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Posts Tagged ‘whisky shop’

Highland Park – Warrior Series

19 Apr

Highland Park Warrior SeriesIm Jahr 2013 brachte die schottische Single Malt Whisky Destillerie Highland Park eine neue Whisky-Serie auf den Markt – Die Warrior Series.

Die Brennerei Highland Park liegt auf der Insel Orkney und ist damit die nördlichste Whiskybrennerei Schottlands. Dies ist auch der Grund, warum sich Highland Park der Wikinger-Ideologie sehr verbunden fühlt.

Bevor wir jedoch zu den verschiedenen Abfüllungen der „Warrior Series“ kommen, möchten wir Ihnen gerne noch einmal die Geschichte von Highland Park erzählen.

Die Geschichte von Highland Park
Die Geschichte von Highland Park reicht zurück bis ins 18. Jahrhundert. Damals, genauer gesagt im Jahr 1798, begann der sagenumwobene Kirchendiener Magnus Euson auf dem Gelände der heutigen Destillerie Whisky zu produzieren. Zwar war Magnus Euson tagsüber als Priester ein Mann Gottes, in der Nacht verfiel er allerdings ganz irdischen Genüssen und der Gier. Denn Magnus Euson destillierte seinen Whisky nicht legal, sondern war einer der bekanntesten Schwarzbrenner der damaligen Zeit. Um den für ihn lästigen Steuerfahndern und Zöllner zu entgehen, scheute Magnus Euson auch nicht davor, seinen schwarzgebrannten Whisky in Särgen unter dem Altar der Kirche zu verstecken. Ein Sakrileg und ein bedeutender Anklagepunkt, als Magnus Euson schließlich einige Jahre doch ertappt wurde. Der Schwarzbrenner und Schmuggler wanderte in den Knast und ironischerweise übernahm John Robertson, der Steuerbeamte der Magnus Euson überführte, die Brennerei. Dies war im April 1813 und Robertson übergab das Brennerei-Geländer schließlich seinem Schwiegersohn Robert Borwick, der hier im Jahr 1825 die heutige Brennerei erbaute, die allerdings noch den Namen „Kirkwell Destillery“ trug. Die Brennerei ging 1876 in den Besitz von William Stuart über, der diese in Highland Park umbenannte. In den folgenden Jahrzehnten folgten mehrere Besitzerwechsel und die Destillerie wurde zwischenzeitlich von zwei auf vier Brennblasen erweitert. Mittlerweile ist die Highland Park Distillery im Besitz der „The Edrington Group“, die das jährliche Produktionsvolumen auf 2.500.000 l steigerte. Read the rest of this entry »

 
 

Von Fabergé-Eiern und dem Imperial Collection Vodka

28 Mrz

Faberge Ei VodkaErst kürzlich sorgte die Wiederentdeckung eines der legendären Fabergé-Eier für weltweite Schlagzeilen. Für gerade einmal 10.000 Euro kaufte ein amerikanischer Schrotthändler ein längst verschollen geglaubtes Exemplar der legendären Schmuckgegenstände an – Um es wenig später für sagenhafte 24 Millionen Euro nach England zu verkaufen.

Von Ostern und Eiern

Viele von uns kennen die Fabergé-Eier aus Erzählungen oder Zeitungsartikeln – Aber was genau hat es mit diesen prunkvollen Meisterwerken der Goldschmiedekunst auf sich?

Der Ursprung der Eier geht auf das Hochfest Ostern, dem wichtigsten Fest der orthodoxen Kirche Russlands, zurück. Dort ist es, ebenso wie bei vielen anderen Christen weltweit, Brauch, seine Liebsten an Ostern mit Eier zu bedenken. Waren dies anfangs noch gewöhnliche Eier, so entwickelte sich in Russland schnell die Tradition die Eier mit Lack zu verschönern, zu schmücken oder gänzlich durch wertigere Exemplare aus Holz, Porzellan, Glas oder Metall zu ersetzen. Ebenso wie beim normalen Volk, war diese Gepflogenheit auch am russischen Zarenhof Usus. Doch wie so oft in der Geschichte der Reichen und Mächtigen, wollte man sich nicht mit gewöhnlichen Dingen zufrieden geben und so gab Zar Alexander III. 1885 dem bekannten Russischen Juwelier Carl Peter Fabergé erstmals den Auftrag ein mit Gold und Diamanten verziertes Ei für seine Gattin anzufertigen. Das Resultat war das sogenannte Hennen-Ei, welches mit seinem weiß emaillierten Äußeren einem echten Ei sehr ähnlich sieht. Innendrin befand sich jedoch ein goldener Dotter, welcher sich ebenfalls öffnen ließ und eine aus Vierfarbgold hergestellte Henne mit Augen aus Rubinen zum Vorschein kommen ließ. In den folgenden Jahren wurde diese Tradition am russischen Zarenhof hochgehalten und es folgten über 40 weitere Eier aus der Goldschmiede Fabergés, die allesamt an Prunk kaum zu überbieten waren.  Heutzutage befindet sich ein Großteil der Fabergé-Eier in privaten oder staatlichen Sammlungen, wobei einige wichtige Exemplare noch immer verschollen sind. Read the rest of this entry »

 
 

Kronkorken

21 Mrz

Kronkorken mit KorkenZugegeben, bei  Spirituosenflaschen findet man den Kronkorken so gut wie nie (es gibt auch Ausnahmen!), in der Bier- und Softdrinkindustrie hat er sich allerdings im großen Maße durchgesetzt. Wie es der Kronkorken von der Idee zum milliardenfach eingesetzten Gegenstand in der Verpackungsindustrie geschafft hat, möchten wir Ihnen in unserem  heutigen Blog-Eintrag gerne etwas näher bringen.

Ein kurzer Einblick in die Geschichte der Kronkorken

Entwickelt wurde der Kronkorken von dem amerikanischen Erfinder William Painter, der ihn 1892 unter dem Namen „Crown Cork“ zum Patent anmeldete. Bis zu dieser Zeit waren Bügelverschlüsse, die man auch heutzutage noch von einigen Bierflaschen kennt, das Mittel der Wahl, wenn es um das verschließen von Flaschen ging.  Diese haben allerdings den Nachteil, dass sie relativ teuer sind und der Verschließungsprozess viel Zeit in Anspruch nimmt. Der Kronkorken war deshalb eine Lösung, die von der Industrie nur allzu gerne angenommen wurde. Bereits ein Jahr nach der Anmeldung des Patents konnte William Painter deshalb seine eigene Firma, die „Crown Cork and Seal Company“ eröffnen, die noch heute einer der größten Hersteller für Kronkorken ist.

Der Aufbau von Kronkorken

Die ersten Kornkoren ähnelten vom Aufbau schon recht stark den heutigen Kronkorken und bestanden aus einem kreisförmigen Blechstück mit kronenförmig gebogenen Rand und einer Einlage aus Kork. Diese Korkeinlage verlieh dem Kronkorken auch seinen Namen und sorgte als kompressibles Zwischenstück zwischen Flaschenhals und Blech für die nötige Dichtigkeit. Kork ist allerdings relativ anfällig für den Befall durch Mikroorganismen, wodurch das Getränk negativ beeinflusst wurde. Um dieses Problem zu lösen wurde der Korken durch eine dünne Aluminiumfolie geschützt und schlussendlich wurde er vollständig durch moderne Materialien wie Polyvinylchlorid (PVC) oder Polyethylen (PE) ersetzt. Diese Materialien bilden einen sicheren formbündigen Verschluss, sind äußerst luftdicht und auch preislich interessant. Um eine Korrosion zu vermeiden, werden die Kronkorken meist noch mit Schutzlacken beschichtet. Desweiteren ist zum Aufbau noch zu sagen, dass bei den heute üblichen Kronkorken nahezu ausschließlich 21 Zacken verwendet werden. Dies hat einen rein praktischen Grund, denn bei einer ungeraden Zackenzahl stehen sich diese nicht direkt gegenüber und somit kann ein verkanten in den Zuführungsmaschinen verhindert werden. Read the rest of this entry »

 
 

Cocktails und Bowlen für den Frühling

14 Mrz

Liebe Drinkology-Leser,

die kalten Tage scheinen endgültig vorbei zu sein. Die Temperaturen steigen deutlich und auch die Sonne lässt sich immer öfter wieder blicken! Endlich lassen sich wieder die ersten Stunden ohne Wintermantel auf der Terrasse oder im Café in der Stadt verbringen und man findet etwas Zeit zum abschalten.

Auch die Kulinarik ändert sich je nach Jahreszeit und so müssen die kräftigen Wildgerichte aus dem Winter langsam aber sicher eher leichteren und frischeren Frühlingsgerichten weichen. Ähnlich wie in der Küche ist es auch an der Bar, und so treten wärmende Drinks wie der Hot Buttered Rum in den Hintergrund und die Bartender erfrischen ihre Gäste mir frühlingshaften Getränke. Falls Sie vorhaben demnächst eine kleine Gartenparty zu schmeißen oder einfach sich und Ihren Liebsten daheim etwas erfrischen möchten, haben wir Ihnen einige trendige und zeitlose Rezepturen für den Frühling aufgeschrieben.

Rosemary Lemonade

 Die Herstellung dieses erfrischenden Getränks benötigt etwas Vorbereitungszeit, der Geschmack des Rosemary Lemonade rechtfertig aber jede investierte Minute. Read the rest of this entry »

 

Rum aus Réunion

07 Mrz

Charrette RumLa Réunion – Die Insel der Wiedervereinigung

La Réunion, oder einfach Réunion – Das ist eine kleine Insel im Indischen Ozean, die in Deutschland auch unter dem Namen „Insel der Wiedervereinigung“ bekannt ist.  Klein ist bei Réunion übrigens durchaus wörtlich zu verstehen, denn mit ihren Ausmaßen von ca. 50×70 km umfasst die Fläche von Réunion gerade einmal die des Saarlandes. Auch bei der Zahl der Einwohner, die bei knapp unter 1.000.000 liegt, gleichen sich Saarland und Réunion relativ deutlich. Anders als jedoch im Saarland wo die ersten Siedlungsspuren bereits aus der Altsteinzeit stammen, ist Réunion erst seit der Mitte des 17. Jahrhunderts bewohnt.

Die Kolonialsierung und die Anfänge der Rumindustrie auf Réunion

Im Zuge der französischen Kolonisierung kamen französische Siedler nach Réunion und begannen dort mit dem Anbau von Madagaskar-Vanille und Zuckerrohr. Um die körperlich sehr anstrengende Arbeit auf den Plantagen zu erledigen schiffte man Sklaven aus Madagaskar, Ostafrika und Indien auf die Insel. Wie in nahezu jeder Gesellschaft auf der Welt wurde natürlich auch auf Réunion Alkohol konsumiert. Während die französischen Kolonialisten allerdings hochwertige Spirituosen aus der Heimat wie beispielsweise Cognac tranken, mussten die Sklaven auf minderwertige Getränke zurückgreifen. Diese tranken daher größtenteils ein Getränk namens fangourin, wobei es sich um mit Hilfe von wilden Hefen vergorenen Zuckerrohrsaft handelte. Dies änderte sich erst im Jahre 1704, als der erste Brennkessel auf die Insel geschafft wurde. Mit diesem wurde neben Rum auch Arrak und Taffia destilliert, welches damals beliebte Sklaven-Getränke waren. Durch die Verbesserung der Destillationstechnologie und dem Boom der Zuckerrohrindustrie stieg die Anerkennung der auf Réunion produzierten Spirituosen auch bei den Franzosen und die Produktionsmenge konnte stark gesteigert werden. Als die Sklaverei auf Réunion schließlich 1849 abgeschaft wurde und die Sklaven den Status von normalen Bürgern erhielten, gab es einen weitere Steigerung der Produktionsmengen  und Ende des 19. Jahrhunderts wurden ca. eine Millionen Liter Rum pro Jahr auf Réunion destilliert. Read the rest of this entry »

 

Destillationsverfahren in der Wodkaindustrie

28 Feb

Absolut VodkaLiebe Drinkology-Leser,

Wodka ist die meistkonsumierte Spirituose der Welt. Über 600 Millionen Liter dieser Edelspirituose werden jährlich produziert – Damit trinkt knapp jeder 10. Bewohner auf dieser Erde einen Liter Wodka im Jahr. Diese gigantischen Mengen zu produzieren ist natürlich nicht ganz einfach, da eine Destillation auch immer ein relativ zeitaufwendiger Prozess ist. Wir möchten Ihnen gerne die Destillationsmethoden vorstellen, die es ermöglichen den heutigen Wodka in dieser Qualität und Quantität zu produzieren.

Die Anfänge der Wodkadestillation
Bereits vor über 5000 Jahren begannen die Menschen damit, Stoffe in ihre Bestandteile zu trennen. Während es sich dabei anfangs meist noch um ätherische Öle und Pflanzen handelte ging man ca. 1000 v. Chr. dazu über auch vergorene Getränke zu destillieren, deren Destillate anfangs allerdings eher technische Zwecke wie beispielsweise der Herstellung von Lampenöl dienen sollten. In den nächsten 2000 Jahren entwickelte sich die Kunst der Spirituosenherstellung  deutlich weiter  und es wurden auch gezielt Brände für den menschlichen Genuss produziert. Die ersten in Russland und Polen produzierten Getreidebrände datieren aus dem 15. und 16. Jhd., hatten allerdings weder geschmacklich noch vom Alkoholgehalt viel mit dem Produkt zu tun, was wir heutzutage als Wodka kennen. Durch die damals sehr einfachen Destillationsmethoden gelang es selten über 20 % vol. zu destillieren und auch Vor- und Nachlauf wurden nicht verworfen, wodurch die Qualität des Brandes natürlich erheblich litt. Read the rest of this entry »

 
 

Finnischer und schwedischer Wodka

21 Feb

Liebe Drinkology-Leser,

redet man über Wodka, so denkt man meistens an die bekanntesten Herstellerländer Russland, Polen und USA. Der seit den 1950er Jahren anhaltende globale Hype um Wodka sorgte allerdings dafür, dass mittlerweile in nahezu jedem Land der Welt ein eigener Wodka produziert wird. Nur wenige dieser Länder können dabei allerdings auf eine so lange Tradition in der Herstellung von Wodka zurückblicken wie Russland und Polen.  Anders sieht dies allerdings bei Wodka aus Schweden und Finnland aus, weshalb wir Ihnen die Geschichte der Wodkaproduktion in diesen beiden Ländern gerne etwas näher bringen möchten:

Finnischer Wodka
Das Geheimnis der Wodkaherstellung ist in Finnland bereits seit dem 16. Jahrhundert bekannt und wurde vermutlich von Söldner, die die Kunst des Wodkabrennens im Kriegsdienst in fernen Ländern kennengelernt hatten ins Land gebracht. Die Voraussetzungen dafür waren perfekt, denn Finnland verfügt über große Ressourcen an Süßwasser und bereits damals florierte der Getreideanbau in dem Land. Dies führte zu einer frühen Blüte des Wodkas in Finnland und bereits 100 Jahre später war er als Nationalgetränk etabliert. Dieser Boom hielt an bis nach einer Missernte im Jahr 1756 das Brennen von Wodka vorerst verboten werden um mit dem wertvollen Rohstoff Getreide die Ernährung der Bevölkerung zu garantieren. Trotz zwischenzeitliche weiterer Materialengpässe florierte die Wodkaindustrie in Finnland weiter, bis der erste Weltkrieg und die anschließende Alkoholprohibition von 1919-1932 die Wodkaproduzenten zur Produktion von Äther und alkoholhaltigen Toilettenartikeln zwang um diese harte Zeit zu überstehen. Nach erneuter Produktionsaufnahmen und – stopp begann nach dem zweiten Weltkrieg die moderne und reguläre Produktion von finnischem Wodka. In den folgenden Jahrzehnten investierte der finnische Staat Millionen in die heimische Spirituosenindustrie die dadurch zwischenzeitlich als eine der modernsten der Welt galt. Neben den damals staatlich subventionierten Fabriken gibt es allerdings auch noch weitere, kleinere Hersteller, die den Ruf des finnischen Vodkas hochhalten. Einer davon ist der  Gustav Artic Vodka. Read the rest of this entry »