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Citadelle Gin

31 Jan

Die Flut der Gins die auf den Markt drängen scheint nicht abzureißen… Nahezu wöchentlich erscheinen neue Produkte und selbst Sammler und Spirituosenliebhaber tun sich schwer hier den Überblick zu bewahren. Doch genauso laut wie viele Produkte auf dem Markt erscheinen, so leise verschwinden sie auch wieder. Nur wenige Gin-Marken haben es in den letzten Jahren geschafft sich nachhaltig zu etablieren und haben sich ihren festen Platz in den Backboards der international Top-Bars gesichert.

Eine dieser Marken ist der französische Citadelle Gin!

Hinter Citadelle Gin steht der französische Unternehmer und Master Blender Alexandre Gabriel, welcher sich auch für Cognac Pierre Ferrand und Plantation Rum verantwortlich zeichnet. Dieser schloss sich 1989 mit einer der eingesessensten Winzerfamilien der Cognac-Region zusammen um dem altehrwürdigen Château de Bonbonnet neues Leben einzuhauen und von diesem als Sitz des Unternehmens seine Produkte international zu vertreiben.

Eines der wichtigsten Produkte des Hauses ist dabei der Citadelle Gin, dessen aktuelles Rezept auf eine Rezeptur aus dem 18. Jahrhundert zurückgeht. Damals – genauer gesagt 1775 – verlieh nämlich König Louis XVI den Herren Stival und Carpeau das Recht die erste französische Gin-Destillerie in der alten Zitadelle von Dünkirchen zu eröffnen. Wichtig war Alexandre Gabriel von Anfang an, die althergebrachten und sehr traditionellen Destillationsmethoden der Region zu bewahren, weshalb für den Citadelle Gin dieselben Brennblasen wie bei der Cognac Produktion zum Einsatz kommen. Diese speziellen „Charentaiser Brennblasen“ fassen dabei nur ca. 200 Liter und werden durch offenes Feuer beheizt, was ein gewisses Feingefühl bei der Produktion erfordert. Weiterlesen… »

 

Die Geschichte von Seagram’s

14 Jan

Auch wenn der Seagram’s Konzern nicht mehr existiert, möchten wir in unserem heutigen Blogeintrag gerne auf die Geschichte dieser einst so großen Firma zurückblicken aus deren Portfolio viele auch heute noch weltweit bekannte Marken hervorgegangen sind.

Die Geschichte von Seagram’s reicht zurück bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts, als Joseph Emm Seagram – ein Sohn englischer Einwanderer -  Leiter der Granite und Waterloo Mill in Kanada wurde, in denen, wie zu der damaligen Zeit üblich, der Getreideüberschuss zu Alkohol destilliert wurde. Die Brennerei hierzu wurde im Jahr 1857 errichtet und Joseph E. Seagram war als Partner beteiligt, bevor er das Unternehmen 1883 übernahm und in Joseph E. Seagram & Sons umbenannte. Im gleichen Jahr wurde der Seagram’s 83 auf den Markt gebracht, welcher als erster Blend und Markenwhisky des Landes gilt und von dem die damals noch junge Firma große Mengen in die USA exportierten. Im Jahr 1911 erfolgte schließlich eine Umbenennung in Joseph E. Seagram & Sons Ltd. und der auch heute noch gefragte Whisky Seagram’s V.O. wurde auf den Markt gebracht. Ein vollmundiger Blended Whisky, der insbesondere durch seine charaktervollen Würzaromen und Zitrusnoten zu überzeugen weiß. Joseph Seagram starb im Jahr 1919 und seine Söhne verkauften die Firma an den Geschäftsmann Samuel Bronfman, welcher 1928 eine Kooperation mit der schottischen Firma Distillers Company Ltd. einging, wobei vermutet wird, dass die Prohibiton eine große Rolle bei dieser Entscheidung spielte, da kanadische und schottische Whiskies in dieser Zeit entsprechend gefragt waren. In dieser Zeit erwarb Canadian Whisky einen hervorragenden Ruf in den USA, was Seagram’s zu weiteren Expansionen verhalf und sicherlich ein Grund dafür war, dass der Seagram’s Seven Crown Whisky im Nachbarland eingeführt wurde. Der Seagram’s Seven Crown Whisky hat insbesondere in Europa eine große Anhängerschaft und besitzt einen würzigen Roggengeschmack.

Daraufhin folgten boomende Jahre für Seagram’s und es wurde u.a. in Louisille, Kentucky eine neue Destillerie gebaut und in den folgende Jahren weitere Brennereien übernommen. In diesen Destillerien wurden u.a. der Four Roses Bourbon Whiskey sowie der Eagle Rare Bourbon erzeugt. Mit insgesamt sieben Destillerien in den USA wurde ein florierender Umsatz erwirtschaftet, was es erlaubte 1959 an der noblen Park Avenue in New York ein imposantes Verwaltungsgebäude zu errichten. In dieser Zeit wurden wiederum neue Marken wie der legendäre Crown Royal Whisky geschaffen, welcher vielen als Flaggschiff von Seagram’s galt. Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde schließlich Chivas Brothers erworben, womit der Einstieg in Schottland geebnet wurde, wo Seagram letztendlich neun Destillerien und mehrere Abfüllanlagen besaß. Die Expansion sollte allerdings weitergehen und so wurden Joint Ventures in Thailand, China und Japan eingegangen, Whisky in Neuseeland gebrannt und Gin, Wodka und Sekt (z.B. Mumm) vermarktet.

Der Konzern blieb allerdings nicht allein im Getränkebereich tätig, sondern versuchte sich auch im Filmgeschäft und bekannten Firmen wie Universal Studios und deren Mutter MCA wurden in den Konzern eingegliedert und um dieses zu stärken große Marken wie Mumm und Sandeman veräußert. Letztendlich entschied sich das Management allerdings dazu, die gesamte Firma zu veräußern und die Wettbewerbshüter der USA stimmten am 21.12.2001 der Übernahme durch ein Konsortium aus Diageo und Pernod Ricard zu, was die französische Firma zum drittgrößten Getränkekonzern der Welt aufstiegen ließ und die Geschichte von Seagram’s enden ließ.

 

Michter’s Whiskey

08 Dez

Michter’s zählt zu einer der ganz großen Marken in der amerikanischen Whiskeylandschaft und die Abfülllungen genießen unter Sammlern und Genießer höchsten Ruf.

Grund genug also sich einmal näher mit dem Phänomen Michter’s und dessen Geschichte auseinanderzusetzen. Gegründet wurde die Destillerie im Jahr 1950 von Lou Forman in Schaefferstown, Pennsylvania. Auch wenn Pennsylvania heutzutage keine nennenswerte Bedeutung mehr in der amerikanischen Whiskeyproduktion spielt, so begann hier deren Geschichte.  Der ursprünglichste aller amerikanischen Whiskeys – der Rye Whiskey – wurde zu den damaligen Zeiten „Monongahela“ genannt, benannt nach dem gleichnamigen Tal in dem einst viel Whiskey gebrannt wurde und wo 1794 die Whiskey-Rebellion stattfand in Zuge dessen die Siedler des Tals gegen eine Steuer auf Alkohol und alkoholische Getränke aufständig wurden.

Die Michter’s Destillerie – deren Name sich aus den Namen der beiden Söhne des Gründers Michael und Peter – zusammensetzt, war die letzte Brennerei in Pennsylvania die an deren große Geschichte erinnerte.

In den Anfangszeiten übernahm Michter’s nicht nur die Flaschenform, sondern auch die Sour-Mash-Technik von Jack Daniels und die Michter’s Abfüllungen wurden u.a. wegen ihrer ungewöhnlichen Mash Bill von 50 % Mais, 38 % Roggen und 12 % Gerstenmalz schnell erfolgreich. Der Rye Whiskey wurde damals auch an die Firmen Wild Turkey und Old Overholt geliefert. Trotz allem musste die Brennerei auch einige Produktionsstopps hinnehmen und der letzte ursprüngliche Michter’s Whiskey in Schaefferstown wurde im Jahr der Stilllegung der Brennerei 1990 produziert. Zu der damaligen Zeit waren die Lagerhäuser noch voller Whiskey, welche alsbald Ziel von Einbrechern wurden, die mehr als 1000 Fässer Whiskey entwendeten. Da die amerikanische Justiz dies unterbinden wollte, gab sie die restlichen Fässer zur Vernichtung frei. Wem diese Aktion letztendlich etwas genutzt hat, bitten wir selbst zu bewerten.

Ein Teil der Fässer wurde jedoch auch von dem A.H. Hirsch, dem ehemaligen Manager von Schenley aufgekauft, welcher diese als 16, 19 und 20 Jahre alten Straight Bourbon auf den Markt brachte. Diese Flaschen sind mittlerweile eine der teuersten und gesuchtesten Spezialitäten im Bourbon Bereich.

Im Jahr 1997 erwarb schließen das Unternehmen Chatham Imports die Markenrechte und begann als sogenannter Non-Distilling Producer der Vertrieb von Whiskey unter dem Markennamen Michter’s, wobei über die Herkunft des Whiskey’s keine Angaben gemacht wurden. Der Erfolg stellte sich insbesondere im Bereich der Bourbon Whiskeys schnell wieder ein und so entschied sich Chatham Imports Anfang des Jahrtausends dazu, eine eigene Produktionsstätte zu bauen um unabhängiger von den Zulieferern zu werden. 2013 wurden schließlich Gärtanks und Abfüllanlage installiert und im Oktober 2014 die 14 m hohe Brennblase installiert.

Mittlerweile ist Michter’s wieder eine feste Größe unter den amerikanischen Whiskeys und auch wir haben selbstverständlich verschiedene Sorten im Angebot:

Michter’s US1 Straight Rye Whiskey

Ein mildfruchtiger und würziger Rye, der zu einer der beliebtesten Whiskeys auf Roggenbasis in internationalen Bars zählt. Dieser außergewöhnliche Rye eignet sich nicht nur ideal als Cocktailzutat, sondern auch zum pur trinken

Der Michter’s US*1 Straight Rye Whiskey ist eine der beliebtesten Rye Whiskeys in internationalen Bars. Dieser hervorragende Rye eignet sich sowohl zum Pur trinken als auch als Zutat in Cocktails und überzeugt mit seinem trockenen, mildfruchtigen und würzigen Geschmack.

Michter’s US1 American Whiskey
Der Michter’s US1 American Whiskey ist ähnlich einem Bourbon, darf sich allerdings nicht so nennen, da dieser Whiskey in “bourbon-soaked barrels” und nicht in neuen Eichenholzfässern gelagert wurde, wie es für einen Bourbon vorgeschrieben ist. An Nase und Gaumen überzeugt er mit feinen Noten von Butterscotch und Toffee und der lange Nachklang ist geprägt von Vanille und einer mundfüllenden Intensität. Ein hervorragendes Beispiel für die Qualität der Produkte von Mitcher’s!

Wir hoffen wir konnten Ihnen die Geschichte der Michter’s Brennerei ein wenig näher bringen und wünschen Ihnen viel Spaß beim Verkosten, falls Sie sich für eine dieser hervorragenden Abfüllungen entscheiden sollten!

 

Das Gold aus Mauritius…

03 Dez

Gold of Mauritius – ein Name voller Prestige

Für den Rum aus Mauritius ist der Franzose und bekannte Feinschmecker Frederic Bestel verantwortlich. Mit seinem Unternehmen Litchqour Ltd. setzt er auf aromatische Destillate aus dem sonnigen Inselstaat, der inmitten vom Indischen Ozean liegt. Das auch hier höchste Qualitätsansprüche fernab der AOC-geschützten Regionen herrschen, ist dem Großteil der Rumgemeinde klar. Doch bei dem Gold of Mauritius handelt es sich um eine äußerst außergewöhnliche Marke, die mit einer unvergleichbaren Auswahl an Aromen, die Gaumen in aller Herrenländer der Welt erfreut. Es entstehen auf der einen Seite extrem füllige, aber auf der anderen Seite auch sehr ausgefallene Nuancen, die den Rum dominieren und ihm ein hohes Selbstbewusstsein geben. Alleine die klimatischen Bedingungen lassen ein breitgefülltes Bouquet zu, denn dort herrschen ganzjährig moderate bis sehr hohe Temperaturen. Schnee gab es auf der Insel beispielsweise eher während der letzten Eiszeit und ist seither nie wieder gesehen worden. Den braucht man für feine Destillate ja schließlich auch nicht! Die traumhafte Insel hat weit mehr zu bieten, als schöne Strände und Sonnenuntergänge am Meer, nämlich sehr guten Rum.

Der dunkle Rum von der sonnigen Insel

In der Destille von Frederic Bestel werden, wie etwa für den Dark Rum, nur die hochwertigsten Sorten auserwählt, um im Anschluss vermählt zu werden. Dabei zielt man auf Fässer ab, die für unterschiedlich lange Zeit geschlossen blieben. Bei dem Dark Rum etwa zwischen 1 und 5 Jahre. Auch auf eher aufwendige Verfahren wie dem Solera verzichtet der Inhaber hierbei nicht, da so ein äußerst individuelles Geschmacksbild entsteht. Durch einen getakteten Tausch der Fässer erhält der Rum aus dem Haus Bestel einen perfekt ausbalancierten Aufbau, der sich durch einen eigenen Charakter auszeichnet. Der Gold of Mauritius wird ausnahmslos aus regional produzierter Zuckerrohrmelasse hergestellt und kann anschließend auch in Fässern landen, in denen zuvor Rotwein lagerte. Die Brennmeister verbinden die besten Aromen des paradiesischen Landes in nur einer Flasche, die voller Exklusivität strotzt.

Was spricht für einen Blend?

Der Blend an sich wird auch bei den Genießern in Deutschland immer beliebter und erfreut sich an einem stetig wachsendem Interesse. Das Ziel bei der Vermählung von meist hochwertigen Rumprodukten ist es, eine gleichwährende Qualität zu erreichen, die dem Konsumenten sein bekanntes Destillat garantiert. Oftmals können dem Rum dadurch auch Aromen gegeben werden, die er für sich alleine niemals offenbart hätte und zeigt somit ein ganz neues Trinkerlebnis.

Was kann man erwarten?

Frederic Bestel setzt auf fruchtige Noten, die meistens von kräftigen Aromen, wie etwa von Schokolade oder Pfeffer begleitet werden. Bei dem Abgang gibt es auf der einen Seite auch Destillate die sich sehr weich und rund präsentieren, aber auf der anderen Seite eben genau das Gegenteil davon. Fast aufmüpfige Noten zieren das Bild und sorgen für eine wahre Geschmacksexplosion, die den Genießer erstaunen lässt und zu einem zweiten Schluck einlädt. Es handelt sich um ein extrem vielseitiges Sortiment, das darauf wartet von Ihnen entdeckt zu werden.

Der Gold of Mauritius konnte bereits bei mehreren Verköstigungen überzeugen, darunter auch bei dem renommierten German Rum Festival im Jahr 2012 in Berlin, wo er in der Kategorie Gold/Dark ausgezeichnet wurde. Doch das soll nicht das letzte Mal sein, dass Sie diesen extravaganten Rum zu Gesicht bekommen, denn hier zählt einfach der ungefährliche Selbstversuch!

 

Old Pulteney – Eine Brennerei mit langer Historie

26 Okt

Liebe Drinkology Leser*innen,Old Pulteney 21 Jahre

Vom Anfang an

Die Old Pulteney Brennerei wurde im Jahr 1826 von James Henderson gegründet. Sie befindet sich inmitten der schönen schottischen Landschaft, im kleinstädtischen Wick. Als im Jahr 1920 die Destille von dem Unternehmen James Watson & Company gekauft wurde, änderte sich damit der Besitzer. 1951 brachen sehr schwere Zeiten für das traditionell geführte Unternehmen aus dem Highlands an und die gesamte Destillerie, inklusive Anlagen und Stills von Old Pulteney mussten zwangsweise stillgelegt werden. Die Stodart-Brüder, James & George beschlossen im Jahr 1958, die Brennerei von einem Notar abzukaufen und wieder aufzubauen.Sie erhöhten die Kapazitäten, um den Brennvorgang profitabler zu gestalten, scheiterten jedoch kurz darauf. Nach zahlreichen Besitzerwechseln wurde mit der Übernahme von Inver House, die erste offizielle Spirituose der Brennerei im Jahr 1997 hergestellt. Seither wurden die Destillate von der Old Pulteney Brennerei immer weiter ausgebaut und zusätzlich verfeinert. Bereits im Jahr 2004 wurde eine 17-jährige Abfüllung veröffentlicht, gefolgt von einem 21-jährigen Destillat, dass nur kurze Zeit später den Markt bereicherte. Seit 2006 ist die International Beverage Holders für die Brennerei verantwortlich. So kam mit der Zeit ein atemberaubendes Sortiment ans Licht, dass von typischen Altersabfüllungen hin zu extravaganten und mutigen Whiskys reicht. Die Kapazität der Brennerei beträgt etwa 3 Millionen Liter pro Jahr.

Was wird mir geboten?

Wenn es also mal ein 21-jähriger, 30-jähriger, 35-jähriger oder 40-jähriger Whisky sein soll, sind Sie mit einem Old Pulteney Whisky goldrichtig! Die 1990er Jahrgangsabfüllung hat den damaligen Zeitgeist aufgegriffen und präsentiert ein interessantes Bouquet. Der Likör ‚Stroma‘ wird beispielsweise aus einer Single Malt Whisky-Mischung hergestellt und hat ein ganz besonderes Geschmackserlebnis mit einem sehr weichen Körper. Für die gereiften Schätze, griff man auf eine Kombination aus ehemaligen Sherry- und Bourbonfässern zurück.

Welcher Still wird angewendet?

Die Old Pulteney Destillerie benutzt für den Prozess der Herstellung einen Wash- und einen Spirit Still. Der Wash Still hat ein Volumen von nicht weniger als 16.100 Liter, wobei der Spirit Still bei circa 13.200 Litern liegt. Da derzeit die 2 vorhanden Was Stills nicht reichen, ist man am überlegen, einen dritten zu integrieren. Neben den eben genannten Produktionsweisen darf man die weltweit bekannteste Destillationsmethode – den Pot-Still – nicht vergessen! Hier hatte die Brennerei eine blendende Idee, denn diese Destillate kann man an Hand der Flaschenform erkennen. Diese Whiskys sind in eher kurzen, aber dafür sehr breiten Flaschen versteckt. Meistens haben sie einen leicht kugelförmigen Deckel und einen sehr kurzen Hals. Das für die Destillation verwendete Wasser wird aus dem nahegelegenen See Loch Hempriggs bezogen.

Was hat es mit dem Malz auf sich?

Das Malz spielt eine der zentralen Rollen, um einen qualitativ einwandfreien Single Malt Whisky zu erhalten. Einst hatte die Brennerei einen eigenen Malzboden, aber da das nicht wirtschaftlich war, dachte man um. So bezieht man seither die ursprüngliche Gerste von Bauernhöfen aus der Speyside. Bei der Herstellung von Old Pulteney wird aber auch Malz verwendet, dass getorft ist und von einem Betrieb in Inverness hergestellt wurde.

Ein Garant für guten Geschmack!

Im Geschmack zeigen sich die Spirituosen aus dem Hause Old Pulteney sehr opulent und haben meistens eine süße Note. Hier reichen die Eindrücke von fruchtig, frischen Komponenten bis hin zu würzig, maritimen Anklängen. Gerne wird für die Süße Honig gewählt und mit Salz gebrochen.

Ihr Drinkology Team

 

 

Mascaro – Spanische Vielfalt

19 Sep

Liebe Drinkology Leser*innen,

Mascaro Premium Vermut

Mascaro

laut und stark, so kann man die Marke MASCARÓ auch allein schon auf Grund des Wappens betiteln. Der Löwe mit dem menschlichen Gesicht, soll das Selbstbewusstsein der Destille festigen und ebnet so den ausgewogenen Umgang zwischen dem Menschen und der Natur. So paart man auch die Schönheit der Tiere mit der Intelligenz und Sensitivität des Menschen.

Die bereits 1946 gegründete Brennerei wird mittlerweile in der 3. Generation geführt und blickt auf eine lange Erfahrung im Bereich des Weinhandels und der Produktion zurück. Denn schon zum Anfang des 20. Jahrhunderts kaufte das Unternehmen Weinberge in der Region und installierte eine Brennanlage. Die familiengeführte Firma blickt also auf eine lange Tradition im Spirituosensegment zurück. Narcís Mascaró Marcé war dafür unverzichtbar, denn der Sohn des Gründers sorgte dafür, dass vom Anbau der Trauben bis hin zur Abfüllung, alles aus einer Hand kommt. Man findet den Keller und die Brennerei im autonom regierten Katalonien, das offiziell zu Spanien gehört. Somit liegt die Heimat der Destillerie nicht nur im wirtschaftlich stärksten Teil des Landes, sondern auch im schönsten und nur 48 km von Barcelona entfernt. Umgeben von den Pyrenäen und dem Mittelmeer bietet die Region idealste Voraussetzungen, um der breit aufgestellten Produktvielfalt gerecht zu werden. Die geografischen Gegebenheiten sind also äußerst vorteilhaft für den Weinbau und so findet man an der bergigen Küste das Weinbaugebiet Vilafranca, das berühmt ist für den spanischen Sekt, den Cava. MASCARÓ bietet neben dem Cava noch zahlreiche andere Köstlichkeiten wie etwa: Brandy, Likör, Gin oder Vermut an. Letzteren erhalten Sie bei uns im Shop!

Die für den Cava benötigten Trauben, stammen aus den eigenen Weingütern Mas Miguel oder El Castell und wurden in einem doppelten Verfahren professionell verfeinert, um im Anschluss für mehrere Jahre in Fässern zu lagern. Das außergewöhnliche an dem Weingut Mas Miguel ist, dass es eines der höchstgelegensten der Region ist. Das dortige Klima ist kälter und windiger, als am Boden. Dadurch werden die Trauben auf natürlichem Weg vor wesentlichen Krankheiten geschützt und die Verwendung von Pestiziden wird erheblich reduziert, was man natürlich positiv beim Verzehr des Weins wahrnimmt.

Das Hauptaugenmerk wird auf die Qualität gelegt und somit ein anspruchsvolles, deliziöses Endprodukt geschaffen. Der Leitsatz beinhaltet neben der Qualität auch die Berufung, die langwierige Tradition mit der einfließenden Moderne zu kombinieren. Damit ist der Weg für ein Naturprodukt geebnet, dass vor allem durch seine einzigartige Persönlichkeit überzeugt.

Das Besondere an dem Vermut ist die spezielle Rezeptur, also das Verhältnis der Rinden, Blumen und Kräutern zueinander. Eine Zutat, die in jedem dieser Destillate verwendet werden muss, ist die Pflanze Artemisia, das Wermut-Kraut, das auch für den einprägenden Geschmack verantwortlich ist. Aus allen sorgfältig ausgewählten Zutaten werden die Extrakte, mit Hilfe von Einlegen in Wasser oder Alkohol gewonnen. Die Herausforderung besteht nun darin, die Balance zwischen dem Wein und den Aromen zu finden, dafür dürfen die Destillate auch gerne einige Zeit in Fässern lagern.

Aus dem Herzen der Region Penedès, exportiert MASCARÓ die Produkte unter anderem in mehr als ein Dutzend Länder, darunter: USA, Norwegen, Litauen, China, Schweiz, Deutschland und Belgien. Mit einer großen Leidenschaft gelten sie als einer der Vorreiter im Bereich der Vorträge und Workshops für Verbraucher und Fachpublikum und überzeugen weltweit Sommeliers, Barkeeper, Cocktail Profis und vielleicht auch Sie?

Ihr

Drinkology Team

 

Rum, Gin und mehr aus der Albert Michler Distillery

23 Aug

Liebe Drinkology Leser*innen,

Michlers Absinth Bohemicum

Michlers Absinth Bohemicum

Eine Premiumdestillerie mit einem solch weitem Spektrum an Produkten zu finden, ist wirklich eher eine Seltenheit. Bei der Albert Michler Distillery stellt sich so die Frage, ob eben diese Vielfalt noch eine hinreichende Qualität der einzelnen Produkte gewährleisten kann.

Neben Rum, sind es auch Spirituosen wie Gin und Absinth die im Sortiment vertreten sind.

Bis zu welchem Grade also, ist es da noch möglich sich mit voller Hingabe allen Produkten gleichzeitig zu widmen?

Die Albert Michler Distillery hat in ihrer Entstehungsgeschichte nicht direkt mit dieser Auswahl begonnen, viel mehr hat die eigene Größe über die Jahre mit der steigenden Nachfrage zugenommen.

Einst unter der Österreichisch-Ungarischen Monarchie durch aged Rums bekannt geworden wurde die Brennerei 1863 in Buchsdorf, einem kleinen Idyll im damaligen Schlesien, dem heutigen Polen gegründet. Die Zuckerrohr-Brände stammten damals schon aus der Karibik und brachten als eine der ersten den tropischen Flair ins kühle Europa. Nicht viel später wurde auch das Kaiser- und Königshaus auf die Edelbrände aufmerksam und machte die Brennstätte über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Mit dem gewonnen Ruhm gewann man auch Vertrauen und begann weitere Produkte in die Palette aufzunehmen.

Bei dem Rum setzt man so heute auf Master Blender, die neben der notwendigen Schulung auch die richtige Beeinflussung von der Wiege an in sich tragen. Aus der Dominikanischen Republik, oder Barbados stammen so die Hände, die einen jeden Rum schleifen und bis ins Detail verfeinern. Besondere Aufmerksamkeit wird hierbei auf die jeweiligen Fässer gelegt, in denen der Rum an Reife gewinnen darf und außerdem gleichzeitig jeder einzelnen Spirituose ihr ganz eigener Charakter verliehen wird.

Auch das nächste Produkt gewann durch dieses Wissen einiges an Qualität. Durch das gesammelte Know How und das mehr als grundlegende Verständnis von einer fraktionierenden Destillation bildete man die Basis für die erfolgreiche Produktion eines handwerklich vollkommenen Gins. Nach dreimaliger Destillation entsteht so ein unfassbar angenehm weicher Gin, der mit 25 Botanicals voll aufblüht. Der äußerst hohe Gehalt an Aromaölen aus der Mazeration bringt einen fulminanten Geschmack mit sich und trübt sogar den sonst klaren Gin ab Temperaturen kleiner 7 °C. Qualitätsmerkmale die man sonst nur von etwa den Flaggschiffen der deutschen Gin Produktion, wie Gin Sul’s Rota do Sul kennt.

Auffällig wird dieser Trend an Qualität auch bei dem letzten Produkt der Distillery und macht so deutlich, dass Albert Michler trotz der hohen Varianz an Spirituosen zu überzeugen versteht.

Der Absinth, der frühere Drink der Künstler mit damals berüchtigter halluzinogener Wirkung wird heute mit höchsten Standards in der Brennerei hergestellt. Der alten Heimat beste Gewürze und Kräuter finden dabei wieder Verwendung und schließen den Kreis in der Historie von Albert Michlers mit ihrem heutigen Wiederaufleben. Die beinahe nebensächliche Erwähnung von rein und ausschließlich natürlichen Zutaten, ohne Süßstoffe oder jedwede Farbstoffe zeugt zusätzlich von dem Verständnis der Brennerei. Man braucht hier keine Schönmacher, keine Wundermittelchen, oder Tricks um den Verbraucher zu täuschen. Man produziert vielleicht nicht gerade einfach, aber ehrlich und auf höchstem Niveau. Dabei gelingt es offensichtlich genug Liebe und Leidenschaft in alle Artikel einzubringen. Chapeau!

Ihr

Drinkology Team