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Arcane- Rum

25 Apr

Arcane Rum
Dieser Rum stammt aus einer Destillerie von der Insel Mauritius. Seit Jahrhunderten besteht auch dort der traditionelle Anbau von Zuckerrohr und überall wo Zuckerrohr angebaut wird, ist auch der Rum nicht weit entfernt. Da auch hier die Industrialisierung von Zucker und dem Anbau von Zuckerrüben in Europa seinen Spuren hinterlassen hat, setzt man ebenfalls vermehrt auf Rhum Agricole, der aus frischem Zuckerrohrsaft hergestellt wird, jedoch nicht ausschließlich.
Die Lagerung erfolgt im speziellen ‚Solera‘ Verfahren, bei dem der Rum pyramidenartig vermischt wird und durch die Fässer wandert. So soll einen immer gleichbleibenden Geschmack garantieren soll.

Vanilles des Iles
Im Trend liegen aromatisierte Rum– oder Whiskyprodukte, die mit den exotischsten Früchten und Gewürzen wie Banane, Ananas oder Zimt verfeinert werden. Dabei wird ein Klassiker oftmals vergessen und als ‚Old School‘ oder gar langweilig bezeichnet.
Bei der Arcane Destillerie hat man sich jedoch noch einmal auf diesen Klassiker verlassen und den wunderbaren Vanilles des Iles kreiert. Dieser basiert auf Rhum Agricole und wurde mit feinster Bourbon Vanille verfeinert.
Die floralen, fruchtigen Aromen verwöhnen bereits beim Öffnen der Flasche die Sinne.
Am Gaumen entpuppt sich ein vollmundiger, cremig wirkender Rum. Der süße Geschmack der Vanille steht deutlich im Vordergrund.

Die Geschichte der Vanille
Die Vanilleschoten stammt ursprünglich aus Mexico. Schon seit sehr langer Zeit wird das Gewürz, welches Ortstypisch unter dem Namen ‚Tilxochill‘ – schwarze Schote gehandelt wird, für die Zubereitung von Speisen und Getränken verwendet. Erst mit Henán Cortés, der als Gast des Königs Montezumas in den Genuss der Vanille kam, schaffte die Vanille ihren Sprung nach Europa. Dort jedoch hielt Spanien noch lange Zeit das Monopol auf die kostbaren Schoten und sogar die Todesstrafe wurde auf die illegalen Ausfuhr der Schoten verhängt.

Vanille zählt zu einem der teuersten Gewürze weltweit. Die Pflanze, die die Schoten als  Früchte trägt, gehört zur Gattung der Orchideen, von insgesamt 120 Orchideen-Arten sind es nur 5 die die aromatischen Schoten hervorbringen, von diesen 5 Arten werden jedoch wiederum nur 3 kommerziell angebaut, dazu zählt die Gewürzvanille, Tahiti-Vanille sowie Guadeloup-Vanille. Bis es jedoch zu diesem kommerziellen Anbau kam und wir zu Vanilleschoten in so großer Menge Zugang haben, war es ein schwieriger Weg, denn die Orichdee an sich ist in ihrer Handhabung sehr empfindlich.
Zuerst versuchte man zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Pflanze auf Java, der Insel La Réunion sowie Mauritius anzubauen. Aufgrund des fehlenden Insekten, die in Mexico für die Bestäubung der Pflanzen verantwortlich ist, klappte dies jedoch nicht. Wie also konnte es doch mit dem Anbau in solch riesigen Mengen funktionieren?
Man versuchte es mit künstlicher Bestäubung. 1836 erfolgt hierzu der erste Versuch im botanischen Garten von Lüttich, welche jedoch noch nicht von Erfolg gekrönt war. Erst 1841 gelang es einem Sklaven, Edmond Albius, dass geeignete Bestäubungsverfahren per Hand.
In einem Zeitraum von zwei bis drei Monaten müssen die Pflanzen täglich Bestäubt werden und tatsächlich erfolgt diese bis heute nach genau diesem Schema, was somit auch ein wichtiger Punkt in der Preisfrage der Vanille ist. Ein weiterer Punkt, der für den hohen Preis der Gewürzvanille verantwortlich ist, ist der aufwendige Bearbeitungsprozess, dem Schwarzbräunen, von der Ernte bis hin zu Schote wie wir sie im Supermarkt kennen.

 

Savanna Rum

21 Feb

La Réunion
In diesem Blog- Artikel möchten wir Ihnen den wunderbaren Savanna Rum der Insel La Réunion im Indischen Ozean vorstellen.
Rum hat auf der Insel eine lange Tradition und begann mit der französischen Kolonialisierung. Um im hervorragenden subtropischen Klima Zuckerrohr zu kultivieren, was es zu damaliger Zeit üblich, Sklaven aus Indien oder Afrika anzusiedeln und die schwere Feldarbeit bewerkstelligen zu lassen. Um sich die Arbeit etwas angenehmer zu gestalten, stellten die Sklaven schnell ihre ganz eigene Spirituose her. Diese bestand aus Zuckerrohrsaft sowie wilder Hefe und nannte sich ‚Fangourin‘. Irgendwann wurden auch die Kolonialherren auf diesen ‚Fusel‘ aufmerksam, der ihnen erstaunlich gut schmeckte. Mit der Verschiffung eines Brennkessels nach Réunion wurde dann der Grundstein für Rum wie wir ihn heute kennen gelegt. Das war im Jahr 1704, in den Jahren gewann man immer mehr Erfahrung in der Rum Herstellung, jedoch dauerte es gut ein Jahrtausend bis ins Jahr 1815 bis eine modern Zuckerrohrmühle den Weg auf die Insel fand.
Nachdem in den weiteren Jahren in Europa jedoch zu einem immer größer werdenden Anbau von Zuckerrüben kam ging die Zuckerrohrproduktion auf den kleinen Inseln im Indischen Ozean immer weiter zurück und viele der dort ansässigen Brennereien mussten schließen. Wenige davon existieren auch heute noch.
Zuckerrohrplantagen Heute
Blickt man auch die Wirtschaft und die Geschichte mit der damit verbundenen Kultur der Insel zurück, merkt man sehr schnell und deutlich wie bedeutsam die Zuckerrohr Wirtschaft für die Inselbewohner ist. Auf La Réunion haben es jedoch gleich zwei Zuckerrohrplantagen geschafft, sich in der boomenden Zuckerfabrik zu etablieren. Zum einen ist das die Sucrerie du Gol und zum anderen die Sucrerie de Bois Rouge. Letztere ist verbunden mit der Distillere de Savanna.
Destilerie de Savanna
An der nördlichen Küste der Insel findet man die von Emile Hugot gegründete Destillerie de Savanna. Man hat sich der Herstellung von Rum mit besonders hoher Qualität verschrieben, sodass es ausschließlich Rhum Agricole sowie Grad Aromes Rums gibt. Auf Tradition und Regionalen Anbau wird besonders viel Wert gelegt und auch was das Thema Nachhaltigkeit angeht, ist man bei der Savanna Destillerie ganz vorne mit dabei, denn man erntet auf der Zuckerrohrplantage de Bois Rouge nicht das ganz Jahr über, sondern lediglich im Zeitraum von Juli bis November. In diesem Zeitraum werden täglich bis zu 300 Hektoliter Rum produziert. Ebenfalls hat man sich nicht nur auf eine Herstellweise konzentriert, sondern auch gleich zwei: Rum aus Melasse und Rum aus Zuckerrohrsaft! So ist die Ausbeute aus dem angebauten Zuckerrohr deutlich höher und weniger verschwenderisch.
Anschließend erfolgt die Lagerung. Auch hier überlässt man nicht dem Zufall und hat sich bewusst für Fässer aus Limousin- sowie Alliereiche entschieden.
Savanna Geschmack
Das Sortiment der Brennerei ist ganz allgemein  recht breit gefächert, hier wird sicherlich jeder Fündig werden, egal welche Vorliebe für Rum besteht. Neben Produkten mit hohem Alkoholgehalt finden sich ebenso weiche, weniger Alkoholastige Varianten. Es gibt ebenso tolle Serien und es lässt sich jedes Mal ein ganz neuer Geschmack entdecken der sich aber oftmals irgendwo zwischen charmant, vielseitig und absolut auf den Punkt bewegen.

 

Mezcal oder Tequila?

31 Jan

Mit diesem Blogartikel möchten wir Sie über den Unterschied zwischen Tequila und Mezcal informieren, diese kommt nämlich auch immer mehr in unseren Breitengraden in Trend.

Im Grunde genommen ist Tequila ein Mezcal, hierbei handelt es sich jedoch um eine Untergruppierung, denn für die Herstellung von Tequila dürfen ausschließlich die Blue Weber Agave verwendet werden, des Weiteren sind beide Brände Produkte, die aus einer bestimmten Region kommen müssen(wie z.B. Champagner).

Insgesamt gibt es über 200 Agavenarten, doch nicht alle sind für die Spirituosenherstellung geeignet. Für die Herstellung des Mezcal gibt es gesetzliche Vorgaben und so stehen hierfür bis zu 30 unterschiedliche Sorten Agaven zur Auswahl, die allermeisten basieren jedoch auf der Sorte Espadín.
Daneben gibt es noch weitere, wilde Agavensorten, z.B. Tobala, Cuishe oder Mexicano, diese kommen jedoch eher seltener zum Einsatz, auch bei der Marke Montelobos hat man sich geschworen, diese niemals zu verwenden.
Was jedoch alle vereint, ist das für die Herstellung an sich, ähnlich wie beim Tequila, nur das Fruchtfleisch (die Agavenherzen) verwendet werden. Dieses muss nun gegart werden, beim Mezcal wird das Fruchtfleisch traditionell in eine Erdloch über mehrere Tage langsam gedünstet bzw. geröstet, beim Tequila hingegen erfolgt dies ganz normal in Öfen unter Druck, bzw. Industriell meist in Autoklaven.  

Dann erfolgt die Pressung, beim Mezcal traditionell mit einem Tahona Rad sowie die Fermentierung. Die eigentliche Destillation der flüssigen und festen Bestandteile erfolgt dann in bei Mezcal oft noch handwerklich in kleinen  Kupferbrennblasen über offenem Holzfeuer, es wird zweifach Destilliert.
Beim Tequila zumeist in großem Maßstab und in konstanten Säulen-Verfahren und ausschließlich die flüssigen Bestandteile.

Qualitätsstufen
Wie so oft bei Spirituosen, gibt es auch beim Mezcal  und Tequila unterschiedliche Qualitätsstufen. Mezcal:
Diese richten sich nach dem Prozentualen Anteil, an verwendeter Agave. Unterschieden wird in Tipo | und Tipo ||. Tipo | muss zu 100% aus Agave destilliert worden sein, bei Tipo || ist es zulässig, dass 80 % Agave und max. 20% von andren Zuckerquellen stammt. Dieser Qualitätsstufe gehören aber nur ein kleiner Teil der auf dem Markt verfügbaren Mezcal an.
Tequila:
Auch hier sind unterschiedliche Mengen an Agave zulässig. Man unterscheiden hier zwei Arten Tequila, Mixto Tequila muss der überwiegende Anteil des Zuckers aus Agaven stammen (51%), die restlichen Prozent dürfen aus anderen Zuckerquellen stammen. Dann gibt es noch den Tequila auch 100% Agave, dies erklärt sich wohl von selbst.
Auch werden beim Tequila oftmals so genannte Zuchthefen und zusätzlich Gärbeschleuniger eingesetzt, sodass es zur schnelleren Gärung der Maische kommt.
Montelobos
2011 wurde die Marke Montelobos von einem promovierten Biologen und in Mexico sehr anerkannten Agavenspezialisten Ivan Saldana ins Leben gerufen. Während seiner Zeit in England, wo er an der University of Sussex seine Zeit verbrachte und an seiner Doktorarbeit über Agaven schrieb, stellte er fest, dass viele mexikanische Mezcal Hersteller wenig bis gar nichts über den Anbau von Agaven wissen, wollte er selbst in die Branche einsteigen um sein ganzes Wissen mit einbringen zu können.
Er wusste jedoch, dass die Destillation totales Neuland für ihn ist und er dies nicht ohne Hilfe Örtlicher Produzenten stemmen könnte. Er reiste in die Region Oaxaca, wo er sich mit einer Familie zusammenschloss, die seit mehreren Jahren eine Bio-Zertifizierung im Agavenanbau hat.

Der Montelobos Mezcal verrät hingegen schon mit seinem Namen, was in Ihm steckt: kultivierte Espadín Agaven, Bioqualität und aus der Regiion Oaxaca in Mexico versteht sich!

Wie schmeckt der Montelobos Mezcal?
Fest steht, Mezcal hat einen ganz eigenen Charakter, der sich mit nichts vergleichen lässt. Durch das Dünsten im Erdloch und der wilden Gärung entsteht ein einzigartiger Geschmack, es entsteht ein tolles Zusammenspiel von den Aromen grüner sowie gekochter Agaven, Rauch und Gärung. Eine kleine Honigsüße und etwas frische die an gemähtes Gras und Zitrusfrüchte erinnert, sind ebenfalls erkennbar.

 

Erfolgreiche Destillerie

11 Nov

The Macallan
Aus der Region der schottischen Highlands kommt ein besonderer Whisky, der mittlerweile gar nicht mehr aus der Whiskyszene wegzudenken ist. Die Magie des Macallan Whisky begann in den frühen 1800er Jahren.  Man nimmt an, dass oben auf einem Hügel über der Telford Brücke, die über die Spey führt, ein gewöhnlicher Farmer namens Alexander Reid, begann aus seiner eigens angebauten Gerste Whisky zu brennen. Schon 1824 wurde diese ‚Destillerie‘ legalisiert. 
Der Geschmack – Gerste
Erst deutlich später, zur Jahrhundertwende in den späten 1990er Jahren wurde der Betrieb der Farm wieder aufgenommen und man begann dort Gerste der speziellen Sorte Golden Promise anzubauen. Diese Inbetriebnahme hatte wohl mehr Symbolischen Charakter, als dass es für die Produktion für Macallan ausreichen wäre. Dennoch prägt diese ganz besondere Gerstensorte den typischen Macallan Charakter, dieser wird geprägt von nussig-öligem und zugleich samtigen Aroma. Da die Sorte Golden Promis jedoch im Vergleich zu anderen Getreidesorten deutlich weniger Ertragsreich beim Anbau sowie bei der Whiskyproduktion ist, sank der Anteil dieser Sorte ab 1994 auf nur noch 20-30%, dazu kamen geläufigere, ertragsreichere Sorten wie: Chariot oder Optic.
Die Hefe
Ein weiterer Punkt, der den speziellen Charakter des Macallan prägt, ist die Verwendung der Hefe. Üblicherweise werden ein, max. zwei Sorten verwendet. Macallen setzte in den Anfängen sogar auf vier verschiedene Sorten, derzeit aber eher auf zwei begrenz. Dies solle den Whiskys laut eigenen Aussagen ein fruchtigeres und würzigeres Aroma verleihen.
Die Produktion
In der Produktion setzt man seit jeher auf kleine Brennblasen, also nur kleinen Abfüllungen der Jahrgänge. Da man jedoch breit im Sortiment aufgestellt sein wollte, wurden die Brennblasen zwischen 1965 und 1975 von nur 6 auf stolze 21 erweitert! So konnten über die Jahrhunderte hinweg unwahrscheinlich viele Abfüllungen gebrannt werden, von denen es auch viele immer noch in den Lagerhäusern der Brennerei zu finden gibt, denn bei Macallan wurde in den Jahren stets nur eine Version auf den Markt gebracht, der Rest wurde unter Verschluss gehalten und nun, nach Verkostungen von Brennmeister David Robertson und dem Whiskyhersteller Bob Dalgarno, als Jahrgangsabfüllungen herausgebracht.
Die Fässer
Auch die Lagerung überlässt man bei Macallen nicht dem Zufall. Hier wird ein besonderes Augenmerk auf die Fässer geworfen. Bei Verkostungen stellte man fest, dass besonders die Whiskys sehr schmackhaft und aromatisch sind, die aus Fässern stammten in denen zuvor trockener Olorosso Sherry lagerte. Man nahm an, dass dies kein Zufall war und die Reaktion von Holz mit Sherry und anschließend mit Whisky eine bedeutende Rolle spielte. So ergab es sich, dass Macallen eng mit spanischen Unternehmen zusammenarbeitet, die nicht nur die Fässer herstellen, sondern den ganzen weg von Herstellung über Befüllung und Lagerung mit Sherry bis hin zur Verschiffung der Fässer nach Schottland.
Eine besondere Serie
Um das Geheimnis und die Magie um Macallan besser zu verstehen, können wir nur wärmstens die ‚The Macallan Edition Serie’ empfehlen.
Sie zeigt deutlich, welchen Einfluss verschiedenste Fasstypen haben und sich deutlich von den typischen Macallan Traditionsaromen unterscheidet. Jedes Jahrs gibt es eine neue Abfüllung, mit einer besonderen Fass- Auswahl, die über einen speziellen Charakter verfügt.

 

Angel’s Nectar Whisky

17 Okt

Blended Malt Whisky
Whisky unter dem Namen Angles Nectar ist der Kategorie ‚Blended Malt Whisky‘ zuzuordnen. Was heißt das genau? Deutlich wird der Unterschied im direkten Vergleich zum Blended Whisky. Beim ‚normalen‘ Blended Whisky können die verwendeten Whisky aus den verschiedensten Ländern stammten und miteinander vermählt werden, dabei kann jeder Whisky aus gemälztem Getreide (Grain Whisky) oder ungemälztem Getreide(Malt Whisky) hergestellt werden Für einen Blended Malt Whisky wird ausschließlich Whisky aus schottischen Brennereien, zum Teil auch aus unterschiedlichen Regionen, verwendet und miteinander vermählt.
Highfern Ltd
Highfern ist ein unabhängiger Abfüller für Whisky, Gin & Rum. Unter den bekanntesten Marken ist neben Langatun Swiss Single Malt Whisky oder Strane London Dry Gin auch der Angel’s Nectar Blended Malt Whiksy. Zuzuordnen ist dieser eben der eher kleinen Kategorie der Blended Malt Whiskys.Um dieser Kategorie mehr Aufschwung zu verleihen, hat es sich Robert Ransom als unabhängiger Abfüller mit Highfern zur Aufgabe gemacht, einen besonderen Whisky zu kreieren, der die verschiedenen Stile von Scotch Whisky präsentiert.
Namensgebung

Den Namen ‚Angel’s Nectar‘ hat der Whisky dem sogenannten Angel’s share. Dies ist der Teil des Whiskys, der bei der Lagerung in den Holzfässern auf natürliche Weise verdunstet. Ins Deutsche übersetzt bedeutet es so viel wie ‚Engelsanteil‘ oder ‚Schluck der Engel‘. Wie hoch dieser Anteil ist, hängt von mehreren Faktoren wie Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit oder der Größe es Fasses ab.
Zu Beginn der Whisky Herstellung konnte man sich diesen natürlichen Vorgang noch nicht plausibel erklären, aber es brauchte eine Erklärung für den verschwindenden Whisky. Da man zur damaligen Zeit bekannterweise sehr gläubig war, wurden schnell die durstigen Engel für den fehlenden Anteil verantwortlich gemacht.
Mit dem Angel’s Nectar soll dieser Anteil bei der Verkostung wieder zum Leben erweckt werden.
Die Abfüllungen
Die erste Abfüllung des Angel’s Nectar – Original wurde als Blended Malt Whisky abgefüllt. Dazu bediente man sich sorgfältig ausgewählter Speyside sowie Highland Malt Whisky. Mit einer Stärke von 40%vol. ist er recht mild im Geschmack und wirkt nicht zu alkoholisch. Das Aroma dieses Malt’s bewegt sich zwischen leichten Noten von Vanille und gedünsteten Äpfeln. Im Hintergrund sind Noten von Heidehonig und Zitrone wahrnehmbar. 

Eine weitere Abfüllung präsentiert sich mit dem Namen Angel’s Nectar – Rich Peat Edition. Dieser wurde mit einem etwas höheren Alkoholgehalt, genau genommen 46%vol, abgefüllt. Der Name sagt den Unterschied zum Original bereits aus: der Rich Peat ist stark getorft. Es wurde für den Blend eine feine Auswahl an Highland Malts getroffen, die für ihren starken Torf Charakter bekannt sind. Diese kräftigen Noten stehen auch deutlich im Vordergrund, erinnern an ein wärmendes Kaminfeuer und irgendwo im Haus werden Bratäpfel zubereitet. Auch etwas süßliche Zartbitterschokolade ist zu vernehmen.

Die letzte auf dem Markt erschienene Abfüllung ist eine Islay Edition, ein Single Malt mit deutlichen aber zugleich sanften Torf- und Rauchnoten. Die Whiskys stammen alle aus tollen Islay Destillerien und ergeben zusammen einen 47%vol. Blended Malt. Torfnoten sind auch hier im Focus, jedoch zeigen diese sich im Vergleich zum Rich Peat deutlich sanfter. Ein feines Aroma von gebackenen Bisquits bringen eine süßliche Note mit.

 

Die Wessex Destillerie

28 Sep

Wer steckt hinter der Wessex Destillerie
2017 wurde eine neue Destillerie in der Region Wessex, heutiges Hampshire Südengland, mit dem Ziel eröffnet einige besondere Auswahl an außergewöhnliche Gins mit angelsächsischen Wurzeln zu schaffen. Gründer der Destillerie für Gins mit außergewöhnlichem Charakter ist im Haupt Jonathan Clark, besser bekannt als Produzent des City of London Gin, der zusammen mit seiner Familie Lust auf neue, oder alte, Wege hatte. Zu Beginn der Brennerei destillierte man nur kleinste Chargen und etablierte sich langsam auf dem englischen Markt. Als jedoch 2019 eine Flasche des Wessex Gin bei der Surrey County Show, einer Regionalen Veranstaltung mit Tierausstellung, Wettbewerben sowie Essens- und Getränkeständen, verkauft wurde, konnte sich die Familie vor Aufträgen kaum retten.

Das Konzept
Die Wessex Destillerie verfolgt ein besonderes Konzept, und zwar das Mittelalterliche Wessex und allem voran die Regierungszeit, um Alfred den Großen wieder zum Leben zu erwecken. Dies fällt besonders beim Anblick der Wessex Spirituosenflaschen auf, an dessen Flaschenhals neben einem kleinen Anhänger auch eine Münze hängt. Dies ist eine exakte Nachbildung einer seltenen Münze aus den Zeiten von Alfred dem Großen.
Auch die besondere Flaschengestaltung selbst, lässt uns an Mittelalterliche Zeit erinnern. Angelehnt an eine alte Zaubertrankflasche wurde diese mit einem Korkstopfen getoppt und verleiht so der heilenden Wirkung von Kräutern und Blüten noch mehr Ausdruck.
Für die Auswahl der richtigen Kräuter, Blüten oder Früchte bedient man sich alter mittelalterlicher Kräuterlektüren sowie alten Herbarien, in denen sämtliche Botanicals aus verschiedenen Epochen getrocknet und gepresst gesammelt werden. Einigen der verwendeten Kräuter und Gewürze sagt man bis heute Heilende Wirkungen nach, andere wirken wohl eher nur mit einem gewissen Mü an den Glauben in Magie und Hexerei.

Das Sortiment
Nachdem die Familie Clark ihren Durchbruch mit dem Wessex Gin hatten folgten weitere Produkte. Heute umfasst das Sortiment an Gin insgesamt sieben Produkte, die wir Ihnen gerne näher vorstellen möchten und die Sie ebenfalls in unserem Shop finden.
Der Oldie:
Zu Ehren von Alfred dem Großen musste natürlich auch ein Gin her. Dieser ist erstaunlich weich und klassisch im Geschmack gehalten. Wacholder, Koriander und Zitrus sind die Kernaromen.
Der Würzige:
Der Wyvern’s Spiced Gin bietet eine aufregende Exotische Mischung aus scharfem Ingwer, würzigem Kardamom sowie kräftigem Wacholder. Das Highlight bieten Aromen wie Gewürznelke in Kombination mit Zitrusfrische und ein anschließend überraschend weiches Finish.
Der Fruchtige:
Im Sortiment befindet sich ein super fruchtiger Gin, der Stachelbeer- & Holunderblüten. Er vereint ein süß- säuerliches Aroma sowie kräftige Wacholdernoten.
Der Traditionelle:
Sloe Gin, der traditionell englische Schlehengin reift über sieben Monate und entfaltet seine kräftig fruchtigen Noten und gehen eine tolle Verbindung mit Wacholder und anderen Botanicals ein.
Der Blumige:
Mit deinem blumigen Charakter eignet sich der Saxon Garden Gin besonders für gemütliche Frühlings- oder Sommerabende. Das Aroma stammt von Rosenblättern, Hibiskus und intensivem Lavendel aber auch die typischen trockenen London Dry Gin Noten bleiben erhalten.
Die Neuen:
Seit kurzer Zeit erst umfasst das Sortiment zwei weitere Gin Sorten. Zum einen den ‚Wyner’s Classic‘, ein erstklassiger London Dry Gin mit vollmundigem Charakter. Die Botanicals hier dürfen für 12 Stunden im Alkohol mazerieren, um ihr volles Aroma abzugeben und einen weichen Körper zu erhalten.
Zum anderen gibt es den ‚Sicilian Lemon & Ginger Gin‘, perfekt gereifte sizilianische Zitronen finden in diesem fruchtigen Sommergin Verwendung. Frischer Ingwer rundet das Geschmackserlebnis ab und erinnert an frische Zitronenlimonade.

 

Spencerfield Spirit Company

10 Aug


Mit einer zurückliegenden Geschichte von 250 Jahren kann die Spencerfield Spirit Company mit Recht behaupten, dass Sie einer der Brennereien mit der meisten Erfahrung sind. Angefangen hat alles im 16. Jahrhundert umgeben von prächtigen Weizen- und Gerstenfeldern und mit der Produktion von Whisky. Mit Stolz kann man ebenso behaupten, seit der Gründung von Whisky Liebhaber Alex Nicol, der ebenfalls Marketingdirektor bei Glenmorangie war, seit jeher ein eng mit dem Lang verbundenes und mit Leidenschaft geführtes Familienunternehmen zu sein.
Edinburgh Gin
Nachdem es viele Jahre verboten war, Gin herzustellen bekam die Spencerfield Spirit Company als einzige von acht Destillerien eine Lizenz für die Legale Herstellung vom Wacholderbrand. Unter dem Namen Edinburgh Gin wird seit 2010 der gleichnamige Edinburgh Gin vertrieben. Bei diesem Produkt setzt man neben den typischen, klassischen Botanicals wie Wacholder oder Koriandersamen auch typisch schottische Pflanzen ein. Das sind unter anderem Heidekraut oder aber auch Mariendistel aus den schottischen Highlands. Ebenfalls sehr bemerkenswert ist, dass die Rezeptur mindestens genau so alt wie die Geschichte der Brennerei sein soll und im Herstellungsprozess auch ein Kupferkessel verwendet wird, der ebenfalls an die 200 Jahre alt ist.

Produktportfolio
Neben dem ganz klassischen Edinburgh Gin hat es sich die Brennerei jedoch zur Aufgabe gemacht, den künstlerischen Tough den die Stadt durch Wissenschaftler, Künstler, Philosophen und Erfinder hat, im Gin wieder zu spiegeln und in der Herstellung stets innovativ zu sein.
Über die Jahre entstand so verschiedenste Geschmacksrichtung, einige davon sind bereits in unserem Shop zu finden.  Grob kann man die Sorten in zwei Kategorien einordnen: Fruchtig und Herb.

Fruchtige Gin Sorten:
Edinburgh Rhubarb & Ginger Gin
Dieser Gin spricht eher ein Publikum an, welches auf fruchtige und nicht so herbe Gin Sorten steht. Durch die Mazeration von frisch geerntetem Rhabarber im Frühjahr zusammen mit frischem Ingwer und Zitronenschalen entsteht ein Gin mit feinem, fruchtig- saurem Aroma. Dabei ist es den Master Destillern gelungen, eine perfekte Harmonie zwischen den ja an sich bereits sehr kräftigen Aromen zu finden.
Edinburgh Raspberry Gin
Für den Edinburgh Raspberry Gin wurden zu 100 Prozent schottische Himbeeren verwendet! Die Region um Perthshire ist besonders bekannt für das perfekte Klima, um Himbeeren anzubauen. Sie werden in der Erntezeit von Hand verlesen und anschließend einen Monat im Basis- Gin mazeriert. So kann der Gin den natürlichen Farbstoff der Beeren lösen und eine Zugabe von Farbstoff wird hinfällig. Auch das fruchtig- süße Aroma der Himbeeren kann in Ruhe seinen feinen Geschmack abgeben.
Edinburgh Gooseberry & Elderflower
Auf Deutsch übersetzt steht Gooseberry für Stachelbeere und Elderflower für Holunderblüten.  Entstanden ist ein spritziger, aromatischer Gin, der sich bestens für einen leichten Gin Tonic an warmen Sommertagen eignet.

Herbe Gin Sorten:
Edinburgh Seaside Gin
Dieser Gin ist in Kooperation mit dem Brau- und Destillationszentrum MSC der Heriot- Watt University, Edinburgh entstanden. Sie spiegelt den rauen Geschmack der Ostküste wider. Besondere Botanicals die hier Verwendung fanden sind unter anderem Bodenefeu oder Blasentang. Geschmacklich ist der Seaside Gin sehr mineralisch und Kräuter lastig, jedoch sind hier auch dezente florale Noten erkennbar.
Edinburgh Lemon & Jasmin
Auch beim Lemon und Jasmin Gin bildet zunächst der Edinburgh Gin die Basis. Bei dieser Variante wurde dieser mit frischen Noten von Zitrone sowie würzigem Aroma von Jasmin verfeinert. So bietet sich ein herbes- florales Aroma, begleitet von bitter- fruchtigen Noten durch Zitrone.
Edinburgh Distillers Cut
Der für den Travel Retail Markt entwickelte Distillers Cut wurde mit Botanicals aus bis zu 11 Ländern verfeinert. Geschmacklich bewegt er sich zwischen fruchtig- herben Noten, die durch Botanicals wie Valence Orange, Lavendel und weiteren Gewürzen stammt.
Edinburgh Cannonball
Hierbei handelt es sich um einen Navy Strength Gin. Er zeichnet sich durch kräftig Wacholder- sowie Zitronenaromen aus, die bis ins Finish von einer anhaltenden Würze begleitet werden. Er soll den Historischen Gin- Stil wiederaufleben lassen sowie an das Erbe der Marine Kanonen und der berühmten ‚Ein- Uhr Kanone‘ erinnern.

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Und nun noch ein kleiner Trip- Tip zuletzt:
Sollten Sie einmal einen Reise in die Highlands und vor allem aber nach Edinburgh machen, sollten sie unbedingt Ausschau nach der ‚Heads & Tales Bar‘ im lebhaften Zentrum der schottischen Hauptstadt Edinburgh halten, denn diese Bar gehört ebenfalls zur Edinburgh Gin Destillerie und zieht nicht nur Einheimische durch seinen urigen, gemütlichen Charm ein.