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Posts Tagged ‘rum online’

Angosturabitter und Angostura Rum

29 Okt

Angostura Rum 1919Liebe Drinkology-Leser,

heute möchten wir uns der Geschichte des berühmten Angosturabitter und des Angostura Rum widmen.

Diese Geschichte beginnt am 22. November 1796 als Johann Gottlieb Benjamin Siegert im schlesischen Groß Walditz, bei Löwenberg geboren wurde. Der junge Siegert widmete sich in Berlin einem Studium der Medizin und konnte, unter anderem durch die Teilnahme an der Schlacht bei Waterloo, einen bedeutenden Rang in der preußischen Armee erreichen, in der er später als Stabsarzt diente. Nach dem Ende des Krieges begab sich Siegert im Jahr 1920 nach Südamerika wo gerade die Unabhängigkeitskriege tobten. Er schloss sich den Separatisten unter der Führung von  Simón Bolívar an, die gegen die spanische Krone kämpften.

Auf Grund seiner Fähigkeiten ernannte Bolívar Dr. Siegert zum Generalstabsarzt seines Militärkrankenhauses in Guyana. Dr. Siegert eröffnete auch Wunsch von Bolívar außerdem ein Lazarett in der Stadt Angostura (heute Ciudad Bolívar). Nachdem Bolívar im Jahr 1821 Angostura westwärts verließ, blieb Dr. Siegert in der Stadt und begann mit Forschungen an tropischen Kräutern um daraus ein Tonikum gegen die vorherrschenden Tropenkrankheiten wie Cholera, Typhus und Denguefieber zu entwickeln. Nach vierjähriger Forschungsarbeit war sein Kräutertonikum fertiggestellt und half dabei die fiebrigen Infektionen von Bolívars Truppen zu senken.

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Professor Cornelius Ampleforth Branded Spirits

27 Sep

Professor Cornelius Ampleforth Rumbullion Navy StrengthProfessor Cornelius Ampleforth Branded Spirits

In der internationalen Spirituosen-Szene ist Cornelius Ampleforth seit Jahren als „verrückter Professor“ bekannt. Der Engländer experimentierte in den heimischen vier Wänden schon lange mit außergewöhnlichen Zutaten und Herstellungsmethoden und konnte sich mit seinen Produkten schnell einen guten Ruf in den lokalen Bars erarbeiten. Die positive Resonanz ermutigte ihn ihm Herbst 2011 schließlich den Weg in die Selbstständigkeit zu wagen. Seitdem brodelt und blubbert es in seiner kleinen Manufaktur rund um die Uhr in zahlreichen Fässern und Gefäßen. Der Erfindergeist des Professors scheint dabei keine Grenzen zu kennen und er überrascht die Konsumenten und die Konkurrenz mit stets neuen und innovativen Produkten. Seinen Fokus legt Professor Cornelius Ampleforth dabei auf alte Spirituosen-Kategorien die er qualitativ ins 21. Jahrhundert bringt. Qualität ist ein wichtiges Stichwort in den Laboratorien von Cornelius Ampleforth. So sucht er die Zutaten für seine Produkte stets selbst aus und achte darauf nur die besten Ingredienzien einzukaufen. Desweiteren werden seine Spirituosen größtenteils in extrem kleinen Chargen von nur 30-60 Flaschen hergestellt. Durch diese Form der Limitierung ist es dem Professor möglich durch ständige sensorische Kontrolle den Zustand seiner Alkoholika ständig optimal zu überwachen. Die Abfüllung kann dann zum bestmöglichen Zeitpunkt erfolgen und Sie als Kunde haben die Gewissheit steht das beste Produkt in der Flasche zu haben. Gerne möchten wir Ihnen einige Abfüllungen von Professor Cornelius Ampleforth näher vorstellen. Einen Überblick über das gesamte Portfolio des „verrückten Professors“ finden Sie HIER.

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Prichard’s Destillery – Feinster Rum und Whiskey aus Tennessee

31 Aug

Prichards Double Barreled Bourbon WhiskeyObwohl die alteingesessene amerikanische Familie Prichard  bereits seit fünf Generationen Tennessee Whiskey produzierte, meldete Phil Prichard erst 1997 die erste legale Destillerie des Clans an. Die Gründung der Prichard’s Distillery war gleichzeitig die erste Neueröffnung eine Brennerei in Tennessee seit annähernd 50 Jahren.

Phil Prichard setzte dabei von Anfang an auf höchste Qualität bei den Grundzutaten und handwerkliche Herstellungsmethoden. Dies machte sich bezahlt, denn schnell konnte er sich im hart umkämpften Whiskeymarkt der USA etablieren und einige renommierte Auszeichnungen gewinnen. Seit den Anfängen der Prichard’s Distillery griff die Brennerei jedoch eine alte amerikanische Tradition auf und begann mit der Produktion von Rum aus süßer Melasse, welcher so in den USA bereits seit über 250 Jahren Rum produziert wird und den Staat einst zum größten Rumproduzenten der Welt machte.

Neben den traditionellen Rums sorgten dabei besonders die aromatisierten Sorten von Prichard’s für viel Aufsehen in der Fachwelt. Mittlerweile werden bei Prichard’s acht verschiedene Whiskeys und 6 verschiedene Rums hergestellt, von denen wir Ihnen gerne einige vorstellen möchten.

Die Whiskeys von Prichard’s

Die Whiskeys von Prichard’s sind allesamt Small Batch Whiskeys, das heißt sie werden nur in einer kleinen Anzahl von Fässern hergestellt. Die Produktion findet dabei in kleinen kupfernen Brennblasen statt und nach der Reifung in nur 55 Liter fassenden Eichenholzfässern werden die Whiskeys von Hand abgefüllt.

Prichard’s Benjamin Rye Whiskey

Der empfehlenswerte Rye Whiskey von Prichard’s, wird aus ausgewähltem amerikanischen Roggen hergestellt. Durch den durch die Reifung in kleinen Fässern erhöhten Holzkontakt nimmt der Whiskey viele angenehme Aromen wie etwa Vanille und Karamell aus dem Fass aus. Dadurch, dass er mit kräftigen 43% vol. abgefüllt wurde, erhält der Rye Whiskey eine etwas kräftigere Struktur, die jedoch ideal mit den würzigen Aromen des Roggens harmoniert. Sein ausgeglichenes und typisches Rye-Aroma war den Juroren auf der 2012 Ultimate Spirits Challenge aussagekräftige 90 Punkte wert. Perfekt geeignet für Cocktail-Klassiker wie Sazerac und Manhattan. Read the rest of this entry »

 
 

Rum aus Indien

24 Aug

Indien FahneAuch wenn die Republik Indien mit über 1,2 Milliarden Einwohner das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde ist, so hält sich der dortige Alkoholkonsum in Grenzen. Neben religiösen Gründen liegt dies hauptsächlich daran, dass der Konsum von Alkohol in Indien bei weitem nicht so akzeptiert ist wie in Europa.

Trotzdem hat sich neben den Hauptwirtschaftszweigen IT, Textil und Landwirtschaft auch eine beachtenswerte Spirituosenindustrie entwickelt. Neben Whisky hat sich in den letzten Jahren besonders die kommerzielle Rumproduktion stark weiterentwickelt und indischer Rum findet mittlerweile auch im Ausland viele Liebhaber.

Neben dem erschwinglichen Preis schätzen viele amerikanische und europäische Konsumenten indessen auch die Qualität der indischen Erzeugnisse.  Zwar herrschten auf dem asiatischen Kontinent schon immer ideale klimatische Bedingungen für die Rumherstellung, aber die Produktion war lange Zeit nur auf Massenware ausgelegt.

Dies hat sich durch den Einsatz von qualitätsorientierten Vordenkern jedoch glücklicherweise geändert, so dass wir froh sind Ihnen an dieser Stelle einige hochwertige indische Rums vorstellen zu dürfen:

Old Port Deluxe Rum

Dieser mittelschwere, würzig-süße Rum wird von Amrut Distilleries Ltd. mit Sitz in Bangladore produziert. Amrut dürfte besonders den Whisky-Genießern ein Begriff sein, da der Amrut Single Malt Whisky, 0,7 L, 40% einen ausgezeichneten Ruf besitzt und schon mehrfach international ausgezeichnet wurde. Der Old Port Deluxe Rum wird aus indischem Zuckerrohr produziert und reift für mehrere Jahre in Eichenholzfässern. Dabei ist er dem in Südasien herrschendem subtropischen Klima ausgesetzt und entwickelt eine ganz eigene Charakteristik, die ihn deutlich von Rum aus der Karibik unterscheidet.  Bei diesem Rum dominiert die Würze etwas über die Süße und es zeigen sich an Nase und Gaumen schöne Noten von Honig und reifen Früchten. Read the rest of this entry »

 
 

Buchempfehlung: Premium Rum – Eine Auswahl der besten Rums der Welt

17 Aug

Premium Rum Buch Andreas SchwarzWährend man im deutschsprachigen Raum wenig Probleme hat gute Literatur zum Thema Wein oder Whisky zu finde, sieht es im Bereich Rum schon etwas schwieriger aus. Außer dem 2004 erschienen Buch „Rum“ von Dave Broom, gab es literarisch wenig hochwertiges zum Thema Rum, so dass man oft auf englischsprachige Schriftwerke zurückgreifen musste. Dies dachte sich vermutlich auch der aus Preetz stammende Spirituosenhändler und Rumliebhaber Andreas Schwarz und veröffentlichte 2011 ein Kompendium, welches sich auf über 200 Seiten dem Thema Rum widmet.

Bereits in der Einleitung wird klar, dass Schwarz sich dem Thema Rum auf unterhaltsame und dennoch fundierte Art und Weise nähert. Er betont, dass man die „vorgeschlagenen Bewertungen … nie als absolut, unfehlbar und unumstößlich“ ansehen soll und erwähnt weiterhin, dass die Geschmacksurteile von vielen Faktoren wie etwa der körperlichen Verfassung, der persönlichen Stimmung aber auch der Tages- und Jahreszeit abhängen können. Durch diese Aussagen ermuntert er den Leser gleichzeitig die vorgestellten Rums zu probieren um selbst in die phantastische Welt des Rums einzutauchen.

Nach einer kurzen, leichten und ansprechenden Einleitung beschreibt Schwarz rund 150 Rums aus 30 verschiedenen Regionen und Inseln. Die Kurzbeschreibungen der Destillate sind dabei sehr leidenschaftlich, lebendig und eher untypisch für ein Sachbuch – Allerdings zu jeder Zeit informativ und unterhaltsam! Er bewertet dabei jeden Rum mit kleinen „Rumfässchen“, die wie jedoch bereits in der Einleitung beschrieben eher subjektiv zu betrachten sind. Sie dienen eher als Orientierungshilfe, wann und möglicherweise in welcher Gesellschaft der jeweilige Rum gut passen könnte. Read the rest of this entry »

 
 

Rum in seiner ganzen Vielfältigkeit: Die verschiedenen Rum-Stile

10 Aug

Ron Pampero Anejo EspecialBereits seit mehreren Jahrhunderten zählt Rum zu den beliebtesten Genussmitteln der Welt. Egal ob er pur genossen wird, oder in einem erfrischenden Mojito oder wärmenden Grog zubereitet wird – Rum steht einfach für Lebensfreude! Ähnlich wie beim Gin oder Whisky gibt es jedoch auch im Rum-Bereich verschiedene Geschmacksstile, von denen wir Ihnen die drei wichtigsten gerne kurz vorstellen möchten. Zu jedem Rumstil haben wir Ihnen zusätzlich einen Rum beschrieben, der die jeweilige Stilistik besonders gut wiederspiegelt.

Der kubanische Stil

Seit in Kuba Ende des 19. Jahrhunderts die ersten kontinuierlichen Destillationsapparate eingesetzt wurde, gelang es sehr leichte und reine Rums zu produzieren. Diese relativ weichen Rums werden hauptsächlich in Puerto Rico, Kuba und der Dominikanischen Republik produziert und deren Stilistik als „kubanisch“ bezeichnet. Die weißen kubanischen Rums haben meist eine verhältnismäßig kurze Reifezeit von fünf bis sieben Jahren, da sonst die würzigen Aromen aus den Fässern zu stark dominieren und den Rum unrund machen würden. Teilweise wird dieser Stil in der Literatur auch als spanischer Stil bezeichnet, da in den besagten Ländern spanisch die offizielle Amtssprache ist.

Atlantico Rum
Dieser feine, leicht zu trinkende Rum stammt aus der dominikanischen Republik und entsteht aus einer Vermählung verschiedener Small Batch Rum. Nach einer zweijährigen Reifezeit werden die Rums für weitere 15-25 Jahre im Solera-Verfahren gelagert und anschließend per Hand abgefüllt. Der goldfarbene Atlantico Rum, weiß besonders durch seine feinen Vanille und Zuckerrohraromen zu überzeugen und lässt sich am besten bei sommerlichen Temperaturen genießen.

Der französische Stil

Auf den französischsprachigen Inseln Haiti, Réunion, Marie-Galante, Guadeloupe und Martinique wird Rum nicht aus Melasse (ein Nebenerzeugnis der Zuckerproduktion) sondern aus frischem Zuckerrohrsaft destilliert. Dieser spezielle Rumstil wird als französischer Stil, beziehungsweise als „rhum agricole“ bezeichnet. Read the rest of this entry »

 
 

Zigarren – Ein kleiner Einblick in die Geschichte und Herstellung der edlen Stumpen

11 Mai

Zigarren Herstellung und Geschichte im Spirituosen Online ShopZwar verkaufen wir in unserem Online-Shop für Spirituosen keine Zigarren, allerdings ist der blaue Dunst doch eng mit dem Genuss eines noblen Whiskys, Cognac oder Brandy verknüpft.

Da die Zigarre eine ebenso spannende Geschichte hat wie die meisten Spirituosen, möchten wir Ihnen gerne ein paar historische Fakten zur Zigarre liefern.

Die Entstehung der ersten Zigarren

Mit der Entdeckung Amerikas begann auch die Geschichte des Tabaks – Dem Rohstoff für jede gute Zigarre. Als Columbus am 27. Oktober 1492 das heutige Kuba betrat, berichtete er in seinem Logbuch bereits, dass die Einwohner „eine kleine glimmende Stange“ nach ihrem Brauch rauchten. Die Ureinwohner nannte dieses Kraut „Cohiba“, und auch wenn es sich nicht einwandfrei belegen lässt, so gilt es doch als wahrscheinlich, dass Columbus und seine Männer als Erste den Tabak entdeckten.

Es gilt allerdings auch als relativ sicher, dass die Mayas bereits weitaus früher den Tabak für religiöse Zwecke konsumierten. Ähnlich unsicher wie die Entdeckung des Tabaks ist auch die erste Verbreitung in Europa. Vermutlich war es jedoch der Konquistador Francisco Hernandez Gonzalo, der 1570 die ersten Tabaksamen nach Spanien brachte. Die Spanier, und mittlerweile auch andere Länder, nutzen den Tabak zur damaligen Zeit allerdings ausschließlich als Heilkraut und erst als erst der Orient und Nordamerika neu entdeckt wurden, übernahm man den Brauch den Tabak in Zigarren- und Pfeifenform zu rauchen. Während die Engländer das Pfeife rauchen gesellschaftlich machten, widmeten die Spanier sich der Zigarre und so entstand in Andalusien die erste Zigarrenfabrik.

Die Verbreitung der Zigarre in Europa

Wie viele andere Genussmittel auch, wurde die Zigarre durch Napoleons Armeen in Europa verbreitet, die sie bei ihren Spanienfeldzügen entdeckt hatten.  Nach ihrer Heimkehr rauchten die Soldaten die mitgebrachten Schätze und die Zigarre wurde in der damaligen gesellschaftlichen Spitze zum Trend und nach einiger Zeit zum Erkennungszeichen der Künstlerszene. Read the rest of this entry »