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Posts Tagged ‘whiskey’

Käse und Hochprozentiges

31 Mai

Liebe Drinkology-Leser,

wir alle schätzen die guten Dinge im Leben. Dabei hat für viele ein gutes Essen den gleichen Stellenwert wie ein Glas exquisiter Whisky oder Cognac. Und wenn wir ganz ehrlich sind – Was wäre ein gutes Menü ohne einen kleinen (oder großen) Käseteller?

Käse ist eines der wenigen verarbeiteten Nahrungsmittel die wir schon seit Urzeiten essen. Der erste Nachweis der Käseherstellung stammt aus der Jungsteinzeit und auch im Leben der alten Griechen hatten bereits verschiedene Käsesorten ihren festen Platz. Mittlerweile ist die Anzahl der weltweit produzierten Käsesorten schier unüberschaubar. Allein in Frankreich werden über 500 verschiedenen Sorten produziert (wenn man die handgemachten, regionalen Käse NICHT mitzählt). Mindestens so groß wie die Vielfalt an Käsen ist auch die Kombinationsmöglichkeit der einzelnen Sorten mit Getränken.

Die klassische Kombination ist wohl Käse und Wein. Dabei wird Käse oft mit Rotwein in Verbindung gebracht, was wohl daher rührt, dass Käse oft am Ende eines Menüs gereicht wird, wenn es schwer ist zu einem leichteren Weißwein zurückzukehren. In Wahrheit passen Weißweine, gerne auch mit leichter Restsüße, oft viel besser zum Käse als ein kräftiger, trockener Rotwein. Die Anzahl der zu Käse kombinierbaren Weine ist jedoch grenzenlos und beruht oft auf traditionellen, regionalen Verbindungen. Wein ist allerdings nicht das einzige Getränk, welches man zu Käse genießen kann. So trinkt man in Gegenden in denen kein oder wenig Wein angebaut wird auch gerne ein gutes einheimisches Bier, Cidre oder sogar Kaffee zum Käse. Es gibt jedoch auch spannende Kombinationen von Käse mit Spirituosen und Likören, von denen wir Ihnen gerne einige vorstellen möchten.

Bedenken Sie bitte vorweg, dass alle Getränkeempfehlungen nur als Tipps und Anregungen gedacht sind und jeder seinen persönlichen Geschmack und seine persönliche Vorliebe finden muss. Read the rest of this entry »

 
 

Drinkology Themenreise: Japan

30 Nov

In der letzten Woche beschäftigen wir uns auf unserer Themenreise mit schottischem Whisky. Das Schottland nicht das einzige Land ist, in dem Whisky produziert wird ist bekannt. Meistens werden in diesem Zusammenhang noch Irland und die USA erwähnt.

Dass auch in Japan hochqualitativer Whisky produziert wird, ist allerdings nicht jedem bekannt. Mittlerweile sind die Japaner auf internationalen Wettbewerben oftmals vor Ihren schottischen Lehrmeistern auf dem Podest zu finden.

Ein guter Grund also unsere Reise in dem Land der aufgehenden Sonne fortzusetzen.

Yoku irasshaimashita (Herzlich Willkommen) in Japan!

Akashi White Oak Japanese Whisky

Dieser Whisky wird von der Eigashima Distillery in der Nähe von Kobe, genauer gesagt im Ort Akashi produziert. Der Ortsname wurde gleichzeitig als Name für den Whisky gewählt um seine Ortsverbundenheit zu symbolisieren. Die Eigashima Distillery kann auf eine lange Tradition zurückblicken, allerdings wurden seit 1919 fast ausschließlich Sake und Shochu produziert.

Erst im Jahre 2007 stellte die Brennerei ihren ersten Whisky vor. Es handelte sich um einen 8jährigen Single Malt Whisky, welche in der Fachwelt für große Begeisterung sorgte. Wir möchten Ihnen den Akashi White Oak Japanese Whisky vorstellen. Dies ist ein erstaunlich weicher Whisky, welcher an der Nase mit einem fruchtigen Aromenspiel von gelben Äpfeln, Aprikosen, Birnen, Honig und Tee überzeugen kann. Er hat eine leichte Süße die an Puderzucker erinnert und einen lange, intensiven und harmonischen Abgang.

Nikka Japanese Whisky In Tube

Der japanische Chemiker Masataka Taketsuru erkannte bereits sehr früh, dass sich die geografischen und klimatischen Bedingungen von Japan und Schottland sehr ähnlich sind. Dies begeisterte ihn so sehr, dass in ihm die Idee wuchs eine japanische Whiskyindustrie zu erschaffen. Gewappnet mit dieser Idee und seinem festen Willen ging er 1919 nach Schottland um dort die erforderlichen technischen Kenntnisse in einer Destillerie zu erlernen. Er besuchte zusätzlich die Universität in Glasgow um die Kunst der Destillation und des Blendens zu erlernen.

Einige Jahre später kehrte er nach Japan zurück und gründete in der Nähe von Kyoto seine erste Brennerei. 1924 war es dann soweit, der erste japanische Whisky floss aus den Destillierapparaten von Masataka Taketsuru. Im Jahre 1954 wurde das Unternehmen schließlich in Nikka Whisky umbenannt.

Heute wird Nikka Whisky an zwei Standorten produziert. Einmal die Yoichi Distillery auf der Insel Hokkaido, welche aufgrund der Meeresnähe einen leicht salzigen und medizinisch angehauchten Whisky produziert. Die zweite Produktionsstätte Miyagikyo Distillery befindet sich auf der japanischen Hauptinsel und produziert Whiskys, die reich und fruchtig im Aroma sind. In diesem Probierset haben Sie die Möglichkeit gleich sechs verschiedene Whiskys von Nikka zu probieren.

  • Nikka All Malt Whisky
  • Nikka Pure Malt Whisky White Label
  • Nikka Yoichi Single Malt Whisky 10 Jahre
  • Nikka Single Malt Whisky Miyagigyo 10 Jahre
  • Nikka Single Malt Whisky Taketsuru 17 Jahre

Isawa Japanese Blended Whisky

Dieser in Japan sehr beliebte Blended Whisky wird von der Monde Shuzo Wine and Distillery Co. Ltd. in der Stadt Fuefuki (Stadtteil Isawa) produziert. Von dieser Spezialität gelangen nur geringe Menge nach Europa und selbst in Japan ist er meistens nur regional in der Präfektur Yamanashi zu bekommen. Dieser fruchtig, leichte Blend eignet sich ideal als Aperitif! Am Gaumen ist er sanft und geschmeidig und überzeugt mir fruchtigen Noten wie Aprikosen, Pfirsichen und Äpfeln kombiniert mit der feinen Würze von Holz, Zimt und Pfeffer. Ein spannender Whisky als Pirat in einer heimischen Whisky-Probe. Sie werden von den Beurteilungen Ihrer Freunde überrascht sein!

 

Edradour Destillerie mit neuen Finishing Abfüllungen feiner Single Malt Whisky

24 Sep

Die malerisch in den Grampian Mountains gelegene schottische Highland Destillerie Edradour beglückt die Liebhaber ihrer Highland Single Malt Whiskys in regelmäßigen Abständen mit besonderen Abfüllungen, welche neben einer normalen Reifung in ehemaligen Bourbon Whiskyfässern in den Genuss einer weiteren, wenn auch ungleich kürzeren Lagerung in den verschiedensten Fässern kamen. Die hier von der Destillerie Edradour gebotene Bandbreite reicht von ehemaligen Bordeaux-, Burgunger-, Chardonnay- und Portweinfässern, bis hin zu Moscatel, Chateauneuf du Pape-, Sauternes-, Sassicaia Wein- und Pedro Ximenez Sherry-Fässern.

Edradour wurde bereits im Jahr 1825 erbaut und entspricht nahezu perfekt dem Bild der romantisch in den Highlands gelegenen Whisky-Destillerie. Ohne Frage eine der schönsten Destillerien Schottlands ist Edradour zweifelsohne die kleinste der momentan produzierenden Brennereien. Die dort jährlich produzierte Menge an Whisky wird anderswo gern schon mal als Wochenproduktion erreicht.

Mit nur 3 Arbeitern kommt man bei Edrodour zurecht und produziert mit teilweise recht antikem Handwerkszeug als längst vergangenen Jahrzehnten traditionelle schottische Whiskys mit viel Liebe zu Qualität und Authentizität.

Mit den Highland Single Malt Whiskys von Edradour kommt man in den Genuss eines Whiskys mit einzigartiger Tiefe – sowohl in Geschmack und in Qualität wie sie nur aus der feinen Mischung aus Höhenlage und Bergwasser zu erreichen ist.

Für viele Kenner gilt Edradour Single Malt Whisky mit seiner exquisiten, glatten und cremigen Textur, gepaart mit einem feinem Hauch von Rauch als das Juwel in der Krone der schottischen Highlands.

 
 

Ballantines Scotch Whisky 12 Jahre

30 Mai

Grundsteinlegung in Edinburgh

Seit der erst 19jährige George Ballantine im Jahre 1827 in seiner schottischen Heimatstadt Edinburgh einen Lebensmittelladen mit integrierter Wein- und Spirituosenhandlung eröffnete und begann, Malt und Grain Whiskys verschiedenen Alters aus unterschiedlichen Destillerien zu mischen, bürgt der Name Ballantine für Qualität und die unter diesem Markennamen erhältlichen Blended Scotch Whiskys zählen zu den erfolgreichsten im Markt.
Ballantine war einer der Ersten, der den hohen Einfluss der gewählten Fässer erkannte und er verfeinerte die Kunst des Blendens verschiedener aromareicher Whiskys aus verschiedenen Regionen und Destillerien Schottlands.
Die über Jahrzehnte anhaltenden und auch nach dem Tod Ballentines von seinen Nachfolgern mit gleicher Intensität durchgeführten Experimente sicherten den Qualitätsbegriff der Produkte des Hauses.
Bereits 1881 wurde der beliebte Scotch Whisky des Hauses weltweit verkauft und man stieg zum Hoflieferanten des britischen Königshauses unter Königin Victoria auf.

Der große Durchbruch

Durch die Übernahme des Spirituosenkonzerns Hiram Walker im Jahr 1937 war der ganz große Durchbruch von Ballantines Scotch Whisky auf internationalem Parkett nicht mehr aufzuhalten und die Marke ist allgegenwärtig.
Seit 2005 werden die Ballantines Scotch Whisky in Deutschland von der Pernod Ricard Deutschland GmbH vertrieben, so auch der 12 Jahre alte Blended Scotch Whisky, der einen Alkoholgehalt von 40% besitzt.

Ballantines Scotch Whisky 12 Jahre verkostet

Komponiert aus über 40 verschiedenen Malt und Grain Whiskys reifte Ballantines Scotch Whisky 12 Jahre in ausgesuchten ehemlaigen Bourbon Whiskyfässern und er ist an Weichheit und Ausgewogenheit nur schwer zu überbieten.
Sein honigsüßes Aroma hat nach der langen Lagerung einen deutlichen Eichenholzeinfluss und die Bernsteinfarbe leuchtet einladend im Glas des Kenners.
Im Duft angenehm frisch, mit eleganten Tönen von Birnen und Orangen, gepaart mit fragilen Noten von Frühlingsblumen. Das Mundgefühl ist wunderbar weich und komplex und der florale, sahnige  Geschmack bildet mit seinem Hauch von Salz und Honignoten eine nahezu perfekte Balance.
Im langem Nachklang finden sich zarte Rauchtöne, sowie Spuren von Salz.

 
 

Glen Breton Battle of the Glen Malt Whisky aus Kanada

07 Apr

Die Verwendung des Namens Glen erzürnt die Schotten

Die 15 jährige Special Edition von Glen Breton „The Battle of Glen“ Single Malt Whisky Canadien darf mit Recht gefeiert werden. Ein 7 jähriger Rechtsstreit um die Verwendung des Wortes „Glen“ im Markennamen ging dem voraus und wurde von der Glenora Destillerie nach 4 maliger Berufung 2009, gegen die schottischen Gegenparteien gewonnen.

2010 folgte die Siegesfeier mit der Herausgabe des 15 Jahre alten Glen Breton „Battle of Glen“ Malt Whiskys. Bei der Siegesfeier sagte Lauchie MacLean, der Präsident der Glenora Destillerie: „Soweit wir wissen ist – „The Battle of Glen“ das erste und einzige Produkt, das als Folge eines Rechtsstreites um geistiges Eigentum geschaffen wurde.“

Die Verpackung beinhaltet eine spezielle Broschüre des Kampfes für die Inspiration der Liebhaber feiner Single Malt Whisky.

Der Geschmack von Glen Breton „Battle of the Glen“ Malt Whisky

Ein hellgoldener Single Malt Whisky der feinen Art. Subtile Düfte von Äpfeln und Honig dringen in die Nase. Ein intensiver und kraftvoller Körper entwickelt sich im Mund mit malzigen und fruchtigen Noten. Eine leichte Torfnote ist zu spüren, die sich mit Buttertoffee und Hochland-Honig paart. Ein schöner langer Nachklang mit einem Hauch von Herbstlaub bringt diese Rarität zur Vollendung. Read the rest of this entry »

 
 

Ben Nevis Single Highland Malt Whisky

30 Mrz

Die Destillerie von Ben Nevis

Den Namen erhielt der Scotch Whisky Ben Nevis von Schottlands höchstem Berg, dem Ben Nevis. Die Destillerie liegt in den westlichen Highlands direkt am Fuße des Berges in der Stadt Fort William. Erbaut von John McDonald, dem legendären „Long John“ im Jahre 1825 erlebte die Destillerie viele Höhen und Tiefen. Long John war eine der großen Persönlichkeiten der Whiskygeschichte Schottlands.

Nach seinem Tod übernahm sein Sohn 1856 die Brennerei. Ab 1920 erlebte Ben Nevis einige Besitzerwechsel und Stilllegungen, bevor 1955 ein ehemaliger Schnapsschmuggler, der während der Prohibition sein Geld gemacht hatte, die Destillerie übernahm.

1981 gelang es der Long John Destillerie ihren Ben Nevis zurückzuerobern. Doch die Freude währte nicht lange. 1986 musste die Destillerie schließen und lag für 3 Jahre still.

1989 kaufte der japanische Whiskyproduzent Nikka die Destillerie. Mit Hilfe dieser Finanzspritze gelang es Ben Nevis 1991 wieder durch zu starten. Seit dem Einstieg von Nikka wird Ben Nevis Scotch Whisky 10 Jahre wieder als Originalabfüllung verkauft. Read the rest of this entry »

 
 

Japanischer Whisky und eine Situationsanalyse nach dem Erdbeben

23 Mrz

Masataka Taketsuru und die Idee vom japanischen Whisky

Masataka Taketsuru der als Vater des japanischen Whiskys gilt, erkannte sehr früh, dass Japan`s geografische Lage und die dortigen Klimaverhältnisse, denen in Schottland sehr ähnlich sind und verfolgte zielstrebig seine Idee von der Schaffung einer japanischen Whiskyindustrie.

Seine Familie produzierte bereits seit 1733 Sake und nach seiner Ausbildung zum Chemiker ging Masataka Taketsuru nach Osaka zur Firma Settsu Shuzo, die von der Idee einen japanischen Whisky herzustellen begeistert waren und sie schickten Taketsuru im Rahmen dieses Unternehmens 1919 nach Schottland um die erforderlichen technischen Kenntnisse zu erlernen. Die Kunst der Destillation und des Blendens lernte er an der Universität in Glasgow. Begeistert und mit dem Traum eine Malt Whisky Destillerie in Japan zu schaffen kehrte er in sein Heimatland zurück.

Nach seiner Rückkehr jedoch musste er feststellen, dass das Projekt auf Eis gelegt war und nach dem Börsenkrach von 1922 verlor er sogar seinen Job. Doch sein Traum sollte in doch noch Erfüllung gehen, als er sich 1923 der Gruppe Kotobukiya anschloss, für die er eine Brennerei in der Nähe von Kyoto baute. 1924 war es soweit. Der erste japanische Whisky erblickte das Licht der Welt. Read the rest of this entry »