstellung von Obstbränden oder von Korn. Er und seine Frau hingegen wollten es jedoch einmal mit Whisky probieren. Damit fingen sie schon 1984 an, also einige Jahre vor der Slyrs Brennerei. Zuerst sollte dieser Whisky ausschließlich in seiner Kneipe zugänglich sein. Nachdem die Nachfrage danach jedoch stetig stieg, fügte man sich der Dinge. So ist der Fleischmann Whisky heute auch andernorts zugänglich.

West Deutschland
Auch hier gibt es einen bekannteren Whisky, den Mc Raven Single Malt aus dem beschaulichen Sauerland. Zwischen Bergen, Hügeln und Tälern wird hier in Kallenhardt aus einer einst aus der Garage entstandenen Brennerei heute in größerem Stil neben Bränden und Liköre auch Whisky produziert.
Das Besondere an diesem Sauerländer Whisky: er reift in alten Rotwein Bourbon Fässern nach und gewann bereits 2018 Silber beim Internationalen Wein-/Spirituosenwettbewerb. Hinter der Sauerländer Edelbrännerei stecken zwei Familien, die aus hochwertigen und regionalen Rohstoffen besonders Edle Spirituosen herstellen.

Whisky aus dem Harz
Aber auch aus dem Herzen Deutschlands, dem Harz gibt es einen Whisky zu entdecken. Vertrieben von der Brennerei Hercynian Distilling Co. / Hammerschmiede. Sie ist bereits seit 1985 auf Spirituosen konzentriert. Seit 2002 ist man auch hier mit Whisky im Geschäft. Zu den Marken der Brennerei gehörten vier sehr unterschiedliche Whiskys: WILLOWBURN, ELSBURN, THE ALRIKE, EMPEROR‘S WAY. Alle unterscheiden sich in Aroma sowie Geschmack und Würze deutlich voneinander.


Brauerei & Brennerei Eschenbräu
Genauso gut gibt es jedoch aber auch einen Whisky aus unserer Hauptstadt. Die sich in Berlin Wedding befindliche Brennerei ist vor allem für Bier bekannt, hat sich jetzt aber eben auch der Whisky Herstellung verschrieben. Man steht für den besonderen Geschmack auf Calvados, Sherry oder Weinfässer und lässt sich anschließend vom Ergebnis überraschen


Sie sehen also, dass es auch vor unserer Haustür bedeutend viele Whiskys gibt. So sollte man doch auch diesem immer größer werdenden Regionalen Markt eine Chance geben, hinter den Marken stecken wirklich wahre Schätze, die man nicht verachten sollte.