RSS
 

Posts Tagged ‘whisky kaufen’

Angel’s Nectar Whisky

17 Okt

Blended Malt Whisky
Whisky unter dem Namen Angles Nectar ist der Kategorie ‚Blended Malt Whisky‘ zuzuordnen. Was heißt das genau? Deutlich wird der Unterschied im direkten Vergleich zum Blended Whisky. Beim ‚normalen‘ Blended Whisky können die verwendeten Whisky aus den verschiedensten Ländern stammten und miteinander vermählt werden, dabei kann jeder Whisky aus gemälztem Getreide (Grain Whisky) oder ungemälztem Getreide(Malt Whisky) hergestellt werden Für einen Blended Malt Whisky wird ausschließlich Whisky aus schottischen Brennereien, zum Teil auch aus unterschiedlichen Regionen, verwendet und miteinander vermählt.
Highfern Ltd
Highfern ist ein unabhängiger Abfüller für Whisky, Gin & Rum. Unter den bekanntesten Marken ist neben Langatun Swiss Single Malt Whisky oder Strane London Dry Gin auch der Angel’s Nectar Blended Malt Whiksy. Zuzuordnen ist dieser eben der eher kleinen Kategorie der Blended Malt Whiskys.Um dieser Kategorie mehr Aufschwung zu verleihen, hat es sich Robert Ransom als unabhängiger Abfüller mit Highfern zur Aufgabe gemacht, einen besonderen Whisky zu kreieren, der die verschiedenen Stile von Scotch Whisky präsentiert.
Namensgebung

Den Namen ‚Angel’s Nectar‘ hat der Whisky dem sogenannten Angel’s share. Dies ist der Teil des Whiskys, der bei der Lagerung in den Holzfässern auf natürliche Weise verdunstet. Ins Deutsche übersetzt bedeutet es so viel wie ‚Engelsanteil‘ oder ‚Schluck der Engel‘. Wie hoch dieser Anteil ist, hängt von mehreren Faktoren wie Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit oder der Größe es Fasses ab.
Zu Beginn der Whisky Herstellung konnte man sich diesen natürlichen Vorgang noch nicht plausibel erklären, aber es brauchte eine Erklärung für den verschwindenden Whisky. Da man zur damaligen Zeit bekannterweise sehr gläubig war, wurden schnell die durstigen Engel für den fehlenden Anteil verantwortlich gemacht.
Mit dem Angel’s Nectar soll dieser Anteil bei der Verkostung wieder zum Leben erweckt werden.
Die Abfüllungen
Die erste Abfüllung des Angel’s Nectar – Original wurde als Blended Malt Whisky abgefüllt. Dazu bediente man sich sorgfältig ausgewählter Speyside sowie Highland Malt Whisky. Mit einer Stärke von 40%vol. ist er recht mild im Geschmack und wirkt nicht zu alkoholisch. Das Aroma dieses Malt’s bewegt sich zwischen leichten Noten von Vanille und gedünsteten Äpfeln. Im Hintergrund sind Noten von Heidehonig und Zitrone wahrnehmbar. 

Eine weitere Abfüllung präsentiert sich mit dem Namen Angel’s Nectar – Rich Peat Edition. Dieser wurde mit einem etwas höheren Alkoholgehalt, genau genommen 46%vol, abgefüllt. Der Name sagt den Unterschied zum Original bereits aus: der Rich Peat ist stark getorft. Es wurde für den Blend eine feine Auswahl an Highland Malts getroffen, die für ihren starken Torf Charakter bekannt sind. Diese kräftigen Noten stehen auch deutlich im Vordergrund, erinnern an ein wärmendes Kaminfeuer und irgendwo im Haus werden Bratäpfel zubereitet. Auch etwas süßliche Zartbitterschokolade ist zu vernehmen.

Die letzte auf dem Markt erschienene Abfüllung ist eine Islay Edition, ein Single Malt mit deutlichen aber zugleich sanften Torf- und Rauchnoten. Die Whiskys stammen alle aus tollen Islay Destillerien und ergeben zusammen einen 47%vol. Blended Malt. Torfnoten sind auch hier im Focus, jedoch zeigen diese sich im Vergleich zum Rich Peat deutlich sanfter. Ein feines Aroma von gebackenen Bisquits bringen eine süßliche Note mit.

 

Spencerfield Spirit Company

10 Aug


Mit einer zurückliegenden Geschichte von 250 Jahren kann die Spencerfield Spirit Company mit Recht behaupten, dass Sie einer der Brennereien mit der meisten Erfahrung sind. Angefangen hat alles im 16. Jahrhundert umgeben von prächtigen Weizen- und Gerstenfeldern und mit der Produktion von Whisky. Mit Stolz kann man ebenso behaupten, seit der Gründung von Whisky Liebhaber Alex Nicol, der ebenfalls Marketingdirektor bei Glenmorangie war, seit jeher ein eng mit dem Lang verbundenes und mit Leidenschaft geführtes Familienunternehmen zu sein.
Edinburgh Gin
Nachdem es viele Jahre verboten war, Gin herzustellen bekam die Spencerfield Spirit Company als einzige von acht Destillerien eine Lizenz für die Legale Herstellung vom Wacholderbrand. Unter dem Namen Edinburgh Gin wird seit 2010 der gleichnamige Edinburgh Gin vertrieben. Bei diesem Produkt setzt man neben den typischen, klassischen Botanicals wie Wacholder oder Koriandersamen auch typisch schottische Pflanzen ein. Das sind unter anderem Heidekraut oder aber auch Mariendistel aus den schottischen Highlands. Ebenfalls sehr bemerkenswert ist, dass die Rezeptur mindestens genau so alt wie die Geschichte der Brennerei sein soll und im Herstellungsprozess auch ein Kupferkessel verwendet wird, der ebenfalls an die 200 Jahre alt ist.

Produktportfolio
Neben dem ganz klassischen Edinburgh Gin hat es sich die Brennerei jedoch zur Aufgabe gemacht, den künstlerischen Tough den die Stadt durch Wissenschaftler, Künstler, Philosophen und Erfinder hat, im Gin wieder zu spiegeln und in der Herstellung stets innovativ zu sein.
Über die Jahre entstand so verschiedenste Geschmacksrichtung, einige davon sind bereits in unserem Shop zu finden.  Grob kann man die Sorten in zwei Kategorien einordnen: Fruchtig und Herb.

Fruchtige Gin Sorten:
Edinburgh Rhubarb & Ginger Gin
Dieser Gin spricht eher ein Publikum an, welches auf fruchtige und nicht so herbe Gin Sorten steht. Durch die Mazeration von frisch geerntetem Rhabarber im Frühjahr zusammen mit frischem Ingwer und Zitronenschalen entsteht ein Gin mit feinem, fruchtig- saurem Aroma. Dabei ist es den Master Destillern gelungen, eine perfekte Harmonie zwischen den ja an sich bereits sehr kräftigen Aromen zu finden.
Edinburgh Raspberry Gin
Für den Edinburgh Raspberry Gin wurden zu 100 Prozent schottische Himbeeren verwendet! Die Region um Perthshire ist besonders bekannt für das perfekte Klima, um Himbeeren anzubauen. Sie werden in der Erntezeit von Hand verlesen und anschließend einen Monat im Basis- Gin mazeriert. So kann der Gin den natürlichen Farbstoff der Beeren lösen und eine Zugabe von Farbstoff wird hinfällig. Auch das fruchtig- süße Aroma der Himbeeren kann in Ruhe seinen feinen Geschmack abgeben.
Edinburgh Gooseberry & Elderflower
Auf Deutsch übersetzt steht Gooseberry für Stachelbeere und Elderflower für Holunderblüten.  Entstanden ist ein spritziger, aromatischer Gin, der sich bestens für einen leichten Gin Tonic an warmen Sommertagen eignet.

Herbe Gin Sorten:
Edinburgh Seaside Gin
Dieser Gin ist in Kooperation mit dem Brau- und Destillationszentrum MSC der Heriot- Watt University, Edinburgh entstanden. Sie spiegelt den rauen Geschmack der Ostküste wider. Besondere Botanicals die hier Verwendung fanden sind unter anderem Bodenefeu oder Blasentang. Geschmacklich ist der Seaside Gin sehr mineralisch und Kräuter lastig, jedoch sind hier auch dezente florale Noten erkennbar.
Edinburgh Lemon & Jasmin
Auch beim Lemon und Jasmin Gin bildet zunächst der Edinburgh Gin die Basis. Bei dieser Variante wurde dieser mit frischen Noten von Zitrone sowie würzigem Aroma von Jasmin verfeinert. So bietet sich ein herbes- florales Aroma, begleitet von bitter- fruchtigen Noten durch Zitrone.
Edinburgh Distillers Cut
Der für den Travel Retail Markt entwickelte Distillers Cut wurde mit Botanicals aus bis zu 11 Ländern verfeinert. Geschmacklich bewegt er sich zwischen fruchtig- herben Noten, die durch Botanicals wie Valence Orange, Lavendel und weiteren Gewürzen stammt.
Edinburgh Cannonball
Hierbei handelt es sich um einen Navy Strength Gin. Er zeichnet sich durch kräftig Wacholder- sowie Zitronenaromen aus, die bis ins Finish von einer anhaltenden Würze begleitet werden. Er soll den Historischen Gin- Stil wiederaufleben lassen sowie an das Erbe der Marine Kanonen und der berühmten ‚Ein- Uhr Kanone‘ erinnern.

.

Und nun noch ein kleiner Trip- Tip zuletzt:
Sollten Sie einmal einen Reise in die Highlands und vor allem aber nach Edinburgh machen, sollten sie unbedingt Ausschau nach der ‚Heads & Tales Bar‘ im lebhaften Zentrum der schottischen Hauptstadt Edinburgh halten, denn diese Bar gehört ebenfalls zur Edinburgh Gin Destillerie und zieht nicht nur Einheimische durch seinen urigen, gemütlichen Charm ein.  

 

Absinth – nicht nur von der Bar Szene wieder neu entdeckt!

21 Jan

Absinth – Eine faszinierende Spirituose
Und das nicht nur wegen seiner einprägsamen, giftig wirkenden Farbe. Seit jeher löst die gelblich- grüne Spirituose Faszination aus. Aber was genau ist es, was sie so interessant macht? In diesem Blog- Artikel möchten wir Ihnen die einst verbannte Kräuter- Spirituose etwas näherbringen und Ihr Interesse wecken.

Bekanntwerden von Absinth
Bereits um das 18. Jahrhundert rum wurde Absinth erstmals in Val de Travers, heute das Schweizer Kanton Neuenburg, als Heilmittel hergestellt und wird seit jeher vor allem in der Schweiz sowie in Frankreich hergestellt. Vor Beginn des 20. Jahrhunderts war Absinth in aller Munde und traditionell mit Wasser vermischt als die Spirituose schlecht hin erlangte sie vor allem in Frankreich große Beliebtheit. Sie war dort als ‚La fée verte‘ – zu Deutsch ‚Grüne Fee‘ bekannt und Mitte des 19. Jahrhunderts existierte die sogenannte ‚Heure verte‘ die ‚Grüne Stunde‘. In der Zeit wischen 5 und 7 Uhr am Abend galt das Trinken von Absinth als absoluter Trend. Gerade in der Künstlerszene und bei bekannten Literaten war die Kultspirituose sehr beliebt.
Einige der bekanntesten Absinth Liebhaber der damaligen Zeit waren neben Charles Baudelaire auch Vincent van Gogh, Ernest Hemingway oder Ocsar Wilde.

Die Wirkung von Absinth
So schnell es als Kultgetränk berühmt geworden war und weltweit verbreitet wurde, so schnell erlangte es auch den Ruf, eine Droge zu sein von der man abhängig würde. Auch schwerwiegende Gesundheitliche Schäden sagt man ihr zu dieser Zeit wegen des Thujon Gehalts nach. Die damals noch recht unerforschten Thujone sind Nervengifte die, und das wusste man zu damaligen Zeiten eben noch nicht, nur in höheren Dosierungen Verwirrtheit und sogar epileptische Krämpfe verursachen können. So war das Getränk also von 1915 bis fast zur Jahrhundertwende 1991 in vielen europäischen Ländern sowie der USA verboten. Heute weiß man eben, dass eine solch dramatische Schädigung der Gesundheit nicht durch Absinth direkt zustande kam, sondern dies schlichtweg auf die schlechte Qualität von Spirituosen in der damaligen Zeit sowie auf den übertriebenen Alkoholkonsum zurückzuführen war. Eine berauschende Wirkung wird also nicht durch das enthaltene Thujon im Wermut ausgelöst. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass Absinth grundsätzlich immer mit einem sehr hohen Alkoholgehalt produziert wird. Das Minimum liegt hier bei um die 55- 60 %vol. was so die üblichen Abfüllungen sind. Einige Produzenten setzten jedoch auf einen sehr viel höheren Alkoholgehalt von um die 80%vol.
Nach diesen neusten, modernen Studien wurde Absinth 1998 in den aller meisten europäischen Ländern wieder erlaubt.

Geschmackliche Zuordnung
Zuerst sollte geklärt werden, in welchen Bereich sich Absinth eigentlich einordnen lässt. Ab bestes lässt es sich als Wermutähnliche – Spirituose beschreiben. Dabei enthält sich aber deutlich mehr und ausschlaggebende Kräuter als ein eigentlicher Wermut. Zu diesen Kräutern und Gewürzen zählen sowohl Fenchel und Anis, welches hier deutlich an Lakritz erinnert. Aber wie auch bei anderen Spirituosen sind der Zugabe von Kräutern und Gewürzen hier keine Grenzen gesetzt. So gibt es Absinth mit den unterschiedlichsten Aromastoffen wie Koriander, Muskat oder Kalmus. Hauptbestandteile sind jedoch immer Wermut Anis und Fenchel.


Trinkrituale
Bis heute existieren die verschiedensten Trinkrituale für Absinth. Eine der bekanntesten dabei ist die tschechische Trinkweise oder auch unter Kennern das ‚Feuerritual‘ genannt. Hierbei wird der Absinth vor dem Verzehr angezündet. Um dieses Ritual zu zelebrieren, benötigt man ein Glas mit einem Gemisch aus Absinth und Eiswasser. Hier gilt ein übliches Mischungsverhältnis von 1:3, wer es nicht ganz so stark mag liegt mit 1:5 gut. Nun gibt man je nach Geschmack ein bis zwei Stück Würfelzucker auf einen speziellen Absinthlöffel. Der Zucker wird nun angezündet, karamellisiert und wird flüssig. Jetzt wird die Flamme gelöscht und der Löffel in das mit Absinth befüllte Glas gegeben.
Das französische Trinkritual hingegen ist etwas anders. Hier benötigt ihr wieder den speziellen Absinthlöffel. Legt ihn auf das Glas und darauf wieder nach Geschmack ein bis zwei Zuckerwürfel. Nun lasst ihr langsam 2-4 cl Absinth über den Zucker ins Glas laufen. Anschließend füllt ihr das Glas mit Eiswasser auf, welches ihr ebenfalls ganz langsam über den Zucker gießt, sodass sich dieser auflöst. Dabei opalisiert (also trübt) sich der Absinth.

Deutsche Produkte
Die Absinth Marke TABU von Felix Rauter ist das erste deutsche Unternehmen, welches sich nach dem Absinthverbot wieder auf dem Mark etablieren konnte. Man hat sich dabei auf die Herstellung nach Jahrhunderte alter Rezepturen und die Verwendung ausschließlich Natürlicher Zutaten berufen.
Weitere Top Marken, die für Absinth von sehr hoher Qualität stehen sind Eichelberger, Neuzeller sowie der Corvus Absinthe

 

Deutsche Whisky Brennereien

18 Dez

Deutscher Whisky
Wer sich etwas mit Whisky auskennt oder gar ein Liebhaber/Sammler auf diesem Gebiet ist weiß, dass es genau drei Länder gibt, die die eigentliche Whisky Branche prägen. Dazu zählt neben Irland und Schottland auch Amerika. Aber auch in Deutschland gibt es immer öfters auch Whiskys von Heimischen Brennereien in den Regalen zu Entdecken. Hier haben wir für alle Leser mal eine kleine Zusammenfassung von einigen bereits sehr bekannten deutschen Whisky Produzenten zusammengestellt, denn es gibt bereits mehr als 150 Brennereien in Deutschland, die sich auch auf die Herstellung von Whisky konzentriert haben.


Bavarian Single Malt Whisky
Die Bayern halten es wie Engländer und Schotten. Jeder will der erste gewesen sein, der mit Whisky in Verbindung gebracht wurde. So zeigt sich dies auch im Süden Deutschlands zwischen den Bayern und den Franken. Genauer gesagt betrifft dies den ‚Slyrs‘ Whisky, der vom oberbayrischen Schliersee stammt und von dem die Brennerei Lantenhammer behauptet, er sei der seit 1999 erste (und einzige!) bayrische Whisky im klassischen Rauh- und Feinbrandverfahren. Allerdings gibt es da noch Robert Fleischmann, in Franke, der bereits in paar Jahre länger, nämlich seit 1984 auf dem Gebiet der Whisky Herstellung tätig ist.
Slyrs
Getreu dem Namensgebenden Kloster das im Jahr 779, angeblich von schottischen Mönchen gegründet wurde und nachdem auch der Schliersee selbst benannt ist, hat man sich bei der Lantenhammer Brennerei dazu entschlossen Whisky fast getreu nach dem schottischen Vorbild herzustellen. Das beinhaltet, dass der Whisky aus reinem, über Buchenholz gedarrtem Gersternmalz gemacht wird und in neuen Eichenfässern für mindestens 3 Jahre reift.
Fleischmann, Robert
Er ist der direkte Konkurrent zur Slyrs Brennerei und arbeitet im fränkischen Eggolsheim mit seiner Frau zusammen. Im Frankenland ist es üblich, ein Recht auf in begrenz hergestellten Mengen Brände zu produzieren. Streng kontrolliert natürlich von den Behörden, widmen sich jedoch die meistern von Fleischmanns Kollegen der Herstellung von Obstbränden oder von Korn. Er und seine Frau hingegen wollten es jedoch einmal mit Whisky probieren. Damit fingen sie schon 1984 an, also einige Jahre vor der Slyrs Brennerei. Zuerst sollte dieser Whisky ausschließlich in seiner Kneipe zugänglich sein. Nachdem die Nachfrage danach jedoch stetig stieg, fügte man sich der Dinge. So ist der Fleischmann Whisky heute auch andernorts zugänglich.

West Deutschland
Auch hier gibt es einen bekannteren Whisky, den Mc Raven Single Malt aus dem beschaulichen Sauerland. Zwischen Bergen, Hügeln und Tälern wird hier in Kallenhardt aus einer einst aus der Garage entstandenen Brennerei heute in größerem Stil neben Bränden und Liköre auch Whisky produziert.
Das Besondere an diesem Sauerländer Whisky: er reift in alten Rotwein Bourbon Fässern nach und gewann bereits 2018 Silber beim Internationalen Wein-/Spirituosenwettbewerb. Hinter der Sauerländer Edelbrännerei stecken zwei Familien, die aus hochwertigen und regionalen Rohstoffen besonders Edle Spirituosen herstellen.

Whisky aus dem Harz
Aber auch aus dem Herzen Deutschlands, dem Harz gibt es einen Whisky zu entdecken. Vertrieben von der Brennerei Hercynian Distilling Co. / Hammerschmiede. Sie ist bereits seit 1985 auf Spirituosen konzentriert. Seit 2002 ist man auch hier mit Whisky im Geschäft. Zu den Marken der Brennerei gehörten vier sehr unterschiedliche Whiskys: WILLOWBURN, ELSBURN, THE ALRIKE, EMPEROR‘S WAY. Alle unterscheiden sich in Aroma sowie Geschmack und Würze deutlich voneinander.


Brauerei & Brennerei Eschenbräu
Genauso gut gibt es jedoch aber auch einen Whisky aus unserer Hauptstadt. Die sich in Berlin Wedding befindliche Brennerei ist vor allem für Bier bekannt, hat sich jetzt aber eben auch der Whisky Herstellung verschrieben. Man steht für den besonderen Geschmack auf Calvados, Sherry oder Weinfässer und lässt sich anschließend vom Ergebnis überraschen


Sie sehen also, dass es auch vor unserer Haustür bedeutend viele Whiskys gibt. So sollte man doch auch diesem immer größer werdenden Regionalen Markt eine Chance geben, hinter den Marken stecken wirklich wahre Schätze, die man nicht verachten sollte.

 

Deutscher Kornbrand

13 Apr

Das Korn - Alter Deutscher Weinbrand

Das Korn – Alter Deutscher Weinbrand

Liebe Drinkology-Leser,

an welche Spirituose denken Sie, wenn Sie an einen klaren Brand aus Getreide denken? Die meisten Menschen, werden diese Frage wohl mit Wodka beantworten und dies ist auch verständlich, denn dieses häufig aus Russland oder Polen stammende Destillat, ist die meistverkaufte weiße Spirituose in Deutschland.

Neben Wodka ist hierzulande aber noch eine weitere klare Spirituose sehr beliebt: Der Kornbrand!

Kornbrand, welche in Abhängigkeit vom Alkoholgehalt auch als Korn bezeichnet, hat in Deutschland eine lange Tradition. Für die Herstellung von Kornbrand sind Roggen, Weizen, Gerste, Hafer sowie Buchweizen zulässig und seine erste schriftliche Erwähnung datiert auf das Jahr 1507. Die Stadt Nordhausen verfassten in diesem Jahr einen Beschluss, in welcher die zukünftige Besteuerung von Korn festgelegt war. Noch im 16. Jahrhundert entwickelte sich das Brennen von Korn zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor, was allerdings nicht jedem schmeckte. Insbesondere die Bierbrauer setzten sich gegen die Kornbrand-Konkurrenz zur Wehr, da sich hierdurch das Getreide verteuerte. Read the rest of this entry »

 
 

Die Geschichte von Seagram’s

14 Jan

Auch wenn der Seagram’s Konzern nicht mehr existiert, möchten wir in unserem heutigen Blogeintrag gerne auf die Geschichte dieser einst so großen Firma zurückblicken aus deren Portfolio viele auch heute noch weltweit bekannte Marken hervorgegangen sind.

Die Geschichte von Seagram’s reicht zurück bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts, als Joseph Emm Seagram – ein Sohn englischer Einwanderer –  Leiter der Granite und Waterloo Mill in Kanada wurde, in denen, wie zu der damaligen Zeit üblich, der Getreideüberschuss zu Alkohol destilliert wurde. Die Brennerei hierzu wurde im Jahr 1857 errichtet und Joseph E. Seagram war als Partner beteiligt, bevor er das Unternehmen 1883 übernahm und in Joseph E. Seagram & Sons umbenannte. Im gleichen Jahr wurde der Seagram’s 83 auf den Markt gebracht, welcher als erster Blend und Markenwhisky des Landes gilt und von dem die damals noch junge Firma große Mengen in die USA exportierten. Im Jahr 1911 erfolgte schließlich eine Umbenennung in Joseph E. Seagram & Sons Ltd. und der auch heute noch gefragte Whisky Seagram’s V.O. wurde auf den Markt gebracht. Ein vollmundiger Blended Whisky, der insbesondere durch seine charaktervollen Würzaromen und Zitrusnoten zu überzeugen weiß. Joseph Seagram starb im Jahr 1919 und seine Söhne verkauften die Firma an den Geschäftsmann Samuel Bronfman, welcher 1928 eine Kooperation mit der schottischen Firma Distillers Company Ltd. einging, wobei vermutet wird, dass die Prohibiton eine große Rolle bei dieser Entscheidung spielte, da kanadische und schottische Whiskies in dieser Zeit entsprechend gefragt waren. In dieser Zeit erwarb Canadian Whisky einen hervorragenden Ruf in den USA, was Seagram’s zu weiteren Expansionen verhalf und sicherlich ein Grund dafür war, dass der Seagram’s Seven Crown Whisky im Nachbarland eingeführt wurde. Der Seagram’s Seven Crown Whisky hat insbesondere in Europa eine große Anhängerschaft und besitzt einen würzigen Roggengeschmack.

Daraufhin folgten boomende Jahre für Seagram’s und es wurde u.a. in Louisille, Kentucky eine neue Destillerie gebaut und in den folgende Jahren weitere Brennereien übernommen. In diesen Destillerien wurden u.a. der Four Roses Bourbon Whiskey sowie der Eagle Rare Bourbon erzeugt. Mit insgesamt sieben Destillerien in den USA wurde ein florierender Umsatz erwirtschaftet, was es erlaubte 1959 an der noblen Park Avenue in New York ein imposantes Verwaltungsgebäude zu errichten. In dieser Zeit wurden wiederum neue Marken wie der legendäre Crown Royal Whisky geschaffen, welcher vielen als Flaggschiff von Seagram’s galt. Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde schließlich Chivas Brothers erworben, womit der Einstieg in Schottland geebnet wurde, wo Seagram letztendlich neun Destillerien und mehrere Abfüllanlagen besaß. Die Expansion sollte allerdings weitergehen und so wurden Joint Ventures in Thailand, China und Japan eingegangen, Whisky in Neuseeland gebrannt und Gin, Wodka und Sekt (z.B. Mumm) vermarktet.

Der Konzern blieb allerdings nicht allein im Getränkebereich tätig, sondern versuchte sich auch im Filmgeschäft und bekannten Firmen wie Universal Studios und deren Mutter MCA wurden in den Konzern eingegliedert und um dieses zu stärken große Marken wie Mumm und Sandeman veräußert. Letztendlich entschied sich das Management allerdings dazu, die gesamte Firma zu veräußern und die Wettbewerbshüter der USA stimmten am 21.12.2001 der Übernahme durch ein Konsortium aus Diageo und Pernod Ricard zu, was die französische Firma zum drittgrößten Getränkekonzern der Welt aufstiegen ließ und die Geschichte von Seagram’s enden ließ.

 

Elg Gin – Ein Zaubertrank aus Dänemark ?

19 Jul

Liebe Drinkology Leser*innen,

Elg Premium Danish Gin No. 1Wacholder, Zitronenschalen, Pfeffer, Anis, Koriander, Gurke, Lavendel, Süßholz, Safran, Brombeeren, Himbeeren, Mandeln, Zimt, Zapfen und Muskatnuss……..

Diese Liste zuvervollständigen würde wohl den Rahmen dieses Blogeintrags sprengen und ohnehin nur Verwunderung bei Ihnen hinterlassen. Denn: Nein, hierbei handelt es sich nicht um eine Liste für mögliche Geschmäcker bei einer Weinverkostung und weder noch gibt es die Zutaten des Zaubertranks von Miraculix preis. Viel mehr geht es um die überwältigende Vielfalt, der bei Gin eingesetzten Botanicals.

Verglichen mit den anderen großen Klassikern der Spirituosenbranche, wie Rum, Whisky, Vodka, oder Cognac zeichnet Gin ein deutlich anderes Bild. Als Produzent steht man vor der durchaus schwierigen Kunst gleich mehrere Geschmäcker kunstvoll in Einklang zu bringen und entfernt man sich von der traditionellen Verwendung nur eines Rohproduktes. Sei an dieser Stelle Zuckerrohr, beziehungsweise die Melasse daraus, Getreide oder auch Trauben als Ausgangspunkt für die allermeisten Destillate erwähnt, bietet der Gin heute eine enorm variable Vielfalt und Individualität auf dem Markt.

Nicht zuletzt verursachte diese sehr feine Einstellungsmöglichkeit der Spirituose auch den Hype, der in den vergangenen Jahren um den Gin entstand. Persönliche Präferenzen können bestens ausgelebt und trotzdem in abwechslungsreicher Erscheinung genossen werden.

Betrachtet man dabei aber die Definition von Gin, als primär wacholderhaltiges Getränk, wird erst deutlich, dass die schiere Masse die eigentlichen Wurzeln des Mazerats stark verwaschen haben und die einst zentralen Geschmäcker immer weiter zurückweichen.

Elg Gin mit unverfälschtem Charakter

Um dem entgegen zu wirken besinnt man sich bei Elg Gin wieder auf den unverfälschten Charakter zurück, ohne es sich dabei zu einfach zu machen.
Mit gerade einmal 1250 Flaschen aus einem Batch der Stone Grange Craft Distillery, zeigt sich der Brennmeister Henrik Elsner durchaus bescheiden. In Zeiten von manchmal bis zu knapp 50 Botanicals vertraut er auf gerade einmal 3 und versteht es, trotzdem zu überraschen. Neben Wacholder und dem durchaus bekannten Koriander findet eine letzte Zutat ihren, mit Liebe eingebrachten Anklang im Gesamtbild – Karotte.
So unwirklich diese Komposition auch im ersten Moment klingen mag, so passend und durchaus sinnvoll ist das Gemüse in Zusammenkunft mit Alkohol. Eine dabei überaus Detail verliebte, aber auch wichtige Beobachtung stellt sich unter Berücksichtigung der biochemischen Zusammensetzung der Karotte ein. Als Wurzelgemüse verfügt es über einen auffällig hohen Anteil an Terpenen.

Terpene sind hoch aromatische, molekulare Verbindungen und ein immanenter Bestandteil von ätherischen Ölen. Damit wird nun schließlich auch klar, warum Elsner hier auf Karotten setzt.

Aus der Mazeration hinaus entfaltet sich ein unglaublich geschmackvoller Gin. Aber das ist jedoch nicht genug! Elg Gin sieht sich noch viel mehr in der Pflicht der traditions- und geschichtsträchtigen Wiederbelebung der alten Spirituose. Neben Elg Gin No.1 erhält man noch zwei weitere Gins. No.2 & No.3 stehen in der Destille demnach ebenso für Klassiker. Old Tom und Navy Strength sind zwei weitere Schlagwörter, die hier ihre Vergangenheit reminiszieren lassen und bei Elg Gin in wundervoll klarer Linie ans Licht treten.

Der No. 2 Old Tom wird beispielsweise mit einem Wacholderextrakt verschnitten und vereint so Aromen, die deutlicher bei keiner Destillation zu finden sein können. Zarte Süße und prägnanter Wacholder zeichnen den roten Faden ab. Bei dem No.3 Navy Strength setzte man auf die alte Alkoholmaßzahl Proof, ab welchem Gehalt Spirituosen allgemein in der Lage sind Feuer zu fangen und zu damaligen Zeiten so den Seemännern eine Notzündung von Schießpulver auch bei widrigen Bedingungen garantierte – 100 Proof. Dies entspricht einem vol. % Gehalt von genau 57,2 %.

Bei dieser kleinen Auswahl von gerade einmal 3 Gins spürt man als Verbraucher deutlich die Hingabe zu jeder einzelnen Flasche und kann einen wirklich einmalig klaren und dennoch überraschenden Gin verkosten. Fern von den Massen und der industriellen Großproduktion kommt man zu einer Spirituose, bei der man noch den Geist und die Liebe des Brennmeisters spüren kann.
Vielleicht hält man mit dem Elg Gin unter Umständen also doch einen Zaubertrank in den Händen…

Ihr

Drinkology Team